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Iran News....

Die simple Botschaft Trumps lautet: "Sie dürfen keine Atomwaffe haben"
Die erste Gesprächsrunde in Islamabad scheiterte am iranischen Atomprogramm. Es wurde im Juni-Krieg 2025 nicht "ausgelöscht", wie der US-Präsident behauptete

Einmal Atombombe und zurück – und dazwischen die doppelt gesperrte Straße von Hormus. Ganz zu Beginn des Irankriegs, nach dem ersten großen Militärschlag auf Teheran, stand die Aussage des US-Präsidenten, dass der Iran daran gehindert werden müsse, an Atomwaffen zu gelangen. Vergangenes Wochenende scheiterte die erste US-iranische Gesprächsrunde in Islamabad genau an der Nuklearfrage. Die Verhandlungen sollen jedoch weitergehen.

Bei Donald Trump gibt es wenige Konstanten in diesem Krieg. "They cannot have a nuclear weapon", "sie dürfen keine Atombombe haben", ist eine davon. Diese einfache Art der Kommunikation entspricht nicht nur der Funktionsweise dessen, was unter der MAGA-Baseballkappe des US-Präsidenten sitzt. Sie soll wohl auch die Tatsache verschleiern, dass die USA mit dem iranischen Regime darüber verhandeln, für wie viele Jahre es seine Urananreicherung einfriert, die Trump schon im 12-Tage-Krieg im Juni 2025 völlig vernichtet haben will.

Die USA verlangten in Islamabad 20 Jahre Anreicherungsstopp, der Iran bot fünf. Der Basar ist eröffnet. Urananreicherung – oder keine Urananreicherung – mit dem nuklearen Status eines Landes gleichzusetzen, ist ohnehin hochgradig populistisch. Nicht nur, dass Urananreicherung nicht gleichbedeutend mit einem Atomwaffenprogramm ist. Es gibt auch andere Pfade zur Nuklearbewaffnung, jene mit Plutonium. Die Uranbombe ist die Atombombe des armen Mannes.

 
Die Straße ist offen – die Versicherungspolice nicht – Europa trifft sich – der Heimweg in die Ungewissheit
Tausende Autos stehen Freitagmorgen in einer Schlange, die sich kilometerlang über die Küstenstraße nach Süden zieht. Auf den Dächern Matratzen, in den Kofferräumen das, was von einem Leben übrig geblieben ist. Die Qasmiyeh-Brücke über den Litani-Fluss, einen Tag zuvor von einem israelischen Luftangriff beschädigt, ist notdürftig repariert worden – eine Spur, durch die alles muss. Mehr als eine Million Menschen wurden während dieses Krieges aus dem Süden des Landes vertrieben. Viele von ihnen fahren jetzt zurück, obwohl die libanesische Armee und Hisbollah beide davor gewarnt haben. In Jibsheet finden Rückkehrer eingestürzte Häuserblöcke, Betonbrocken auf den Straßen, verbogene Aluminiumläden, herabhängende Stromleitungen.

In Haret Hreik hat Israel in den vergangenen sechs Wochen 62 Mal eingeschlagen, sagt der stellvertretende Bürgermeister Sadek Slim. 26 Gebäude wurden vollständig zerstört. Im Krankenhaus Al-Najda al-Shaabiya in Nabatiyeh lagen bis eine Stunde nach Inkrafttreten des Waffenstillstands noch Verwundete. Mahmoud Sahmarani, 33 Jahre alt, linkes Auge zugeschwollen, Kopf bandagiert, sagt vom Krankenbett aus, er sei vor die Tür gegangen, um Kohle für eine Wasserpfeife zu kaufen, als ein israelischer Angriff seinen Vater und seinen Cousin tötete, während sie Kartoffeln schälten. Sein fünfstöckiges Wohnhaus ist Trümmer. Seine Familie hat kein Dach mehr. Das libanesische Gesundheitsministerium meldet für Donnerstag allein 98 Tote – den schwersten Tag seit Kriegsbeginn am 2. März. Die Gesamtzahl der Getöteten liegt bei 2.294, darunter 274 Frauen und 177 Kinder.

 
Ein unter pakistanischer Flagge fahrender Tanker, die Shalamar, war heute der erste Rohöltanker, der die Straße von Hormus passierte, seit die US-Blockade am Montag in Kraft trat.

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Mehrere Schiffe nähern sich der Straße von Hormus und drehen wieder ab. Alexis Ellender vom Analyseunternehmen Kpler spricht von mindestens zehn Fällen. Ob sie angewiesen wurden oder selbst entschieden haben, bleibt offen. Klar ist nur, dass sie nicht weiterfahren.


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Neue Hoffnung auf Einigung im Iran-Krieg
Nach der Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe durch den Iran am Freitag steigt die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs. US-Präsident Donald Trump zeigte sich zuversichtlich, dass es „bald“ zu einer Einigung kommt. Größter Knackpunkt bleibt das Atomprogramm, doch da gibt es Unstimmigkeiten: Während die USA erwarten, dass der Iran sein angereichertes Uran abgibt, dementierte Teheran diese Idee umgehend.

Die USA würden das angereicherte Uran im Iran sicherstellen und in die USA bringen, sagte Trump am Freitag. Die USA würden „den ganzen Atomstaub bekommen“, schrieb er auch auf seiner Plattform Truth Social. Damit bezog er sich auf die US-Angriffe auf iranische Atmoanlagen im Juni 2025. Er bekräftigte, der Iran werde im Rahmen eines möglichen Abkommens kein Geld erhalten. Er glaube, dass ein Ende des Iran-Kriegs „bald“ komme, so Trump gegenüber Reuters.

Teheran reagierte umgehend. Der Transfer von angereichertem Uran in die USA ist für den Iran nach offiziellen Angaben „nie eine Option“ gewesen, teilte das iranische Außenministerium mit. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge: „Der Transfer von Uran in die USA war nie eine Option und stand auch nicht zur Debatte.“

 
Von Hormus bis Taiwan: die Meerengen, die Kriege entscheiden
Der Krieg im Iran zeigt, wie abhängig die Weltwirtschaft von wichtigen Seewegen ist. Doch Hormus ist bei weitem nicht die einzige Meerenge, deren Blockade die Welt lähmen kann. Ein Überblick.

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Es ist ein Nadelöhr für den Export von Öl und Gas aus dem Golf in alle Welt. Irans Regime sperrte wochenlang die Straße von Hormus, die USA wollen den Iranern die Kontrolle über den wichtigen Seeweg mit einer Gegenblockade entreißen. Jetzt heißt es aus Teheran, dass die Wasserstraße zumindest für die Zeit der Waffenruhe im Libanon für alle Schiffe vorerst wieder offen sei.


Für den Reserveoffizier der deutschen Marine und Experten für maritime Sicherheit, Moritz Brake, ist die angekündigte US-Gegenblockade eine „sinnvolle Entscheidung“. „Die USA können damit die Möglichkeit des Iran einschränken, sich mit kriegswichtigen Gütern zu versorgen, oder mit Exporten Geld zu verdienen, um den Krieg zu finanzieren“, sagt der Gründer und Geschäftsführer der Beratungsfirma Nexmaris und Senior Fellow des Centers for Advanced Security, Strategic and Integration Studies CASSIS an der Uni Bonn, zur „Presse“.

Der Iran verlangte von Schiffen eine Maut von zwei Millionen Dollar für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die USA könnten gegen Reedereien, die darauf eingehen, Sanktionen verhängen, meint Brake. „Da Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft werden, gilt jeder, der dieses Schutzgeld zahlt, als Unterstützer einer Terrororganisation.“

Die Straße von Hormus habe eine besondere Bedeutung, da es für die Schifffahrt hier keine Alternative gibt, schildert der Experte für maritime Sicherheit. „Es gibt nur einen Ausgang aus dem Golf.“ Und an der Blockade der Straße von Hormus zeige sich, dass „die Einschläge auf maritime Infrastruktur“ dichter werden. „Wir merken immer mehr, wie abhängig wir davon sind.“

 

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