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Iran News....

Mögliche „Risse“ im Regime
Unklare Machtstrukturen in Teheran
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag (Ortszeit) die Waffenruhe mit dem Iran überraschend auf unbestimmte Zeit verlängert. Die Verhandlungen unter Vermittlung Pakistans hängen trotzdem in der Luft. Eine klare Antwort aus Teheran gab es nicht. Die USA und Israel vermuten Risse in der iranischen Führungsstruktur. Tatsächlich scheint aktuell unklar, wer in Teheran die letzten Entscheidungen trifft.

Die USA und der Iran hatten am vorletzten Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad die ersten Verhandlungen ÜBER eine dauerhafte Waffenruhe geführt und nach 21 Stunden wegen zu großer Differenzen wieder abgebrochen.

Ob und wann weiterverhandelt wird, ist unklar. Zur Verlängerung der Waffenruhe äußerte sich die iranische Führung noch nicht. Die Revolutionsgarde erklärte, die iranischen Streitkräfte befänden sich weiter am „Höhepunkt der Bereitschaft“.

Schweigen aus Teheran
Trump hatte Teheran in seinem Onlinenetzwerk Truth Social am Dienstag ausgerichtet, er warte auf einen „geeinten Vorschlag“ für die Beendigung des Krieges. An der Blockade der Straße von Hormus hielt er fest. US-Vizepräsident JD Vance sei bereit zur Abreise nach Pakistan gewesen, berichtete der US-TV-Sender CNN, aber aus Teheran habe es eben keine Reaktion gegeben. Trump sprach von einer „zersplitterten“ iranischen Führung.

 
Sechs Monate Stillstand auf See – wie Minen die Straße von Hormus zur Dauerkrise machen
Die Zahl steht im Raum und verändert alles. Bis zu sechs Monate könnte es dauern, die Straße von Hormus von Seeminen zu befreien. Diese Einschätzung wurde dem Kongress in einer vertraulichen Unterrichtung des Pentagon mitgeteilt. Sie macht deutlich, dass die wirtschaftlichen Folgen dieses Krieges weit über ein mögliches Ende der Kampfhandlungen hinausreichen können. Selbst wenn ein Abkommen erreicht wird, bleiben Risiken bestehen, die den globalen Energiemarkt noch lange unter Druck halten. Die Einschätzung wurde Mitgliedern des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses präsentiert. Mehrere mit dem Briefing vertraute Personen berichten, dass sowohl Demokraten als auch Republikaner frustriert auf den Zeitrahmen reagierten. Die Aussicht, dass sich die Situation über Monate hinzieht, bedeutet, dass Benzin- und Ölpreise selbst nach einem Waffenstillstand hoch bleiben könnten.

Der politische Effekt in den Vereinigten Staaten ist bereits spürbar. Donald Trump hatte den Krieg begonnen und dabei wiederholt versprochen, die USA aus militärischen Verstrickungen im Ausland herauszuhalten. Aktuelle Umfragen zeigen jedoch, dass diese Entscheidung in der Bevölkerung auf Ablehnung stößt. Gleichzeitig ist seine politische Basis gespalten, während die Zwischenwahlen im November näher rücken. Nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium hat Iran mindestens zwanzig Minen in und um die Meerenge platziert. Einige davon wurden offenbar per GPS gesteuert ausgebracht, andere von kleinen Booten verlegt. Diese Kombination erschwert die Aufklärung erheblich, da ein Teil der Minen während des Einsatzes kaum erfasst werden kann. Gleichzeitig gibt es Hinweise, dass Iran selbst nicht mehr alle verlegten Minen lokalisieren kann.

 
Europa ist stärker am Iran-Krieg beteiligt als viele denken
Trump droht den europäischen „Feiglingen“ immer wieder mit einem Abzug von US-Soldaten. Das Paradoxe: „Ohne die Stützpunkte in Europa wäre der Iran-Krieg in dieser Form gar nicht möglich“, sagt Experte Gustav Gressel.

Als der Krieg in den Iran kam, wurde in tausenden Kilometern Entfernung die Geburtshilfe ausgesetzt. Werdende Mütter wurden im deutschen Landstuhl nicht mehr aufgenommen, weil sich das größte US-Militärspital jenseits der Landesgrenzen wieder seiner „Hauptaufgabe“ zuwenden müsse, wie es in einem Schreiben hieß. Also der Versorgung von Soldaten. Schon zuvor deutete sich am Himmel über Deutschland und Europa an, dass Trump einen neuen Krieg im Nahen Osten anzetteln könnte. Militäranalysten wie Gustav Gressel fiel auf, dass sich die USA trotz der transatlantischen Reibereien mit zahlreichen Fliegern an einer Nato-Verlegeübung beteiligten. Heute ist klar: Unter dem Deckmantel des Manövers wurden Flugzeuge für die Operation „Epic Fury“ nach Europa vorverlegt.

Das Paradoxe an der Debatte über US-Truppenabzüge aus Europa: Gerade der Iran-Krieg zeigt, dass die Amerikaner Europa brauchen. Oder wie es Gressel gegenüber der „Presse“ formuliert: „Ohne die Stützpunkte in Europa wäre der Iran-Krieg in dieser Form gar nicht möglich.“

Hier läuft alles zusammen
Denn der Alte Kontinent ist nicht nur Tankstelle, Munitionslager und Lazarett für diesen und frühere US-Kriege im Nahen Osten und in Teilen Afrikas. In Europa befinden sich auch zentrale Führungs- und Kommandostrukturen. Und hier läuft die Kommunikation zusammen. Drohnenangriffe im Iran-Krieg werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch über den riesigen US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein im deutschen Rheinland-Pfalz abgewickelt. Im Afghanistan-Krieg zum Beispiel war das so: Die Drohnen wurden zwar von US-Soldaten in Florida fernbedient, aber das Signal dann via Glasfaserkabel ins deutsche Ramstein übertragen und von dort erst auf Satelliten geleitet, wie Militäranalyst Markus Reisner ausführt. Warum? Würde man das Signal direkt von den USA auf einen Satelliten übertragen, ließen sich die Drohnen nur mit mehreren Sekunden Verzögerung steuern. Deshalb der Umweg über Ramstein. Auch die Weltraumüberwachung der Amerikaner hängt von einem globalen Netz an Stationen ab – „und viele davon sind in Europa“, sagt Experte Gressel.

 
Islamabad wartet, Washington zögert, Teheran blockiert – und niemand geht den letzten Schritt
Islamabad – Die Reise war geplant, die Bühne vorbereitet, der Moment greifbar. Dann zieht Iran seine Unterhändler zurück. In Washington wird die geplante Entsendung von JD Vance nach Pakistan gestoppt. Was als nächste Gesprächsrunde gedacht war, bricht kurz vor Beginn weg. Zurück bleibt eine Stadt, die auf etwas wartet, das nicht kommt. In Islamabad ist die Spannung nicht mehr laut. Sie liegt in leeren Straßen, in abgesperrten Zufahrten, in einem Sicherheitsapparat, der bleibt, obwohl niemand sagen kann, ob er gebraucht wird. Behörden halten die Maßnahmen aufrecht, weil es einfacher ist, sie nicht abzubauen, als sie später wieder hochzufahren. Für die Menschen vor Ort bedeutet das einen Alltag, der nicht mehr funktioniert.

Viele Cafés müssen mit ansehen, wie die Kunden ausbleiben. Sechzig Prozent weniger seit Sonntag. Büroangestellte kommen nicht mehr durch, Geschäftsreisende bleiben weg. Ein einzelner bewaffneter Wachposten reicht, um zu zeigen, wie ernst die Lage genommen wird. In Supermärkten im Zentrum bleiben die Lieferungen aus. Lastwagen kommen nicht mehr in die Stadt. Noch sind die Regale gefüllt, aber das kann sich schnell ändern. Über allem steht die Energiefrage. Pakistan ist abhängig von Lieferungen, die durch die Straße von Hormus laufen. Flüssiggas aus Katar, Diesel aus Kuwait, Rohöl aus Abu Dhabi. Gleichzeitig steigen die Preise, Stromausfälle gehören zum Alltag. Die wirtschaftliche Belastung ist längst spürbar, noch bevor eine Entscheidung gefallen ist.

Politisch bleibt alles offen. Donald Trump hat den Waffenstillstand verlängert und lobt Pakistan für seine Vermittlung. Asim Munir und Shehbaz Sharif stehen im Zentrum dieser Bemühungen, getragen von einer Beziehung zu Washington, die in den vergangenen Monaten gewachsen ist. Pakistan hat sich als Vermittler positioniert und dafür internationale Anerkennung bekommen. Doch Anerkennung ersetzt keine Einigung. Teheran sieht das anders. Masoud Pezeshkian erklärt, Iran sei weiterhin gesprächsbereit, wirft den USA aber vor, die Grundlage für echte Verhandlungen selbst zu untergraben. Die Blockade iranischer Häfen gilt dort als Bruch der Vereinbarungen. Solange sie besteht, sieht sich Teheran nicht gebunden.

 
Straße von Hormus: Teheran meldet erste Mauteinnahmen
Teheran hat laut einem hochrangigen Vertreter erstmals Einnahmen aus seinen für die Durchfahrt der blockierten Seestraße von Hormus erhobenen Gebühren erhalten.

„Die ersten Einnahmen aus den Mautgebühren für die Straße von Hormus wurden auf das Konto der Zentralbank eingezahlt“, sagte Vizeparlamentspräsident Hamid-Resa Hadschi Babai nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim und weiterer iranischer Medien heute.

US-Streitkräfte entern sanktioniertes Schiff
Aus den USA hieß es, dass US-Streitkräfte ein sanktioniertes Schiff im Indischen Ozean enterten, das Öl aus dem Iran transportiert habe.

 
Im Morgengrauen vollstreckt – der Tod hat in Iran keinen Ort mehr, nur noch ein Datum
Sultanali Shirzadi Fakhr ist tot. Das ist alles, was man mit Sicherheit sagen kann. Den Rest liefert ein System, das seit Jahrzehnten gelernt hat, Urteile so zu formulieren, dass keine Frage mehr übrig bleibt, die man stellen dürfte. Morgengrauen des 23. April. Bestätigt vom Obersten Gericht. Vollstreckt. Kein Ort. Kein Zeuge. Kein Raum für das, was zwischen einem Menschen und seinem letzten Moment liegt. Die Nachricht kommt knapp, fast kühl, und doch steckt in dieser Kürze die ganze Härte eines Systems, das gelernt hat, dass weniger Worte weniger Angriffsfläche bieten.

Die Mizan News Agency, Sprachrohr der iranischen Justiz, gibt die Meldung heraus. Mitgliedschaft in der Mojahedin-e Khalq Organization. Zusammenarbeit mit israelischen Geheimdiensten. Feindschaft gegen Gott – Moharebeh. Begriffe, die in dieser Sprache wie Türen funktionieren, die man von innen zuschlägt, bevor jemand von außen anklopfen kann. Die Behörden beschreiben einen Mann, der sich in den 1980er Jahren der Organisation angeschlossen habe, ins Ausland gegangen sei, militärische Ausbildung erhalten und an Operationen wie Forough Javidan und Chelcheragh teilgenommen habe. Jahrzehnte später sei er unter dem Vorwand eines Familienbesuchs zurückgekehrt – mit einem Auftrag, so der Vorwurf, im Dienst ausländischer Geheimdienste. Festnahme bei der Einreise. Verfahren. Urteil. Eine Geschichte, die so gebaut ist, dass sie keine andere neben sich duldet.

Doch genau hier beginnt die Geschichte, nach eigenen Recherchen, zu haken, und das auf eine Art, die man nicht übersehen kann, wenn man genau liest. Sultanali Shirzadi Fakhr wird von der Justiz als ehemaliges Mitglied der Mojahedin-e Khalq Organization beschrieben, einer Organisation, die nach der Revolution 1979 bewaffnet gegen die Führung in Teheran vorging und sich im Irak militärisch organisierte. In diesem Zusammenhang fallen die Operationen Chelcheragh und Forough Javidan aus dem Jahr 1988 – Angriffe von irakischem Gebiet aus auf iranische Ziele, die bis heute als Zusammenarbeit mit dem damaligen Kriegsgegner gewertet werden und die in der iranischen Justizsprache als Verrat gelten, unabhängig davon, wie lange sie zurückliegen und unter welchen Umständen sie stattfanden. Sein Name taucht zudem im Umfeld des Lagers Camp Ashraf auf, dem zentralen Stützpunkt der Organisation im Irak, wo es 2011 bei der Räumung durch irakische Kräfte zu gewaltsamen Zusammenstößen kam und er laut Behörden verletzt worden sein soll. Danach verliert sich seine Spur, taucht nach intensiver Recherche erst Jahre später wieder auf, diesmal in Europa, konkret in Spanien, wo er gelebt hat. Von dort aus trat er sein Reise in den Iran an, um seinen Vater Shirali zu sehen. Genau an diesem Punkt endet jede Nachvollziehbarkeit.

 
Iranischer Angriff: Kroatische Seeleute auf gekaperten Schiffen (VIDEO)
In einem der meistbefahrenen Meereskorridore der Welt geraten zwei kroatische Seeleute ins Zentrum eines geopolitischen Zwischenfalls.

Nach iranischen Angaben waren insgesamt drei Frachtschiffe von dem Zwischenfall betroffen. Neben der MSC Francesca und der Epaminondas, die laut Teheran beschlagnahmt und an die iranische Küste gelotst wurden, sei auch ein Containerschiff namens Euphoria attackiert worden. Die iranische Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte die Namen der Schiffe, während der Trackingdienst Vesselfinder weitere Details zu ihren Routen und Flaggen lieferte.

Demnach fährt die Epaminondas unter der Flagge Liberias und war von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs. Die MSC Francesca fuhr zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens unter panamaischer Flagge; iranische Stellen ordneten das Schiff Israel zu. Die Euphoria soll sich laut iranischen Angaben in griechischem Besitz befinden. In allen drei Fällen sollen sich die Besatzungsmitglieder in Sicherheit befinden.

Kontakt mit Angehörigen
Zwei kroatische Seeleute befinden sich unter den Besatzungsmitgliedern eines Schiffes, das iranische Streitkräfte in der Straße von Hormus festgesetzt haben. Das kroatische Außen- und Europaministerium bestätigte den Vorfall gegenüber dem Staatssender HRT. Demnach wurde das Frachtschiff MSC Francesca im Zuge einer Operation des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) abgefangen.

Die zuständigen Behörden in Zagreb reagierten umgehend. Wie das Ministerium mitteilte, wurden die diplomatischen und konsularischen Dienste sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls aktiv, um die genauen Umstände zu klären. Man stehe in engem Kontakt mit den Angehörigen der betroffenen Seeleute sowie mit den zuständigen kroatischen und internationalen Stellen.

 
Gab es in der islamischen Welt (abseits der Linken) jemals anti-islamischere Leute als die Pahvali-Anhänger? :mrgreen:
Wenn die an die Macht kommen, werden Iraner und Israelis zusammen anstoßen, da bin ich mir sicher.

Ob den Golf-Arabern das lieber wäre als die Mullahkratie?
Historisch gesehen sind sie, Perser und Juden, ohnehin eher Freunde gewesen.

Auch wenn es irgendwie befremdlich wirkt wenn die oppositionellen Iraner weitere Bombardierungen fordern, wird es letzten Endes kaum anders möglich sein die Mullahs loszuwerden.
 
Explosionen in Teheran: Israel dementiert Angriff
Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe mit den USA sind in Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran Medienberichten zufolge Explosionen zu hören gewesen. Iranische Agenturen berichteten gestern Abend über die Aktivierung der Luftabwehr.

Das sei im Zusammenhang mit der Sichtung kleiner Drohnen an verschiedenen Orten im Iran gestanden, berichtete die Agentur Fars. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldete, dass „das Geräusch von Luftabwehrfeuer“ zu hören gewesen sei.

Die Nachrichtenagentur Mehr teilte mit, das Abwehrsystem sei in mehreren Teilen der Hauptstadt gegen „feindliche Ziele“ aktiviert worden.

Israel will Chamenei-Dynastie eliminieren
Israelische Sicherheitskreise erklärten, dass Israel den Iran derzeit nicht angreife. „Israel greift den Iran im Moment nicht an“, hieß es am Abend aus den Sicherheitskreisen.

 
Dritter US-Flugzeugträger in Nahost-Region eingetroffen
Fast zwei Monate nach Beginn des Iran-Krieges haben die USA einen dritten Flugzeugträger in die Region verlegt. Die „USS George H. W. Bush“ habe im Indischen Ozean den Verantwortungsbereich des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos (Centcom) erreicht, teilte Centcom gestern auf der Onlineplattform X mit.

Zuvor hatten die USA bereits die Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ und „USS Abraham Lincoln“ in die Region verlegt.

Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran auf vorerst unbestimmte Zeit verlängert. Die Waffenruhe gelte so lange, bis der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlege und „die Gespräche in der einen oder anderen Form abgeschlossen werden“, sagte Trump.

 
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