15-Jähriger wegen IS-Propaganda verurteilt
Ein 15-jähriger IS-Anhänger aus Wien ist rechtskräftig zu acht Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Er hat IS-Propaganda auf TikTok und Snapchat verbreitet – trotz persönlicher Warnung durch den Verfassungsschutz.
Unmittelbar nachdem ihn Beamte des Verfassungsschutzes aufgesucht und im Sinn der Extremismusprävention belehrt hatten, postete ein 15-jähriger Anhänger der radikalen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf TikTok einen abschätzigen Beitrag, in dem er Bezug auf den Besuch nahm.
Hinweis aus Deutschland führte auf Spur
„Der VVS (gemeint: Verfassungsschutz, Anm.) war heute bei mir“, berichtete der 15-Jährige. Fünfmal am Tag beten sei „zu radikal“, habe man ihm erklärt. Er werde „nicht aktiv“ sein. Aus seiner Gesinnung machte er in dem Posting keinen Hehl. „Ungläubigen“ wünschte der Jugendliche sinngemäß die Vernichtung und verkündete, diese würden „zur Rechenschaft gezogen“.
Auf den Burschen war man nach einem Hinweis des deutschen Bundeskriminalamts gestoßen. Bei einem Onlinemonitoring war Spezialisten dessen TikTok-Account aufgefallen, auf dem sich bedenkliche, den IS glorifizierende Inhalte fanden. Sie meldeten das den österreichischen Behörden, die den Burschen damit konfrontierten. Ein Ermittlungsverfahren wegen terroristischer Vereinigung und krimineller Organisation wurde eingeleitet.
Ein 15-jähriger IS-Anhänger aus Wien ist rechtskräftig zu acht Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Er hat IS-Propaganda auf TikTok und Snapchat verbreitet – trotz persönlicher Warnung durch den Verfassungsschutz.
wien.orf.at