Erste erfolgreiche Angriffe auf PHP-Lücken, Großteil aller Server noch immer ungeschützt
Selbst bei aktuellen PHP-Versionen teilweise erst die Hälfte aller Systeme aktualisiert. Österreich schneidet deutlich besser als der weltweite Schnitt ab
Deutlicher können die Warnungen eigentlich nicht mehr sein. Als vor knapp einer Woche zwei kritische Sicherheitslücken in der für Webanwendungen viel genutzten Programmiersprache PHP bekannt wurden, gab es von Expertinnen und Experten unmissverständliche Ratschläge: Entweder die betreffenden Server umgehend aktualisieren oder sie aus Sicherheitsgründen vom Netz nehmen, bis man den Update-Prozess abgeschlossen hat. Ansonsten sei es nur eine Frage der Zeit, bis sich Angreifer auf den eigenen Servern breit machen, und damit Zugriff auf all die dort gespeicherten Daten zu erhalten.
Eine Empfehlung, die angesichts der weiten Verbreitung von PHP-basierten, keineswegs überzogen war. Rund 70 Prozent aller im Internet aktiven Webseiten nutzen PHP, so bildet die Programmiersprache etwa die Basis für Wordpress. Und doch scheint die Warnung bis heute bei vielen nicht angekommen zu sein, das legen zumindest Zahlen des Sicherheitsdienstleisters Censys nahe. Zeichnen diese doch einen ernüchternden Stand zur Aktualisierung gefährdeter Systeme. Das könnte sich rächen, denn nachdem manche sich bereits in Sicherheit gewogen haben, gehen nun offenbar die ersten erfolgreichen Angriffe los.
Deprimierende Realität
Zunächst zu den Zahlen: Stand Dienstagmittag (MESZ) waren weltweit bis zu drei Viertel aller mit PHP laufenden Server nicht geschützt. In konkreten Zahlen heißt das, dass von 42,7 Millionen Servern, die am 21. Oktober als verwundbar identifiziert wurden, gerade einmal etwas mehr als 10 Millionen gesichert entsprechende Updates erhalten haben. Und die Update-Rate ist zuletzt deutlich abgeflacht, innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden gerade etwas mehr als 250.000 Server auf den aktuellen Stand gebracht.
Selbst bei aktuellen PHP-Versionen teilweise erst die Hälfte aller Systeme aktualisiert. Österreich schneidet deutlich besser als der weltweite Schnitt ab
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