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IT Nachrichten

China beschränkt Export gewisser KI-Technologien
China will den Export von 23 Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) künftig strenger kontrollieren. Das geht aus einem heute vom Handelsministerium in Peking veröffentlichten Vorschlag hervor.

Betroffen sind unter anderem KI-Modelle, intelligente Agenten und Computercluster. Der Zugriff auf chinesische KI-Modelle über Programmierschnittstellen (APIs), Webseiten oder Apps soll jedoch ausgenommen bleiben.

Diese Unterscheidung könnte es chinesischen Entwicklern wie DeepSeek und Alibaba weiterhin ermöglichen, international zu expandieren. Die Regierung erhält aber eine größere Kontrolle über den Transfer sensibler KI-Technologie ins Ausland.

Missbrauch soll verhindert werden
Mit dem Schritt will Peking nach eigenen Angaben den Missbrauch von KI-Technologien verhindern. Die Kontrollen sollten teilweise dazu dienen, den Einsatz von Systemen zu unterbinden, die eigenständig Schadsoftware zur Bedrohung kritischer Infrastruktur und nationaler Sicherheit entwickeln können, teilte das Ministerium mit.

 
Streitfall Smartbrillen: Schummel-Tool, Spionagegerät – oder doch medizinisches Hilfsmittel?
Der Fall eines Schülers mit Smartbrille hat für Aufruhr gesorgt. Experten warnen davor, die Geräte pauschal zu verteufeln. Blinden Menschen können sie helfen, bei ADHS fehle aber die Evidenz

In Norwegen sollen sie künftig an bestimmten Orten verboten werden. In Deutschland brachte die Organisation HateAid ihretwegen eine Strafanzeige gegen die Facebook-Mutter Meta ein. Und in Österreich scheint die Debatte über sie erst vergangene Woche so richtig aufgeschlagen zu sein: Smartbrillen – und der Umgang damit.

Auslöser war der Fall an einem Wiener Gymnasium, über den der STANDARD berichtete: Ein Schüler wollte – trotz Interventionen der Schule – seine Smartbrille nicht ablegen. Seit Dezember kam der Bursche mit dem kamera- und mikrofonbestückten Gerät in den Unterricht.

Laut der Obfrau des Elternvereins der Schule führte dies zu einem "ständigen Gefühl der Überwachung". Weder eine Änderung der Hausordnung noch mehrmalige Suspendierungen konnten den Schüler vom Tragen der Brille abhalten. Als er schlussendlich der Schule verwiesen wurde, klagten seine Eltern – und bekamen Recht.

 
Gravierende Sicherheitslücke bedroht weltweit Websites
Eine neu entdeckte, schwerwiegende Sicherheitslücke bringt weltweit das Fundament zahlreicher Websites und Onlinedienste ins Wanken. Betroffen ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert – von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress.

Wie unter anderem das IT-Sicherheitsunternehmen Huntress, das Computer Emergency Response Team (CERT) des deutschen Bundes sowie das offizielle PHP-Sicherheitsteam heute berichteten, handelt es sich um eine akute Notfallsituation, die Betreiber von Websites in aller Welt zu schnellem Handeln zwingt.

Fehler ermöglicht vollständige Übernahme
Unter dem Namen „PHP2Shell“ warnen Fachleute vor gleich zwei kritischen Schwachstellen im Kern der Programmiersprache, die unter den offiziellen Registriernummern CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 geführt werden.

 
„PHP2Shell“
Sicherheitslücken bedrohen Websites
Zwei am Mittwoch einer großen Öffentlichkeit bekanntgewordene schwere Sicherheitslücken mit großem Schadpotenzial haben weltweit für Aufregung gesorgt. Zahlreiche Institutionen schalteten vorsorglich ihre Websites ab. Betroffen ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP. Die Entwickler kündigten bereits an, dass eine neue Version zur Behebung der Sicherheitslücken verfügbar sei. Sie appellierten an alle Nutzer und Nutzerinnen, das Update sofort durchzuführen.

Neben Regierungswebsites in vielen Teilen der Welt waren auch viele Institutionen wie Universitäten nicht über ihre Website erreichbar. In Österreich wurden einige Seiten vorübergehend vom Netz genommen, darunter jene der Uni Wien, TU Wien und der „Niederösterreichischen Nachrichten“ (NÖN).

Ein großer Teil des gesamten Internets – von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systeme wie WordPress – basiert auf der verbreiteten Programmiersprache PHP.

Schätzungen von Fachleuten zufolge werden allein mit WordPress weltweit zwischen 400 und 500 Millionen Websites betrieben. Auf PHP setzen aber auch andere populäre Content-Management-Systeme auf, zum Beispiel Moodle, Joomla!, Typo3 und Drupal.

Schwachstelle durch KI entdeckt
Nach Angaben aus dem Weißen Haus wurde die US-Regierung über PHP-Sicherheitslücken bereits vergangenen Freitag informiert. Es würden derzeit Auswirkungen auf Regierungssysteme und kritische Infrastruktur geprüft. Aufgedeckt wurden die Lücken mit künstlicher Intelligenz (KI) von OpenAI durch Cybersicherheitsforscher der Unternehmen Calif und Wiz.

 
Die Sicherheitslücken bei Software werden noch viel schlimmer werden
Fortschritte bei KI stärken sowohl Angreifer als auch Verteidiger. Die entscheidenden Fehler bei der Programmiersprache PHP wurden aber viel früher gemacht

Große Webseiten, die einfach mal so Teile ihres Angebots deaktivieren. Andere, die gleich ganz offline gehen. Was sich aktuell rund um zwei kritische Sicherheitslücken in der für Webanwendungen viel genutzten Programmiersprache PHP abgespielt hat, ist bemerkenswert. Oder eher: Besorgniserregend. Denn es handelt sich dabei um keinen einmaligen Ausreißer, sondern um einen Vorgeschmack auf eine neue Normalität. Eine, die ebenso viel mit aktuellen Fortschritten im Bereich der "Künstlichen Intelligenz" zu tun hat wie den Sünden der Vergangenheit.

Es ist eine Realität, über die man in der Branche nicht so gerne spricht: Jedes Stück ausreichend komplexer Software ist voller Sicherheitslücken – wir haben sie nur noch nicht gefunden. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, sie reichen von der Nutzung veralteter Technologien über das jahrzehntelange Mitschleppen von Code, bei dem niemand mehr so richtig weiß, wie er funktioniert. Aber auch dem Umstand, dass es sich dabei oft um sehr simple Fehler handelt, die für menschliche Augen schwer zu entdecken sind.

Falsche Entscheidungen
Nun ist all das wahrlich kein Geheimnis. Mit ausreichend Interesse hätte man es also ändern können. Mehr Geld für IT-Sicherheit in die Hand nehmen können, wichtige Projekte stärken, manches gar ganz neu schreiben. Das wäre sinnvoll, das wäre vernünftig gewesen – aber ohne akute Bedrohung natürlich undenkbar. Solange nichts passiert, gibt es kein Budget, so die Denkweise in vielen Chefetagen.

 
Erste erfolgreiche Angriffe auf PHP-Lücken, Großteil aller Server noch immer ungeschützt
Selbst bei aktuellen PHP-Versionen teilweise erst die Hälfte aller Systeme aktualisiert. Österreich schneidet deutlich besser als der weltweite Schnitt ab

Deutlicher können die Warnungen eigentlich nicht mehr sein. Als vor knapp einer Woche zwei kritische Sicherheitslücken in der für Webanwendungen viel genutzten Programmiersprache PHP bekannt wurden, gab es von Expertinnen und Experten unmissverständliche Ratschläge: Entweder die betreffenden Server umgehend aktualisieren oder sie aus Sicherheitsgründen vom Netz nehmen, bis man den Update-Prozess abgeschlossen hat. Ansonsten sei es nur eine Frage der Zeit, bis sich Angreifer auf den eigenen Servern breit machen, und damit Zugriff auf all die dort gespeicherten Daten zu erhalten.

Eine Empfehlung, die angesichts der weiten Verbreitung von PHP-basierten, keineswegs überzogen war. Rund 70 Prozent aller im Internet aktiven Webseiten nutzen PHP, so bildet die Programmiersprache etwa die Basis für Wordpress. Und doch scheint die Warnung bis heute bei vielen nicht angekommen zu sein, das legen zumindest Zahlen des Sicherheitsdienstleisters Censys nahe. Zeichnen diese doch einen ernüchternden Stand zur Aktualisierung gefährdeter Systeme. Das könnte sich rächen, denn nachdem manche sich bereits in Sicherheit gewogen haben, gehen nun offenbar die ersten erfolgreichen Angriffe los.

Deprimierende Realität
Zunächst zu den Zahlen: Stand Dienstagmittag (MESZ) waren weltweit bis zu drei Viertel aller mit PHP laufenden Server nicht geschützt. In konkreten Zahlen heißt das, dass von 42,7 Millionen Servern, die am 21. Oktober als verwundbar identifiziert wurden, gerade einmal etwas mehr als 10 Millionen gesichert entsprechende Updates erhalten haben. Und die Update-Rate ist zuletzt deutlich abgeflacht, innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden gerade etwas mehr als 250.000 Server auf den aktuellen Stand gebracht.

 
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