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Nachrichten Argentinien

Ermittlungen gegen Argentiniens Milei wegen Kryptoskandal
Nach dem Skandal um die Kryptowährung $LIBRA hat die argentinische Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den ultraliberalen Präsidenten Javier Milei und eine Reihe von Unternehmern eingeleitet. Zunächst würden Informationen gesammelt und Beweise sichergestellt, berichtete die Zeitung „La Nacion“ gestern unter Berufung auf die Ermittlungsbehörde.

Eine Spezialeinheit für Cyberkriminalität wurde hinzugezogen. Milei könnte sich des Amtsmissbrauchs, Betrugs und der Unterschlagung schuldig gemacht haben. Dem Staatschef wird vorgeworfen, in den sozialen Netzwerken die Kryptowährung beworben zu haben, deren Wert nur Stunden später einbrach. Anleger verloren Schätzungen zufolge über 200 Millionen US-Dollar (circa 191 Mio. Euro).

 
Argentinien: Fußball-Ultras demonstrieren mit Pensionisten und Linken gegen Mileis Sparpolitik
Bei der Demonstration in Buenos Aires kam es zu 150 Festnahmen, mehrere Verletzte mussten versorgt werden. Pensionisten trifft das Sparpaket von Präsident Milei besonders stark

Buenos Aires – Bei Protesten gegen niedrige Pensionen haben sich Demonstranten und Polizisten in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires heftige Auseinandersetzungen geliefert. Die Polizei feuerte Tränengas und Gummigeschosse auf die Protestierenden, die Demonstranten schleuderten Steine auf die Beamten und steckten ein Polizeiauto und mehrere Müllcontainer in Brand, wie die Zeitung La Nación berichtete. Die Polizei nahm demnach mindestens 150 Menschen fest, es gab mehrere Verletzte.

Harter Sparkurs
Zahlreiche Fußball-Ultras hatten sich Medienberichten zufolge unter die Demonstranten gemischt. Die sogenannten Barrabravas haben in Argentinien großen Einfluss und verfügen über Kontakte ins kriminelle Milieu. Auch Mitglieder verschiedener linker Gruppierungen und Gewerkschaften beteiligten sich Medienberichten zufolge an den Protesten vor dem Kongressgebäude.

 
Geheimakten aus Militärdiktatur freigegeben
Argentiniens Diktatur war eine der brutalsten Militärregierungen Südamerikas. Zehntausende Menschen wurden von 1976 bis 1983 systematisch gefoltert und getötet, bis heute gelten rund 30.000 als vermisst. Nun werden erstmals geheime Akten freigegeben, die die Rolle der Streitkräfte beleuchten. Und das gerade unter dem ultrarechten Präsidenten Javier Milei, der die Militärdiktatur in der Vergangenheit mehr als einmal verharmloste.

Seit 2006 wurden in Argentinien mehr als 1.000 Menschen wegen ihrer Taten in der Zeit der Militärdiktatur für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Und 49 Jahre nach dem Militärputsch gibt die Regierung nun auch bisher geheime Dokumente über die Rolle der Streitkräfte während der Diktatur frei. Der Geheimdienst des südamerikanischen Landes werde die Unterlagen an das Staatsarchiv übergeben, kündigte Regierungssprecher Manuel Adorni an.

 
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