
Der Schmäh mit der "Patientenmilliarde"
Die Kassenreform der türkis-blauen Koalition kommt immer mehr in die Kritik. Die "Patientenmilliarde" war immer nur ein Marketing-Gag, räumte die Ex-Gesundheitsministerin ein
Manches braucht halt seine Zeit. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass man am Schmäh gehalten wird.
Vor rund sieben Jahren hat die ÖVP-FPÖ-Koalition unter dem jungen, türkisen Kanzler beschlossen, die meisten der 21 Sozialversicherungsträger zusammenzulegen, und schritt flott zur Tat. Die Fusion sollte Effizienz bringen, Kosten sparen und das Sozialversicherungs- und Gesundheitssystem reformieren, wenn nicht gar revolutionieren.
"Wir sparen im System, wir sparen in der Verwaltung und investieren dafür bis 2023 eine zusätzliche Milliarde Euro für die Patientinnen und Patienten", versprach der türkise Bundeskanzler den p. t. Einzahlerinnen und Einzahlern das Blaue vom Himmel. Worte, mit denen die fortan vielzitierte und berühmte "Patientenmilliarde" geboren war.
Doch so richtig gut geglückt ist die Sache nicht, wie auch an dieser Stelle schon thematisiert. Die Ausgaben der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) stiegen, sie fährt ein Riesendefizit ein und muss sparen. Das Gesundheitssystem kränkelt, wird immer schwächer.
Und die "Patientenmilliarde"? Sei seit jeher ein "reiner Marketing-Gag" der ÖVP-Kommunikatoren gewesen, räumte die blaue Ex-Gesundheitsministerin im Vorjahr ein. Passt trefflich ins Bild jener türkisen Kanzlerberater, die später stolz eingestanden, sie hätten die Öffentlichkeit damals gern mit "strategisch notwendigem Unsinn (SNU)" abgelenkt.
Schmähtandler halt. (Renate Graber, 15.7.2025)
www.derstandard.at
Die Kassenreform der türkis-blauen Koalition kommt immer mehr in die Kritik. Die "Patientenmilliarde" war immer nur ein Marketing-Gag, räumte die Ex-Gesundheitsministerin ein
Manches braucht halt seine Zeit. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass man am Schmäh gehalten wird.
Vor rund sieben Jahren hat die ÖVP-FPÖ-Koalition unter dem jungen, türkisen Kanzler beschlossen, die meisten der 21 Sozialversicherungsträger zusammenzulegen, und schritt flott zur Tat. Die Fusion sollte Effizienz bringen, Kosten sparen und das Sozialversicherungs- und Gesundheitssystem reformieren, wenn nicht gar revolutionieren.
"Wir sparen im System, wir sparen in der Verwaltung und investieren dafür bis 2023 eine zusätzliche Milliarde Euro für die Patientinnen und Patienten", versprach der türkise Bundeskanzler den p. t. Einzahlerinnen und Einzahlern das Blaue vom Himmel. Worte, mit denen die fortan vielzitierte und berühmte "Patientenmilliarde" geboren war.
Doch so richtig gut geglückt ist die Sache nicht, wie auch an dieser Stelle schon thematisiert. Die Ausgaben der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) stiegen, sie fährt ein Riesendefizit ein und muss sparen. Das Gesundheitssystem kränkelt, wird immer schwächer.
Und die "Patientenmilliarde"? Sei seit jeher ein "reiner Marketing-Gag" der ÖVP-Kommunikatoren gewesen, räumte die blaue Ex-Gesundheitsministerin im Vorjahr ein. Passt trefflich ins Bild jener türkisen Kanzlerberater, die später stolz eingestanden, sie hätten die Öffentlichkeit damals gern mit "strategisch notwendigem Unsinn (SNU)" abgelenkt.
Schmähtandler halt. (Renate Graber, 15.7.2025)

Der Schmäh mit der "Patientenmilliarde"
Die Kassenreform der türkis-blauen Koalition kommt immer mehr in die Kritik. Die "Patientenmilliarde" war immer nur ein Marketing-Gag, räumte die Ex-Gesundheitsministerin ein