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Nachrichten aus Österreich

Erfolgreiche Managerinnen sind sicher keine "Trümmerfrauen"
Der Mythos, dem so mancher nachhängt, ist in vielerlei Hinsicht historisch falsch. Kampfbegriffe der Nachkriegszeit sind für aktuelle Debatten ungeeignet

Monika Sommer, Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich, und ihr Stellvertreter Stefan Benedik gehen in ihrem Gastkommentar auf das falsche Bild der "Trümmerfrauen" ein, das manche Medien aktuell benutzt haben.

In den vergangenen Tagen kursierte in einigen Medien wieder der "Trümmerfrauen"-Topos. Zuletzt war er Teil einer gesellschaftlichen Debatte, als HC Strache diesen für die erinnerungspolitischen Botschaften der FPÖ bemühte und damit geschickt zwei große Erzählungen der österreichischen Nationalgeschichte verband: den Opfer- und Wiederaufbau-Mythos.

Aktuell hat die "Trümmerfrau" als Zuschreibung für die Topmanagerinnen Ingrid Thurnher (ORF), Karin Bergmann (Salzburger Festspiele) und Martha Schultz (Wirtschaftskammer) Konjunktur. Nachdem Männer Führungsverantwortung – mehr oder weniger unfreiwillig – abgegeben haben, müssten Frauen "aufräumen". Sie, so wird suggeriert, würden erst nach Zerstörung und Chaos zum Zug kommen. Es lohnt sich, hier an die geschichtswissenschaftliche Einordnung des Begriffs "Trümmerfrauen" zu erinnern.

Die Figur der "Trümmerfrau" machte in den Jahren nach der Befreiung von der NS-Herrschaft schnell und nachhaltig Karriere. Schnell, weil sie als idealer Begriff erschien, um Vorstellungen von Unschuld und Opferbereitschaft zu verkörpern, womit das Narrativ von Österreich als erstes Opfer des NS symbolisch und emotional durch Klischees von Weiblichkeit auf den Punkt gebracht wurde.

 
Opferschutzstelle Zara die Gelder zu kappen passt ins Bild einer "Hardlinerin" Bauer
Die Beratungsstelle übernimmt in Zeiten grassierenden Online-Hasses eine wichtige demokratiepolitische Aufgabe. Doch ihre Antirassismusarbeit passt der Ministerin nicht ins Konzept

Obwohl Hass und Hetze auf sozialen Medien längst zur allgegenwärtigen Normalität des Internets mutiert ist, soll Österreich ausgerechnet jene Stelle verlieren, die seit Jahren mit weniger als zwei Dutzend Mitarbeitern Betroffenen hilft, dagegen vorzugehen. Zumindest, wenn es nach Familien- und Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) geht. Denn ihr Ressort hat der Beratungsstelle gegen Hass im Netz des Vereins Zara die Förderungen gestrichen.

Absurder Zeitpunkt
Dabei ist der Zeitpunkt kaum an Absurdität zu überbieten: Erst kürzlich bekräftigten die Koalitionspartner – darunter auch Bauers Parteikollege und Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll – wie gefährlich digitale Gewalt für die Gesellschaft ist. Man betonte, dass man kurz davor sei, Gesetzesverschärfungen im Zuge eines Nationalen Aktionsplans (NAP) gegen Gewalt an Frauen umzusetzen.

Nun steht, noch bevor Maßnahmen dieses NAPs beschlossen wurden, jene Stelle vor dem Aus, die Opfer eben dieser digitalen Gewalt unterstützt: Zara begleitet jene, die sich nicht gleich einen eigenen Anwalt leisten können, gibt ihnen rechtlichen Halt und setzt, wenn nötig, juristische Schritte. Sei es bei einer Jugendlichen, deren Ex-Freund drohte, private Bilder zu veröffentlichen; bei einem Schüler, dessen Lehrer das N-Wort nutzte; oder einer Frau, die von einem Unbekannten auf Social Media laufend Vergewaltigungsdrohungen bekommt. All das sind dokumentierte Fälle, mit denen sich Zara beschäftigt hat. Wenn es keine rechtlichen Konsequenzen gegeben hat, blieb zumindest das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden.

 
System Claudia Bauer
Integrationsministerin Claudia Bauer setzt auf einen FPÖ-affinen Kurs

Claudia Bauer (vormals Plakolm) ist Bundesministerin für Europa, Integration und Familie. Sie ist dem Bundeskanzleramt zugeordnet. Sie ist 32 Jahre jung und gilt als Nachwuchsreserve der ÖVP.

Was haben wir in der letzten Zeit von Claudia Bauer an Initiativen gehört? Hauptsächlich Einschränkendes zum Thema Integration und Asyl. Hauptsächlich Themen, von denen sie (die ÖVP) vermutet, dass man damit der FPÖ das Wasser abgraben kann.

In lustiger Erinnerung ist noch die Forderung, dass Asylwerber in den Integrationskursen zwecks besserer Integration auch regionale Dialekte und Mundarten lernen sollten. Damit das "alltagstauglicher" wird.

Weit ernsthafter
Schon weit ernsthafter dann die Forderung, "Integrationsverweigerung", also etwa das unentschuldigte Fernbleiben von Integrationskursen, durch saftige Strafen einzudämmen. Drei Jahre Haft für jemanden, der jemanden anderen zu seinem Kurs schickt oder ein Zeugnis fälscht?

Ganz konkret schließlich der Entschluss der Ministerin, dem Verein "Zara", der gegen rassistischen Hass, unter anderem im Netz, arbeitet, die Mittel zu streichen, sodass er seine Tätigkeit einstellen muss. Steigt damit Ministerin Bauer in die FPÖ-Kampagne gegen NGOs ein? Dass derlei politisch nichts bringt, ist evident, hat sich aber noch nicht bis zu Bauer durchgesprochen. (Hans Rauscher, 20.4.2026)

 
Tödlicher Busunfall: Medizinischer Notfall mögliche Ursache
In Salzburg-Itzling ist Montagmittag ein Obus frontal gegen die Glasfassade und den Eingang der Filiale einer Supermarktkette geprallt. Laut Polizei kam dabei ein 55-jähriger Passant aus der Stadt Salzburg ums Leben. Die Ermittlerteams gehen derzeit von einem medizinischen Notfall beim Buslenker aus.

Der 59-jährige Lenker erlitt vor dem Unfall dem Vernehmen nach einen Schlaganfall und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bus überfuhr einen Rad- und Gehweg und krachte durch die Haupteingangstür in das Foyer einer Billa-Plus-Filiale.

Dabei verletzte das Fahrzeug einen 55-jährigen Passanten aus Salzburg so schwer, dass er noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlag. Laut dem Roten Kreuz wurden neben dem Lenker eine weitere Person schwer und fünf Businsassen leicht verletzt. Daneben dürfte es rund 25 bis 30 weitere Unfallbeteiligte geben.

 
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:sick:

Dir ist anscheinend kein Thread zu blöd um deinen Judenhass zu verbreiten und auch kein Elsässer und sonstige "Journalisten" .
Verfassungsschutz: Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft das von Elsässer geleitete Compact-Magazin als „gesichert rechtsextremistisch“ ein. In diesem Zusammenhang wird dem Magazin und Elsässer vorgeworfen, antisemitische Verschwörungstheorien und Klischees zu verbreiten sowie Hass auf Juden zu schüren.
Publizistik und Wissenschaft: Beobachter beschreiben Elsässers Rhetorik oft als unterschwellig antisemitisch. Er nutze Chiffren und Narrative (wie die Kritik an „globalistischen Eliten“), die in der Antisemitismusforschung als moderne Formen des Antisemitismus gewertet werden
 
Pension: Frauen müssen länger arbeiten – und jetzt?
Das steigende Antrittsalter der Frauen ist die große Pensionsreform im Schatten vieler kleiner. Die Folgen für Staat und Arbeitsmarkt sind positiv, es gibt aber auch „Schatten“. Seniorenvertreter fordern mehr Begleitmaßnahmen.

Wien. Erst vergangene Woche hat die türkis-rot-pinke Regierung wieder erklärt, dass in den letzten zwei Jahrzehnten nicht so viel im Pensionsbereich weitergegangen sei wie in dieser Koalition. Anlass für das Selbstlob war das Paket für Arbeiten im Alter mitsamt Absetzbetrag für alle im Pensionsalter, die noch arbeiten. Sei es zusätzlich zur Alterspension oder noch ohne Pensionsbezug. Dazu kamen bei Türkis-Rot-Pink bisher die Einführung der Teilpension, Einschnitte bei der Korridorpension und ein sogenannter Nachhaltigkeitsmechanismus. Und freilich Kürzungen bei der Pensionsanpassung 2026 sowie die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge.

Über die größte Reform dieser Zeit wird allerdings kaum je geredet, denn beschlossen wurde sie vor drei Jahrzehnten. Seit 2024 wird das gesetzliche Frauenpensionsalter schrittweise an jenes der Männer angepasst; vereinfacht gesagt, alle sechs Monate um ein halbes Jahr. Der nächste Schritt ist ein gesetzliches Antrittsalter von 61,5 Jahren ab dem zweiten Halbjahr 2026, erreicht ist die Gleichstellung im Jahr 2033. Vor einem Jahr analysierte unter anderem Christine Mayrhuber, Wirtschaftsforscherin und Chefin der Alterssicherungskommission, in der „Presse“, dass die Erhöhung zwar „kein Selbstläufer“ sei, aber durchwegs „positive Effekte“ habe.

 
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