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Nachrichten aus Österreich

Integration als Sündenregister
Die Integrationsministerin will mit Strafen Integration erzwingen. Es schwingt ein moralisierender Unterton mit, fast so, als ginge es weniger um konkrete Politik als um Schuld und Sühne

Ein Gesetzesentwurf der Integrationsministerin Claudia Bauer sorgt für Misstöne innerhalb der Koalition. Das sogenannte Integrationspflichtengesetz hätte diese Woche im Ministerrat abgesegnet werden sollen. Doch die "inhaltlichen Positionen liegen noch zu weit auseinander", heißt es.

Geld und Gefängnis
Kurz zusammengefasst: Der Entwurf aus Bauers Ministerium sieht ein gestuftes Sanktionssystem vor. Bei "schuldhafter Nichtteilnahme" an Beratung, Mitwirkungspflichten oder falschen Angaben sind Geldstrafen von 250 bis 1.500 Euro oder bis zu zwei Wochen Ersatzfreiheitsstrafe geplant; bei wiederholter Pflichtverletzung oder Nichtantritt der Integrationsprüfung steigen die Strafen auf 1.500 bis 5.000 Euro oder bis zu drei Wochen Ersatzfreiheitsstrafe. Zudem soll der österreichische Integrationsfonds Pflichtverletzungen an die Bezirksverwaltungsbehörden melden.

Außerdem enthält der Entwurf Straftatbestände gegen "Integrationsbetrug" und "Zeugnisfälschung": Bestraft werden soll etwa, wer andere für Deutsch- oder Werteprüfungen vorschickt, falsche Zeugnisse ausstellt oder solche Dokumente verwendet. Dafür ist ein deutlich schärferer Strafrahmen vorgesehen, bis zu drei Jahre Haft, bei gewerbsmäßiger Begehung bis zu fünf Jahre.

Schuld und Sühne
Strafrechtsexperten bezeichnen die im Gesetzentwurf geplanten Strafe als "völlig überschießend". Das Justizministerium richtet aus, die “Strafandrohungen" seien in der Integrationspolitik "keine Option".

Als geplagte Nachrichtenjournalistin, die sich seit Wochen mit trump'scher Gotteslästerung befassen muss, drängt sich mir bei all dem Drohen mit drakonischen Strafen für nicht erfüllte "Integrationspflichten" eine eigenartige Assoziation auf. Hier schwingt ein moralisierender Unterton mit, fast so, als ginge es weniger um konkrete Politik als um Schuld und Sühne.

 
Skurrile ORF-Diskussion auf Servus TV: Strache als Interventions-Kritiker und Fußi als Schattenminister
Beim „Talk im Hangar-7“ wurde über die Causa Weißmann, politische Interventionen und eine mögliche Reform des ORF diskutiert.

Den jüngsten „Skandalen am Küniglberg“ widmete sich am Donnerstagabend der „Talk im Hangar-7“ auf Servus TV und fragte: „Ist der ORF noch zu retten?“ Wobei man diese Frage beim Blick auf die Gästeliste der Diskussion auch in Richtung des Privatsenders stellen könnte. Geladen waren Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, PR-Berater Rudolf Fußi, die gekündigte ORF-Journalistin Sonja Sagmeister und der Rechtsanwalt und frühere BZÖ-Stiftungsrat Alexander Scheer.

Fußi etwa sollte laut Moderator Michael Fleischhacker erklären, was er, wenn seine Bewerbung für den SPÖ-Vorsitz nicht gescheitert wäre, heute als Medienminister machen würde. Der Kommunikationsberater ortet ein „Sittenbild von Missmanagement und Freunderlwirtschaft“ im ORF, gar eine „politische Verhurung des größten Medienunternehmens des Landes“. Dass der Stiftungsrat von den Parteien bestückt werde, sei ein unerträglicher Zustand. Interventionen von allen Parteien seien Tagesgeschäft.

 
Bewusste Panikvermeidung? Sabotageakt offenbart die Schwächen heimischer Ölversorgung
Der mutmaßliche Anschlag auf die TAL-Pipeline in der Provinz Udine, von der die Raffinerie Schwechat stark abhängt, zeigt, wie gefährdet kritische Infrastruktur ist

Eine der wichtigsten Ölversorgungsanlagen Österreichs und Süddeutschlands muss für drei Tage lang ihren Betrieb herunterfahren, und das in einer Phase globaler Energieunsicherheit. Raffinerien greifen auf Ölreserven zurück, um Produktionsausfälle mit weitreichenden Folgen – von Preissprüngen bis hin zu Flugabsagen aufgrund von Kerosinmangel – zu verhindern. Und die Öffentlichkeit bekommt 16 Tage lang nichts davon mit?

Genau das trug sich Ende März, ausgehend von einem mutmaßlichen Sabotageakt im gebirgigen, norditalienischen Tolmezzo, zu, etwa 20 Kilometer Luftlinie von der Grenze zu Kärnten entfernt. Ziel des Anschlags: Der Mast Nummer 416 jener 132-Kilovolt-Hochspannungsleitung, die zwölf Kilometer weiter nördlich, nahe dem Dorf Paluzza, ein Pumpwerk der Transalpinen Ölleitung (TAL) mit Elektrizität versorgt.

Zwei präzise Schnitte, bergseitig gesetzt. Mögliche Täter hätten zum Tatort wandern, weite Teile der Strecke sogar locker mit dem Mountainbike bewältigen können. Mittlerweile untersuchen die Direzione Investigativa Antimafia und Italiens Militärgeheimdienst sowie das deutsche BKA und weitere Nachrichtendienste, darunter die heimische DSN, den Vorfall.

 
Erpressungsverdacht
Rattengift in Hipp-Gläschen gefunden
Im Zusammenhang mit dem Rückruf aller Babykostgläschen von Hipp bei Spar Österreich ist ein mit Rattengift verseuchtes Gläschen gefunden worden. Ein Kunde habe das gemeldet, „ein Verzehr hat nicht stattgefunden“, teilte die Polizei im Burgenland am späten Samstagabend mit. Sie veröffentlichte eine „dringende Warnung an die Bevölkerung“.

Bei dem vom Landeskriminalamt Burgenland sichergestellten Gläschen handelt es sich laut einer Aussendung um „Karotten mit Kartoffeln 190 Gramm“, also um jenes Produkt, das vom am Freitagabend getätigten Rückruf umfasst ist. Der Inhalt wurde am Samstagnachmittag unter Mitwirkung des Bundeskriminalamts untersucht und positiv auf Rattengift getestet – mehr dazu in burgenland.ORF.at.

In Tschechien und der Slowakei seien ebenfalls markierte Gläser polizeilich sichergestellt worden, hieß es in der Aussendung. „Erste Laboruntersuchungen ergaben bei diesen Produkten einen giftigen Zusatzstoff. Zudem wurde berichtet, dass manipulierte Gläser verdorben riechen würden“, teilte die burgenländische Polizei mit.

 
Erfolgreiche Managerinnen sind sicher keine "Trümmerfrauen"
Der Mythos, dem so mancher nachhängt, ist in vielerlei Hinsicht historisch falsch. Kampfbegriffe der Nachkriegszeit sind für aktuelle Debatten ungeeignet

Monika Sommer, Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich, und ihr Stellvertreter Stefan Benedik gehen in ihrem Gastkommentar auf das falsche Bild der "Trümmerfrauen" ein, das manche Medien aktuell benutzt haben.

In den vergangenen Tagen kursierte in einigen Medien wieder der "Trümmerfrauen"-Topos. Zuletzt war er Teil einer gesellschaftlichen Debatte, als HC Strache diesen für die erinnerungspolitischen Botschaften der FPÖ bemühte und damit geschickt zwei große Erzählungen der österreichischen Nationalgeschichte verband: den Opfer- und Wiederaufbau-Mythos.

Aktuell hat die "Trümmerfrau" als Zuschreibung für die Topmanagerinnen Ingrid Thurnher (ORF), Karin Bergmann (Salzburger Festspiele) und Martha Schultz (Wirtschaftskammer) Konjunktur. Nachdem Männer Führungsverantwortung – mehr oder weniger unfreiwillig – abgegeben haben, müssten Frauen "aufräumen". Sie, so wird suggeriert, würden erst nach Zerstörung und Chaos zum Zug kommen. Es lohnt sich, hier an die geschichtswissenschaftliche Einordnung des Begriffs "Trümmerfrauen" zu erinnern.

Die Figur der "Trümmerfrau" machte in den Jahren nach der Befreiung von der NS-Herrschaft schnell und nachhaltig Karriere. Schnell, weil sie als idealer Begriff erschien, um Vorstellungen von Unschuld und Opferbereitschaft zu verkörpern, womit das Narrativ von Österreich als erstes Opfer des NS symbolisch und emotional durch Klischees von Weiblichkeit auf den Punkt gebracht wurde.

 
Opferschutzstelle Zara die Gelder zu kappen passt ins Bild einer "Hardlinerin" Bauer
Die Beratungsstelle übernimmt in Zeiten grassierenden Online-Hasses eine wichtige demokratiepolitische Aufgabe. Doch ihre Antirassismusarbeit passt der Ministerin nicht ins Konzept

Obwohl Hass und Hetze auf sozialen Medien längst zur allgegenwärtigen Normalität des Internets mutiert ist, soll Österreich ausgerechnet jene Stelle verlieren, die seit Jahren mit weniger als zwei Dutzend Mitarbeitern Betroffenen hilft, dagegen vorzugehen. Zumindest, wenn es nach Familien- und Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) geht. Denn ihr Ressort hat der Beratungsstelle gegen Hass im Netz des Vereins Zara die Förderungen gestrichen.

Absurder Zeitpunkt
Dabei ist der Zeitpunkt kaum an Absurdität zu überbieten: Erst kürzlich bekräftigten die Koalitionspartner – darunter auch Bauers Parteikollege und Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll – wie gefährlich digitale Gewalt für die Gesellschaft ist. Man betonte, dass man kurz davor sei, Gesetzesverschärfungen im Zuge eines Nationalen Aktionsplans (NAP) gegen Gewalt an Frauen umzusetzen.

Nun steht, noch bevor Maßnahmen dieses NAPs beschlossen wurden, jene Stelle vor dem Aus, die Opfer eben dieser digitalen Gewalt unterstützt: Zara begleitet jene, die sich nicht gleich einen eigenen Anwalt leisten können, gibt ihnen rechtlichen Halt und setzt, wenn nötig, juristische Schritte. Sei es bei einer Jugendlichen, deren Ex-Freund drohte, private Bilder zu veröffentlichen; bei einem Schüler, dessen Lehrer das N-Wort nutzte; oder einer Frau, die von einem Unbekannten auf Social Media laufend Vergewaltigungsdrohungen bekommt. All das sind dokumentierte Fälle, mit denen sich Zara beschäftigt hat. Wenn es keine rechtlichen Konsequenzen gegeben hat, blieb zumindest das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden.

 
System Claudia Bauer
Integrationsministerin Claudia Bauer setzt auf einen FPÖ-affinen Kurs

Claudia Bauer (vormals Plakolm) ist Bundesministerin für Europa, Integration und Familie. Sie ist dem Bundeskanzleramt zugeordnet. Sie ist 32 Jahre jung und gilt als Nachwuchsreserve der ÖVP.

Was haben wir in der letzten Zeit von Claudia Bauer an Initiativen gehört? Hauptsächlich Einschränkendes zum Thema Integration und Asyl. Hauptsächlich Themen, von denen sie (die ÖVP) vermutet, dass man damit der FPÖ das Wasser abgraben kann.

In lustiger Erinnerung ist noch die Forderung, dass Asylwerber in den Integrationskursen zwecks besserer Integration auch regionale Dialekte und Mundarten lernen sollten. Damit das "alltagstauglicher" wird.

Weit ernsthafter
Schon weit ernsthafter dann die Forderung, "Integrationsverweigerung", also etwa das unentschuldigte Fernbleiben von Integrationskursen, durch saftige Strafen einzudämmen. Drei Jahre Haft für jemanden, der jemanden anderen zu seinem Kurs schickt oder ein Zeugnis fälscht?

Ganz konkret schließlich der Entschluss der Ministerin, dem Verein "Zara", der gegen rassistischen Hass, unter anderem im Netz, arbeitet, die Mittel zu streichen, sodass er seine Tätigkeit einstellen muss. Steigt damit Ministerin Bauer in die FPÖ-Kampagne gegen NGOs ein? Dass derlei politisch nichts bringt, ist evident, hat sich aber noch nicht bis zu Bauer durchgesprochen. (Hans Rauscher, 20.4.2026)

 
Tödlicher Busunfall: Medizinischer Notfall mögliche Ursache
In Salzburg-Itzling ist Montagmittag ein Obus frontal gegen die Glasfassade und den Eingang der Filiale einer Supermarktkette geprallt. Laut Polizei kam dabei ein 55-jähriger Passant aus der Stadt Salzburg ums Leben. Die Ermittlerteams gehen derzeit von einem medizinischen Notfall beim Buslenker aus.

Der 59-jährige Lenker erlitt vor dem Unfall dem Vernehmen nach einen Schlaganfall und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bus überfuhr einen Rad- und Gehweg und krachte durch die Haupteingangstür in das Foyer einer Billa-Plus-Filiale.

Dabei verletzte das Fahrzeug einen 55-jährigen Passanten aus Salzburg so schwer, dass er noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlag. Laut dem Roten Kreuz wurden neben dem Lenker eine weitere Person schwer und fünf Businsassen leicht verletzt. Daneben dürfte es rund 25 bis 30 weitere Unfallbeteiligte geben.

 
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:sick:

Dir ist anscheinend kein Thread zu blöd um deinen Judenhass zu verbreiten und auch kein Elsässer und sonstige "Journalisten" .
Verfassungsschutz: Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft das von Elsässer geleitete Compact-Magazin als „gesichert rechtsextremistisch“ ein. In diesem Zusammenhang wird dem Magazin und Elsässer vorgeworfen, antisemitische Verschwörungstheorien und Klischees zu verbreiten sowie Hass auf Juden zu schüren.
Publizistik und Wissenschaft: Beobachter beschreiben Elsässers Rhetorik oft als unterschwellig antisemitisch. Er nutze Chiffren und Narrative (wie die Kritik an „globalistischen Eliten“), die in der Antisemitismusforschung als moderne Formen des Antisemitismus gewertet werden
 
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