Das ist ja genau das Ding. Man wird mit einer derartigen Flut von Medien überschwemmt, von der wir glauben, dass wir beurteilen können, was falsch und was richtig, was gut oder was schlecht, was aktuell oder uralt ist. Es ist bekannt, dass Nachrichten aus (a)sozialen Medien nach einem Algorithmus gefiltert werden, bevor sie uns in (digitalen) Medien präsentiert werden.
In der Regel bekommen wir Dinge gezeigt, die man uns zeigen will - und sonst Nichts. Um "das was fehlt" müssen wir uns selber kümmern. Ich persönlich will nicht, dass man mir Nachrichten fein säuberlich gemäß dem Browserverlauf aufbereitet.
Was mir genehm ist? Ein, zwei gute Tageszeitungen (in Papier!) und gute Sachbücher. Ganz wichtig sind natürlich auch eigene Erfahrungen und die Fähigkeit diese richtig einschätzen zu können. Ja, es ist etwas mühsamer als einfach die vorgekauten Häppchen zu konsumieren. Und es ist nicht immer alles in "Echtzeit".
Aber ist nicht gerade der Wahn, unbedingt als Erster von irgendwelchen Sensationen erfahren zu müssen, eine der Ursachen, warum wir so anfällig für Lügen und Falschmeldungen geworden sind? Wer nimmt sich denn noch die Zeit, Dingen auf den Grund zu gehen und jede vermeintliche Sensation zu hinterfragen?
Hysterie und Aufregung dagegen ist einfach. Das ist fast wie ein Urinstinkt. Das geschieht fast von ganz allein. Manipulative Menschen, insbesondere geschulte Politiker wissen das. Machen wir uns nicht freiwillig zu deren Opfer.