Staatsanwaltschaft enthüllt brisante Marsalek-Chats in Causa Egisto Ott
Nur zwei Stunden nach Otts Abfrage von Grozevs Adresse leitete Marsalek diese bereits an einen Agenten weiter. Ott zweifelt die Echtheit der Chats an
Es waren folgenreiche Besuche, die eine Gruppe von Bulgaren im Sommer 2022 nach Wien führten. Laut Staatsanwaltschaft Wien kauften die Bulgaren im Auftrag des Kreml drei Smartphones österreichischer Beamter, einen Spezial-Laptop und unternahmen zudem einen Einbruch beim Journalisten Christo Grozev.
Mit all dem zu tun haben soll Egisto Ott: Er soll die Smartphones und den Laptop verkauft und bei der Vorbereitung des Grozev-Einbruchs eine Rolle gespielt haben, hieß es am Mittwoch vor Gericht.
So verlas die Staatsanwaltschaft bislang unbekannte Chats zwischen dem geflohenen Wirecard-Manager und mutmaßlichen Spion Jan Marsalek und seinem Handlanger Orlin Roussev, der die Bulgarenbande anführte. Nur zwei Stunden, nachdem Ott sich die Adresse von Grozev im Meldeamt besorgt haben soll, habe Marsalek sie bereits weitergeleitet, enthüllte die Staatsanwaltschaft. Ott bestreitet das und zweifelt die Chats an.
...
Ott, der Redakteur
Ott soll aus Sicht der Staatsanwaltschaft nicht nur die drei Smartphones, sondern auch mindestens einen Spezial-Laptop der Marke Sina an die russischen Handlanger verkauft haben. Dazu wurde am Nachmittag Alexander Surowiec befragt, ein Journalist (Fass ohne Boden) und FPÖ-Berater.
Surowiec gab an, er habe sich für seine Recherchen fünf Laptops bestellt. Diese seien besonders geschützt, mit Schlüsselkarten und Sperren, können aber von privaten Unternehmen erworben werden. Zwei Geräte seien in seiner Redaktion, zwei bei der Staatsanwaltschaft und einer sei nicht auffindbar, sagte Surowiec. Ursprünglich habe er Ott drei Geräte geborgt. Er wollte Ott damals als Redakteur bei "Fass ohne Boden" engagieren und sah das als "Investment in die Zukunft". Von Otts Unschuld ist Surowiec weiterhin überzeugt
www.derstandard.at
Nur zwei Stunden nach Otts Abfrage von Grozevs Adresse leitete Marsalek diese bereits an einen Agenten weiter. Ott zweifelt die Echtheit der Chats an
Es waren folgenreiche Besuche, die eine Gruppe von Bulgaren im Sommer 2022 nach Wien führten. Laut Staatsanwaltschaft Wien kauften die Bulgaren im Auftrag des Kreml drei Smartphones österreichischer Beamter, einen Spezial-Laptop und unternahmen zudem einen Einbruch beim Journalisten Christo Grozev.
Mit all dem zu tun haben soll Egisto Ott: Er soll die Smartphones und den Laptop verkauft und bei der Vorbereitung des Grozev-Einbruchs eine Rolle gespielt haben, hieß es am Mittwoch vor Gericht.
So verlas die Staatsanwaltschaft bislang unbekannte Chats zwischen dem geflohenen Wirecard-Manager und mutmaßlichen Spion Jan Marsalek und seinem Handlanger Orlin Roussev, der die Bulgarenbande anführte. Nur zwei Stunden, nachdem Ott sich die Adresse von Grozev im Meldeamt besorgt haben soll, habe Marsalek sie bereits weitergeleitet, enthüllte die Staatsanwaltschaft. Ott bestreitet das und zweifelt die Chats an.
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Ott, der Redakteur
Ott soll aus Sicht der Staatsanwaltschaft nicht nur die drei Smartphones, sondern auch mindestens einen Spezial-Laptop der Marke Sina an die russischen Handlanger verkauft haben. Dazu wurde am Nachmittag Alexander Surowiec befragt, ein Journalist (Fass ohne Boden) und FPÖ-Berater.
Surowiec gab an, er habe sich für seine Recherchen fünf Laptops bestellt. Diese seien besonders geschützt, mit Schlüsselkarten und Sperren, können aber von privaten Unternehmen erworben werden. Zwei Geräte seien in seiner Redaktion, zwei bei der Staatsanwaltschaft und einer sei nicht auffindbar, sagte Surowiec. Ursprünglich habe er Ott drei Geräte geborgt. Er wollte Ott damals als Redakteur bei "Fass ohne Boden" engagieren und sah das als "Investment in die Zukunft". Von Otts Unschuld ist Surowiec weiterhin überzeugt
Staatsanwaltschaft enthüllt brisante Marsalek-Chats in Causa Egisto Ott
Nur zwei Stunden nach Otts Abfrage von Grozevs Adresse leitete Marsalek diese bereits an einen Agenten weiter. Ott zweifelt die Echtheit der Chats an