Die SPÖ kann bei der Lobauautobahn nicht anders
Der Bau der S1 ist der verzweifelte Versuch der Sozialdemokraten, die ökologische Realität der sozialpartnerschaftlichen Logik zu unterwerfen. Ein Projekt, das nur scheitern kann
Der Journalist Johannes Greß schreibt darüber, warum die SPÖ so sehr auf den Bau der Lobauautobahn setzt – wider der ökologischen Realität.
Stellen Sie sich vor, ein Land ist hochverschuldet und muss an allen Ecken und Enden sparen. Gleichzeitig sind die Verkehrsemissionen dieses Landes seit 35 Jahren unverändert hoch und die Klimapolitik derart zahnlos, dass Strafzahlungen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro drohen. Und stellen Sie sich nun vor, die Regierung dieses Landes will eine mindestens 2,7 Milliarden teure Autobahn durch ein hochsensibles Naturschutzgebiet bauen. Klingt komisch, aber seit Anfang April wird dieser Plan in die Tat umgesetzt.
Im Dezember 2021 legte die damalige Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) den Bau des 19 Kilometer langen S1-Teilstücks (samt acht Kilometer langem Tunnel) zwischen Schwechat und Süßenbrunn („Lobauautobahn“) vorerst auf Eis. Der Bau neuer Autobahnen sei mit nationalen wie internationalen Umwelt- und Klimazielen unvereinbar. Ihr Nachfolger, der Sozialdemokrat und ehemalige Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke lässt sich davon nicht beirren. Angesichts von prognostizierten 25.000 Arbeitsplätzen und einen wirtschaftlichen Gesamtnutzen von vier Milliarden Euro sei das Projekt "alternativlos".
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Der Bau der S1 ist der verzweifelte Versuch der Sozialdemokraten, die ökologische Realität der sozialpartnerschaftlichen Logik zu unterwerfen. Ein Projekt, das nur scheitern kann
Der Journalist Johannes Greß schreibt darüber, warum die SPÖ so sehr auf den Bau der Lobauautobahn setzt – wider der ökologischen Realität.
Stellen Sie sich vor, ein Land ist hochverschuldet und muss an allen Ecken und Enden sparen. Gleichzeitig sind die Verkehrsemissionen dieses Landes seit 35 Jahren unverändert hoch und die Klimapolitik derart zahnlos, dass Strafzahlungen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro drohen. Und stellen Sie sich nun vor, die Regierung dieses Landes will eine mindestens 2,7 Milliarden teure Autobahn durch ein hochsensibles Naturschutzgebiet bauen. Klingt komisch, aber seit Anfang April wird dieser Plan in die Tat umgesetzt.
Im Dezember 2021 legte die damalige Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) den Bau des 19 Kilometer langen S1-Teilstücks (samt acht Kilometer langem Tunnel) zwischen Schwechat und Süßenbrunn („Lobauautobahn“) vorerst auf Eis. Der Bau neuer Autobahnen sei mit nationalen wie internationalen Umwelt- und Klimazielen unvereinbar. Ihr Nachfolger, der Sozialdemokrat und ehemalige Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke lässt sich davon nicht beirren. Angesichts von prognostizierten 25.000 Arbeitsplätzen und einen wirtschaftlichen Gesamtnutzen von vier Milliarden Euro sei das Projekt "alternativlos".
Die SPÖ kann bei der Lobauautobahn nicht anders
Der Bau der S1 ist der verzweifelte Versuch der Sozialdemokraten, die ökologische Realität der sozialpartnerschaftlichen Logik zu unterwerfen. Ein Projekt, das nur scheitern kann