Wo bleiben die Erlöser?
Andreas Babler ist schon wieder nicht zurückgetreten, und Gerhard Zeiler wurde noch immer nicht gefragt, ob er die SPÖ übernehmen will
Man kann die Kickl-FPÖ nicht herbeischreiben, indem man ihr Heilsprogramm für Österreich preist, denn davon ist nicht viel mehr bekannt, als dass sein Vertreter das Land von Migranten befreien und dem demokratischen System im Geist einer Alternative für Deutschland, wenn auch seit Neuestem ein wenig distanziert, an den Kragen will. Schon mehr kann man zu Kickls Erfolg beitragen, wenn man sein Geschäft des Niedermachens der Regierung und besonders des Bundes- und Vizekanzlers zum redaktionellen Programm erhebt, wie das in den heimischen Boulevardmedien seit Monaten der Fall ist.
Noch eine Chance?
Diese Woche ist Andreas Babler schon wieder nicht zurückgetreten, und Gerhard Zeiler wurde noch immer nicht gefragt, ob er die SPÖ übernehmen wolle. Wozu beruft Babler eigentlich eine parteiinterne Sitzung ein, wenn er dann nicht tut, was die Kronen Zeitung von ihm erwartet, genau genommen, fix angenommen hat? Erst eine neue Medienförderung auf die Beine zu stellen, die den Dichands nicht ins Geschäft passt, und dann auch noch frech im Amt bleiben zu wollen, das kann nicht gutgehen. Da kann es für den Krone-Chefredakteur auf die Frage, ob die SPÖ mit Babler noch eine Chance habe, doch nur eine glasklare Antwort geben: "Dazu scheint Gewissheit zu bestehen: Nein."
Die Hatz des Boulevards auf den Vorsitzenden der SPÖ würde kaum so gut funktionieren, hätten ihn nicht Teile der Partei als Sündenbock zum Dauerbeschuss freigegeben, um von der eigenen Unfähigkeit zu solidarischem Handeln abzulenken. Es gibt nichts Bequemeres als die dann von den Medien übernommene These, allein Babler und niemand anderer sei schuld an den schlechten Umfragewerten der Partei, und nur noch sein Rücktritt könne sie retten. Solidarität, wenigstens nach außen hin, war einmal ein Grundwert der SPÖ, er lässt sich halt nicht anschaffen.
www.derstandard.at
Andreas Babler ist schon wieder nicht zurückgetreten, und Gerhard Zeiler wurde noch immer nicht gefragt, ob er die SPÖ übernehmen will
Man kann die Kickl-FPÖ nicht herbeischreiben, indem man ihr Heilsprogramm für Österreich preist, denn davon ist nicht viel mehr bekannt, als dass sein Vertreter das Land von Migranten befreien und dem demokratischen System im Geist einer Alternative für Deutschland, wenn auch seit Neuestem ein wenig distanziert, an den Kragen will. Schon mehr kann man zu Kickls Erfolg beitragen, wenn man sein Geschäft des Niedermachens der Regierung und besonders des Bundes- und Vizekanzlers zum redaktionellen Programm erhebt, wie das in den heimischen Boulevardmedien seit Monaten der Fall ist.
Noch eine Chance?
Diese Woche ist Andreas Babler schon wieder nicht zurückgetreten, und Gerhard Zeiler wurde noch immer nicht gefragt, ob er die SPÖ übernehmen wolle. Wozu beruft Babler eigentlich eine parteiinterne Sitzung ein, wenn er dann nicht tut, was die Kronen Zeitung von ihm erwartet, genau genommen, fix angenommen hat? Erst eine neue Medienförderung auf die Beine zu stellen, die den Dichands nicht ins Geschäft passt, und dann auch noch frech im Amt bleiben zu wollen, das kann nicht gutgehen. Da kann es für den Krone-Chefredakteur auf die Frage, ob die SPÖ mit Babler noch eine Chance habe, doch nur eine glasklare Antwort geben: "Dazu scheint Gewissheit zu bestehen: Nein."
Die Hatz des Boulevards auf den Vorsitzenden der SPÖ würde kaum so gut funktionieren, hätten ihn nicht Teile der Partei als Sündenbock zum Dauerbeschuss freigegeben, um von der eigenen Unfähigkeit zu solidarischem Handeln abzulenken. Es gibt nichts Bequemeres als die dann von den Medien übernommene These, allein Babler und niemand anderer sei schuld an den schlechten Umfragewerten der Partei, und nur noch sein Rücktritt könne sie retten. Solidarität, wenigstens nach außen hin, war einmal ein Grundwert der SPÖ, er lässt sich halt nicht anschaffen.
Wo bleiben die Erlöser?
Andreas Babler ist schon wieder nicht zurückgetreten, und Gerhard Zeiler wurde noch immer nicht gefragt, ob er die SPÖ übernehmen will