Es war einmal ... das Völkerrecht
Das nach 1945 geschaffene Völkerrecht untersagt zwischenstaatliche Gewalt. Für Trump hat es keine Bedeutung. Mit ihm kehren wir ins Rechtsverständnis des 19. Jahrhunderts zurück. Der Krieg wird damit wieder legitim
Nationale Sicherheit, "Narcoterrorismus", Strafverfolgung oder auch gar eine „Donroe-Doktrin" (in Anlehnung an die Monroe-Doktrin, also die Auffassung, dass andere Staaten sich aus ganz Amerika – also nicht nur den USA – herauszuhalten haben): Die USA haben einige Gründe für die Entführung des (ehemaligen?) venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro angeführt. Völkerrechtliches Argument war aber keines dabei.
Das ist durchaus auffällig. Nicht, dass sich die USA in der Vergangenheit stets ans Völkerrecht gehalten hätten, beileibe nicht. Aber sie haben selbst bei den offensichtlichsten Verletzungen (auch) völkerrechtliche Begründungen ins Feld geführt. Dass diese einer näheren Überprüfung nicht standhalten konnten – man denke an den Irakkrieg 2003 –, liegt auf der Hand. Zyniker mögen anmerken, dass sie unter Trump zumindest ehrlicher sind als unter seinen Vorgängern.
"Die ständige Beschäftigung mit Krieg und Menschenrechtsverletzungen treibt einem schnell den Optimismus aus."
Wird damit das Ende des Völkerrechts eingeleitet? War es überhaupt jemals Recht? Eine Frage, die mich seit gut 15 Jahren – also meinem ersten intensiven Kontakt mit dem Völkerrecht, ich war damals Teilnehmer am Telders International Law Moot Court, ein juristischer Wettbewerb, bei dem Teams aus ganz Europa teilnehmen – begleitet.
www.derstandard.at
Das nach 1945 geschaffene Völkerrecht untersagt zwischenstaatliche Gewalt. Für Trump hat es keine Bedeutung. Mit ihm kehren wir ins Rechtsverständnis des 19. Jahrhunderts zurück. Der Krieg wird damit wieder legitim
Nationale Sicherheit, "Narcoterrorismus", Strafverfolgung oder auch gar eine „Donroe-Doktrin" (in Anlehnung an die Monroe-Doktrin, also die Auffassung, dass andere Staaten sich aus ganz Amerika – also nicht nur den USA – herauszuhalten haben): Die USA haben einige Gründe für die Entführung des (ehemaligen?) venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro angeführt. Völkerrechtliches Argument war aber keines dabei.
Das ist durchaus auffällig. Nicht, dass sich die USA in der Vergangenheit stets ans Völkerrecht gehalten hätten, beileibe nicht. Aber sie haben selbst bei den offensichtlichsten Verletzungen (auch) völkerrechtliche Begründungen ins Feld geführt. Dass diese einer näheren Überprüfung nicht standhalten konnten – man denke an den Irakkrieg 2003 –, liegt auf der Hand. Zyniker mögen anmerken, dass sie unter Trump zumindest ehrlicher sind als unter seinen Vorgängern.
"Die ständige Beschäftigung mit Krieg und Menschenrechtsverletzungen treibt einem schnell den Optimismus aus."
Wird damit das Ende des Völkerrechts eingeleitet? War es überhaupt jemals Recht? Eine Frage, die mich seit gut 15 Jahren – also meinem ersten intensiven Kontakt mit dem Völkerrecht, ich war damals Teilnehmer am Telders International Law Moot Court, ein juristischer Wettbewerb, bei dem Teams aus ganz Europa teilnehmen – begleitet.
Es war einmal ... das Völkerrecht
Das nach 1945 geschaffene Völkerrecht untersagt zwischenstaatliche Gewalt. Für Trump hat es keine Bedeutung. Mit ihm kehren wir ins Rechtsverständnis des 19. Jahrhunderts zurück. Der Krieg wird damit wieder legitim