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Nachrichten aus dem Rest der Welt

Wo Reisen jetzt am sichersten ist: Das sind die friedlichsten Länder 2026
In einer zunehmend unsicher werdenden Welt, zeigt der Global Peace Index, wo man sich im Urlaub keine oder nur wenig Sorgen machen muss

Wer 2026 möglichst entspannt verreisen will, sollte einen Blick auf den neuen Global Peace Index (GPI) werfen: Das Ranking des Institute for Economics and Peace listet die friedlichsten Länder der Welt auf. Es sind jene Nationen, die mit hoher Sicherheit, politischer Stabilität und vergleichsweise wenig Konflikten punkten. Ganz vorne liegen Island, Neuseeland und die Schweiz – aber auch ein asiatisches Trendziel schafft es in die Top Ten.

Die 10 friedlichsten Reiseziele der Welt 2026
1. Island
Island bleibt auch 2026 die Nummer eins der friedlichsten Länder der Welt – und verteidigt diese Position bereits im 19. Jahr in Folge. Wer zwischen Reykjavik, Gletschern und heißen Quellen unterwegs ist, reist in einem der stabilsten Länder weltweit.

2. Neuseeland
Neuseeland liegt wieder auf Rang zwei. Das Inselland zählt seit Jahren zur Weltspitze, wenn es um friedliche gesellschaftliche Rahmenbedingungen und geringe Konfliktbelastung geht.

3. Schweiz
Die Schweiz schafft es 2026 auf Platz drei. Das Land profitiert im Ranking von seiner Stabilität und seinem traditionell hohen Sicherheitsniveau.

4. Slowenien
Auch Slowenien gehört weiter zu den großen Ruhepolen Europas. Wer eine Mischung aus Bergen, Adria und charmanten Städten sucht, findet hier eines der friedlichsten Reiseziele des Jahres.

5. Irland
Irland komplettiert die Top 5. Das Land positioniert sich im diesjährigen Index erneut unter den weltweit friedlichsten Staaten – ein Pluspunkt für Roadtrips entlang der Küste oder Citytrips nach Dublin.

6. Österreich
Österreich landet 2026 auf Rang sechs und bleibt damit eines der sichersten Reiseziele Europas. Vom Burgenland bis Vorarlberg gilt das Land laut GPI weiterhin als besonders friedlich.

7. Portugal
Portugal behauptet einen Platz in den Top Ten. Das Land überzeugt im internationalen Vergleich erneut mit einem hohen Maß an Friedlichkeit.

8. Singapur
Singapur ist 2026 das friedlichste Reiseziel Südostasiens. Der Stadtstaat steht im Ranking weiter weit oben und gilt damit als besonders verlässliches Ziel für urbane Reisen.

9. Finnland
Finnland rangiert auf Platz neun. Zwischen Helsinki, Seenlandschaften und Lappland bleibt das nordische Land ein Synonym für Ruhe, Ordnung und Verlässlichkeit.

10. Japan
Die boomende Reisedestination Japan schließt die Top Ten des Global Peace Index 2026 ab.

 
Trump gegen Meloni – und die Weltpolitik auf Kindergartenniveau
Trump gegen Meloni, das ist für alle Beteiligten peinlich. Aber Wegschauen geht nicht, den US-Präsidenten kann man nicht ignorieren. Aber wie mit ihm umgehen?

Es ist unwürdig, was da auf der Weltbühne aufgeführt wird. Die Auseinandersetzung zwischen US-Präsident Donald Trump und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erinnert in Form und Inhalt der Kommunikation an einen Kindergartenstreit: Wollte Meloni tatsächlich ein Foto mit Trump? Hat sie ihn gar angebettelt? Alles gelogen, gar nicht wahr? Und dann hat der gesagt….

Es ist peinlich. Aber weil der amerikanische Präsident, der als mächtigster Mann der Welt gilt, involviert ist, ist es nicht egal und zeitigt massive diplomatische Auswirkungen. Trump hat mehrfach bewiesen, dass er von allen guten Geistern verlassen ist, und dennoch ist man über neue Volten immer wieder überrascht.

Der Lächerlichkeit preisgegeben
Die Art, wie Trump mit an sich befreundeten Nationen, mit seinen Verbündeten umgeht, ist absurd. Er hat ja nicht nur Meloni der Lächerlichkeit preisgegeben, er hat auch den deutschen Bundeskanzler attackiert, den französischen Präsidenten vor den Kopf gestoßen, den englischen Premier, die EU-Kommissionspräsidentin …

Wie also umgehen mit Trump? Ignorieren lässt er sich nicht. Auf totale Konfrontation gehen ist auch nicht sinnvoll. Wer weiß, wie rasch das eskaliert und wo das endet. Was jedenfalls hilft, und diese Lektion hat Meloni schmerzhaft lernen müssen: Anbiedern bringt gar nichts. Trump muss man mit aller Vorsicht behandeln, wie einen Psychiatriepatienten, den es durch eine Laune der Geschichte in diese Position befördert hat. (Michael Völker, 21.6.2026)

 
UN-Menschenrechtskommissar Türk: " 'Remigrations'-Konzept öffnet Willkür Tür und Tor"
Die wegen ihres geschwundenen Einflusses kritisierte Uno sei für Millionen Menschen weiter Hoffnungsträgerin, sagt Volker Türk. Und er erklärt, wann man Kriminelle abschieben kann – und wann nicht

Er ist der ranghöchste Hüter der Menschenrechte – und in Zeiten eines Rechtsrucks in weiten Teilen der Welt besonders gefordert. Die Menschenrechte seien über Jahrhunderte erkämpft worden und unverzichtbar, nicht zuletzt, um Druck auf die Social-Media-Konzerne auszuüben, sagt UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk im Interview. In Österreich war er auf Einladung der "Semesterfrage" der Universität Wien und des STANDARD.

STANDARD: Menschen- und Völkerrecht haben weltweit derzeit einen schlechten Stand, autoritäre Machthaber brechen Kriege vom Zaun, die die internationale Ordnung infrage stellen, vom Libanon bis zum Sudan gibt es für die vielen Kriegstoten nur wenig Empathie. Wie schaffen Sie es angesichts dessen, Zuversicht zu wahren?

Türk: (Seufzt) Laut Meinungsumfragen ist es aber schon so, dass der Großteil der Menschen die Wahrung und den Schutz der Menschenrechte anstrebt. Viele fühlen sich wegen Hass, Wut, Ärger und Empörung in den sozialen Medien allein. In ihrem Namen ist es für mich wichtig zu sagen, wir wollen keine Welt, die von Krieg, Folter, Verfolgung, Autokratie, Entmenschlichung geprägt ist. Sondern eine, in der es um die Freiheit aller und um Menschenwürde geht. Das ist die Verheißung der Menschenrechte.

STANDARD: Aber der Einfluss der Vereinten Nationen auf Konflikte und ihre Lösung ist doch ziemlich gesunken, oder?

Türk: Ich widerspreche. Von meinen vielen Reisen weiß ich, dass es Millionen Menschen gibt, für die die Vereinten Nationen Hoffnungsträger sind. Ich denke etwa an Sri Lanka, wo ein Massengrab von im Bürgerkrieg getöteten Menschen entdeckt wurde. Hunderte haben dort auf mich gewartet, damit wir ihnen helfen, herauszubekommen, was mit den verschwundenen Familienmitgliedern passiert ist.

 
Die Welt wehrt sich gegen die Rechenzentren der Milliardäre
In Chile haben Aktivisten 2024 Googles Expansionspläne gestoppt. In den Niederlanden blockierten Demonstranten in diesem Monat den Zugang zu einer Microsoft-Baustelle. In Malaysia erhoben Bürger im Bundesstaat Johor erstmals landesweit öffentlich Einspruch gegen ein geplantes Rechenzentrum. In Utah zogen Tausende gegen das Stratos-Rechenzentrum in Box Elder County auf die Straße. In Mexiko berichten Anwohner nahe einem Microsoft-Rechenzentrum von häufigeren Stromausfällen und wochenlangen Wasserunterbrechungen, die Schulen und Krankenhäuser treffen. In Spanien, Australien, Brasilien und Großbritannien laufen ähnliche Proteste.

Deutschland wirkt bislang gespalten. Eine aktuelle Umfrage zeigt gleichzeitig, dass eine Mehrheit Rechenzentren grundsätzlich befürwortet. Die repräsentative YouGov-Umfrage vom Juni 2026 im Auftrag der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen unter dem Internetverband eco kam zu dem Ergebnis, dass 60 Prozent den Ausbau von Rechenzentren in Deutschland für wichtig oder sehr wichtig halten, während ihn nur 7 Prozent als eher oder sehr unwichtig bewerten. Gleichzeitig würden 50 Prozent den Bau eines Rechenzentrums in der eigenen Region unterstützen, 11 Prozent lehnen ihn dort ab. Die größten Sorgen betreffen jedoch genau die Umwelt- und Infrastrukturfolgen: 43 Prozent nennen den Stromverbrauch, 31 Prozent die Belastung der Stromnetze, 29 Prozent den Wasserverbrauch und 22 Prozent den Flächenbedarf.

 
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