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Nachrichten aus der Schweiz

Abschreiben verboten: Schweizer Medien verpflichten sich zu Transparenz und Fairness
Initiative des Verlegerverbands

Der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) hat eine Initiative für mehr Fairness bei der Übernahme von journalistischen Inhalten gestartet. Zu den Erstunterzeichnern der freiwilligen Vereinbarung gehören die großen Schweizer Verlagskonzerne Ringier Medien Schweiz (Blick), die NZZ-Gruppe (Neue Zürcher Zeitung) und CH Media.

Das "Memorandum of Understanding" schaffe mehr Transparenz und Fairness im Umgang mit journalistischen Leistungen, teilte der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) am Mittwoch mit.

Im Kern der Selbstverpflichtung steht, dass Medien die Originalquelle bei einer Übernahme klar ausweisen und online direkt verlinken. Besondere Sorgfalt gilt bei exklusiven Recherchen, um die journalistische Erstleistung erkennbar zu machen.

Die Vereinbarung unterscheidet zwischen einer Weiterbearbeitung mit Eigenleistung und einer reinen Zweitverwertung. Die vollständige oder paraphrasierte Übernahme von Artikeln oder wesentlichen Teilen davon ist nicht zulässig. Eine systematische Nutzung fremder Inhalte ist untersagt.

 
Schweizer Nachrichtendienst
Mengele-Dossier veröffentlicht
Der Schweizer Nachrichtendienst (NDB) hat zahlreiche Unterlagen über den Nazi-Verbrecher Josef Mengele öffentlich zugänglich gemacht. Darunter sind viele Zeitungsberichte, aber auch Polizeidokumente, die stellenweise geschwärzt sind.

In den Unterlagen geht es unter anderem um Hinweise an die Polizei, dass Mengele sich möglicherweise nach seiner Flucht aus Deutschland in der Schweiz aufgehalten haben könnte oder eine Einreise unter falschem Namen plane. Ebenso finden sich verschiedene Hinweise auf dessen angeblichen Aufenthalt, etwa in Irland, Argentinien und Chile. Laut einem anderen Dokument war 1964 ein als Student getarnter israelischer Spion in der Schweiz, um Spuren Mengeles zu verfolgen.

Bisher hatte der Nachrichtendienst Versuche von Historikern, die Unterlagen einzusehen, abgelehnt, zuletzt im Februar 2026. Er verwies stets darauf, dass es dafür eine Schutzfrist bis 2071 gebe. Der Historiker Gérard Wettstein, der zu Mengele forscht, hatte dagegen beim Bundesverwaltungsgericht erfolgreich Beschwerde eingelegt.

Historikerbeschwerde erfolgreich
„Geschwärzt ist nur, was geschützt werden muss: Personendaten von früheren und heutigen Angestellten der Bundesverwaltung mit Bezug zum NDB und seinen Vorgängerorganisationen, Informationen, die dem gesetzlichen Quellenschutz unterliegen, sowie Personendaten von Drittpersonen mit überwiegenden Persönlichkeitsrechten“, teilt das zuständige Verteidigungsministerium mit.

 
Horror-Unfall von Reisebus auf dem Weg nach Österreich - mehrere Tote
Der Bus aus den Niederlanden soll mit 48 Personen besetzt gewesen und am Montag Richtung Österreich aufgebrochen sein.
Bei einem Unfall mit einem Reisebus sind im Osten der Schweiz mehrere Menschen ums Leben gekommen. Weitere Personen wurden verletzt, wie die Polizei auf der Plattform X mitteilte. Das Unglück ereignete sich demnach im Kanton Graubünden zwischen den Orten Susch und Zernez. Wie die Schweizer Medienportale Blick und 20Minuten berichteten, handelt es sich um einen Bus aus den Niederlanden, er soll mit 48 Personen besetzt gewesen und umgekippt sein.

Unterdessen nannten die Behörden erste Details zur Unfallursache. Der Reisebus sei gegen eine Leitschiene gestoßen und von der Straße abgekommen, sagte ein Polizeisprecher dem Sender SRF. Das Fahrzeug sei danach auf der Seite liegengeblieben. Fotos, die in den Medien von der Unfallstelle veröffentlicht wurden, zeigten den umgekippten Bus, der neben einer Straße auf der Seite auf der Wiese lag. Zahlreiche Fahrzeuge des Rettungsdienstes und der Feuerwehr sowie mehrere Helikopter waren vor Ort.

 
Heikle Dokumente
Kontroverse um veröffentlichtes und "zensuriertes" Mengele-Dossier
Der Nazi-Kriegsverbrecher Josef Mengele besuchte auf Flucht auch die Schweiz. Ein Historiker erzwang die Veröffentlichung von Akten. Nun spricht er aufgrund von Schwärzungen von Zensur

Er war bekannt als "Todesengel von Auschwitz": Josef Mengele gehört zu den größten Kriegsverbrechern im Nationalsozialismus. Der Nazi-Mediziner hatte von 1943 bis 1945 als Lagerarzt im KZ Auschwitz-Birkenau grausame, oft tödliche medizinische Experimente an Häftlingen durchgeführt. Nach Kriegsende gelang ihm über eine der organisierten, sogenannten "Rattenlinien" die Flucht nach Argentinien.

Belegt ist, dass er 1956 zum Skiurlaub den Schweizer Wintersportort Engelberg besuchte, wo er unter anderem seinen Sohn Rolf und seine verwitwete Schwägerin – und spätere Ehefrau – Martha Mengele traf. Erst 1959 wurde ein Haftbefehl gegen Mengele erlassen, wenig später tauchte dieser in Paraguay unter. Als es 1961 Gerüchte gab, Mengele sei in Zürich, wurde der Schweizer Geheimdienst aktiv.

Wie der Kriegsverbrecher unbehelligt in die Schweiz reisen konnte, beschäftigt Historikerinnen und Historiker schon lange. Bisher hatte der Schweizer Nachrichtendienst (NBD) Versuche, die Unterlagen einzusehen, abgelehnt, zuletzt im Februar 2026 – mit dem Verweis darauf, dass es dafür eine Schutzfrist bis 2071 gebe. Der Historiker Gérard Wettstein, der zu Mengele forscht, hatte dagegen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingelegt – mit Erfolg. Er wies darauf hin, dass die Akte eigentlich in den Fokus der Bergier-Kommission, eine unabhängige Historikerkommission, fiel, und deshalb schon längst hätte veröffentlicht werden sollen.

 
Schweiz: Volksabstimmung gegen neue AKWs fix
In der Schweiz wird es eine Volksabstimmung über den Bau neuer Atomkraftwerke geben. Ein breites Bündnis hat eigenen Angaben zufolge über 125.000 Unterschriften für das Referendum gesammelt, mehr als doppelt so viele wie nötig.

In der Schweiz muss über einen Gesetzesbeschluss eine Volksabstimmung stattfinden, wenn das zumindest 50.000 Stimmberechtigte mit ihrer Unterschrift fordern.

Nachdem zunächst der „Tagesanzeiger“ darüber berichtet hatte, bestätigte das Bündnis „Nein zu neuen AKW“ den Zwischenstand gestern in einer Medienmitteilung. Die AKW-Gegnerschaft hätte noch fast drei Wochen Zeit gehabt, um die erforderlichen Unterschriften zu sammeln.

Zwei Regierungsparteien und Grüne dafür
Hinter dem Referendum stehen die mitregierenden Sozialdemokraten, die Oppositionsparteien Grüne und GLP, Teile der mitregierenden Mitte sowie zahlreiche Organisationen wie die Schweizerische Energie-Stiftung und Greenpeace Schweiz.

 
Schweiz stimmt über strengere Neutralität ab – Russland-Sanktionen stehen mitten im Streit
Die Schweiz entscheidet an diesem Sonntag darüber, wie weit ihre Neutralität künftig reichen soll. Hinter der Vorlage steht die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei, die im Parlament die meisten Sitze hält. Sie wirft der Regierung vor, sich der Europäischen Union und der NATO zu stark angenähert zu haben, besonders seit Russlands Krieg gegen die Ukraine. Der Beitritt zu den europäischen Sanktionen gegen Moskau ist für die Partei der deutlichste Beleg. Künftig soll die Regierung Sanktionen gegen kriegführende Staaten nur noch übernehmen dürfen, wenn diese zuvor von den Vereinten Nationen beschlossen wurden. Genau dort beginnt der Streit. Russland besitzt im Sicherheitsrat ein Vetorecht und könnte Maßnahmen gegen sich selbst blockieren. Die Schweiz dürfte nach Annahme der Vorlage außerdem nicht mehr mit Militärbündnissen zusammenarbeiten, wie sie es seit rund 30 Jahren mit der NATO tut, einschließlich gemeinsamer Übungen. Eine Ausnahme wäre nur vorgesehen, wenn das Land selbst bedroht wäre. Die Befürworter wollen damit verhindern, dass Bern Stück für Stück in außenpolitische Entscheidungen hineingezogen werde, die nach ihrer Auffassung mit der traditionellen Neutralität unvereinbar seien.

Bundesregierung und Parlament halten dagegen. Die bestehende Verfassung gebe der Regierung bereits genügend Spielraum, um nationale Interessen zu schützen, ohne die Schweiz an fremde Kriegsparteien zu binden. Hinter der Abstimmung steckt deshalb weit mehr als eine juristische Frage. Es geht darum, ob Neutralität bedeutet, sich auch von Sanktionen fernzuhalten, selbst wenn ein Staat einen anderen angreift. Die Schweizer stimmen regelmäßig direkt über politische Fragen ab. Diesmal entscheidet das Land darüber, wie eng es seine eigene Bewegungsfreiheit festschreiben will, während rings um Europa Krieg geführt wird.

 
Schweizer gegen striktere Neutralität
In der Schweiz ist am Sonntag über eine strengere Auslegung der Neutralität abgestimmt worden. Nach einer ersten Hochrechnung sprach sich die überwiegende Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer gegen eine solche Verschärfung aus, das zuständige Bundesamt für Statistik meldete 70,2 Prozent Nein-Stimmen.

Eine Initiative verlangte mit Blick auf den Ukraine-Krieg, die Übernahme wirtschaftlicher Sanktionen der EU und eine Kooperation mit der NATO verfassungsrechtlich zu verbieten. Die Neutralität der Schweiz sorgt seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 für heftige Debatten in dem Land. Die Schweiz, die kein EU-Mitglied ist, übernahm zwar die von der EU gegen Moskau verhängten Sanktionen, hielt an der militärischen Neutralität des Landes bisher aber fest.

Aus Sorge über die Beteiligung der Schweiz an den EU-Sanktionen gegen Russland sammelte die Initiative „Pro Schweiz“ genügend Stimmen, um eine stärkere Verankerung der Neutralität durchzusetzen. „Pro Schweiz“ steht der Schweizerischen Volkspartei (SVP) nahe.


Ahja, so wie die meisten rechtsextremen Parteien in Europa zählt also auch die SVP zu de Putinleckern
 
1. Du hast immer noch nicht gelernt zwischen rechts-konservativ und rechtsextrem zu unterscheiden.
Ich kann unterscheiden, zwischen rechts-konservativ und rechtsextrem nur ist die SVP nicht rechtskonservativ, war sie vielleicht mal, sondern rechspopulistisch bis rechtsextrem. Du als Fan solcher weit rechts stehenden Parteien kannst natürlich nicht unterscheiden, weil alles was links von deinem Rand ist ist für dich linksextrem.
Man kann die SVP aufgrund ihrer Kampagnen und einer Rhetorik, die von Kritikern als fremdenfeindlich eingestuft wird, dem rechtsextremen Spektrum zuordnen. Zudem wird dieser Vorwurf durch punktuelle Kontakte einzelner Exponenten, insbesondere aus der Parteijugend, zu dezidiert rechtsextremen Gruppierungen wie der "Jungen Tat“ genährt. Ich kann unterscheiden, du nicht.

2. Die SVP befürwortet weder den russischen Angriffskrieg, noch steht sie an der Seite von Putin.

:lol27:


Natürlich nicht, so wie die FPÖ oder AfD. Köstlich.
Zwischen "Wir sind gegen den Angriffskrieg“ und "Unsere Russlandpolitik war richtig“ besteht ein Unterschied. Viele Kritiker werfen FPÖ und SVP nicht vor, den Krieg zu unterstützen, sondern die autoritäre Entwicklung Russlands über Jahre verharmlost zu haben. Das ist ein politischer Vorwurf, der sich nicht allein durch eine Distanzierung vom Krieg entkräften lässt.

 
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