Serie an Nachbeben: Istanbul richtet Notunterkünfte ein
Die Erdbebenserie in der türkischen Metropole Istanbul reißt nicht ab. Der Katastrophendienst AFAD meldete heute Vormittag zahlreiche weitere Nachbeben, darunter eines der Stärke 4,6. Insgesamt verzeichnete AFAD nach dem schweren Erdstoß gestern mit der Stärke 6,2 bisher gut 300 weitere Beben – alle entlang der tektonischen Gräben im Marmarameer.
Etliche Menschen haben die Stadt aus Angst vor einem großen Beben verlassen. Viele andere kamen in Notunterkünften unter. Rund 101.000 Personen wurden in Behelfsunterkünften wie Schulen, Moscheen und Logistiklagern aufgenommen, teilte der türkische Innenminister Ali Yerlikaya auf einer Pressekonferenz mit.
Bisher wurden laut Städteministerium rund 1.400 Schadensmeldungen an Gebäuden registriert, rund 1,5 Millionen Bauten wurden im Falle eines starken Erdbebens als „risikobehaftet“ eingestuft.
Sammelunterkünfte und Lebensmittelausgabe
Laut Staatssender TRT Haber hat der Türkische Rote Halbmond in den Sammelunterkünften bisher Lebensmittelhilfen für 350.000 Menschen bereitgestellt. Wie die Hilfsorganisation mitteilte, sind derzeit 3.000 Freiwillige und Mitarbeiter mit mehr als 100 Verpflegungsfahrzeugen im Einsatz.
orf.at