G
Gast26505
Guest
Was dieses "Almanci" angeht, ist es immer unterschiedlich in welcher Region man lebt kommt mir immer so vor. Bei uns im Schwarzmeer ist das völlig egal selbst wenn ich auffalle und man mich direkt anspricht mit den Worten:"Kommen sie aus dem Ausland....?"
Aber ich wurde bis jetzt in der Türkei nie als "yabanci" oder "almanci" bezeichnet. Ich mein, das sind in der Türkischen Kultur schon eine kleine Beleidigung wenn man so genannt wird. Wenn ich in der Türkei damit bin, bin ich "Türke". Anders in Deutschland. Ich spreche sehr gut deutsch, auch viel besser als viele meiner deutschen Kollegen. Mein Deutsch ist sogar sehr viel besser als mein "Türkisch". Und schlecht ist mein Türkisch bei weitem nicht.
Aber hier war ich zuerst > Arbeiterkind > Ausländer > Migrant > Deutsch-Türke
Sprich wir sind an einem Punkt angelangt und das im Jahr 2017, wo es vielen Deutschen Mitbürgern bis heute extrem schwer fällt zu sagen:"Hey, du bist doch eigentlich Deutscher denn du bist hier geboren, hier Schule gemacht, hier Arbeit gefunden usw.!" Gerade nochmal mit der Flüchtlingsproblematik, hat sich die Lage in den Türkischen Communitys verschärft.
Latenter Rassismus tangiert mich eher noch weniger aber früher hat mich das sehr fertig gemacht. Ich mein, du hast dich bemüht irgendwo reinzugehören und dir wurde diese Chance mehrere male verwehrt. Selbst auf meiner Arbeit, machen meine Kollegen typische Türken Jokes. Ich lach mit denen gerne darüber, weil schwarzer Humor ist mein Freund den ich nicht missen möchte. Dennoch hat es bis hierhin Überwindung gekostet. Aber das können auch nicht viele.
Ich bin in einem "Kanackenviertel/Ghetto/Wohnblocksiedlung" aufgewachsen. Das Viertel, hatte sogar einen extrem schlechten Ruf obwohl da nie mehr los war als bisschen Streit und das was sonst bei so einem Haufen von unterschiedlichen Kulturen passiert. Dennoch hatte das gesamte Viertel und somit auch der Ortsteil, seinen "schwarzen Fleck". Das aber auch nur, weil dort die "Ausländer" lebten. Einen anderen Grund, hatte es nicht.
Ich gebe MissChaos recht, denn ich wäre in der Türkei wahrscheinlich nur Feldarbeiter, Soldat oder Sportler geworden. Diese zwei, drei Möglichkeiten, hätten sich zur damaligen Zeit meiner Familie angeboten denn die war im grunde völlig verarmt. Deswegen sind eben auch viele aus meiner Familie zum Türkischen Militär gegangen. Das was ich in Deutschland erreicht habe, ganz ehrlich großes Dankeschön aber irgendwo habe ich mir das auch selbst zu verdanken und weniger Deutschland selbst. Ich bin einfach ein Typ, der will mehr als nur ein bisschen.
Deutschland kann einem als "Türken" sehr viele Steine auf den Weg legen. Das ist einfach so.
Aber ich wurde bis jetzt in der Türkei nie als "yabanci" oder "almanci" bezeichnet. Ich mein, das sind in der Türkischen Kultur schon eine kleine Beleidigung wenn man so genannt wird. Wenn ich in der Türkei damit bin, bin ich "Türke". Anders in Deutschland. Ich spreche sehr gut deutsch, auch viel besser als viele meiner deutschen Kollegen. Mein Deutsch ist sogar sehr viel besser als mein "Türkisch". Und schlecht ist mein Türkisch bei weitem nicht.
Aber hier war ich zuerst > Arbeiterkind > Ausländer > Migrant > Deutsch-Türke
Sprich wir sind an einem Punkt angelangt und das im Jahr 2017, wo es vielen Deutschen Mitbürgern bis heute extrem schwer fällt zu sagen:"Hey, du bist doch eigentlich Deutscher denn du bist hier geboren, hier Schule gemacht, hier Arbeit gefunden usw.!" Gerade nochmal mit der Flüchtlingsproblematik, hat sich die Lage in den Türkischen Communitys verschärft.
Latenter Rassismus tangiert mich eher noch weniger aber früher hat mich das sehr fertig gemacht. Ich mein, du hast dich bemüht irgendwo reinzugehören und dir wurde diese Chance mehrere male verwehrt. Selbst auf meiner Arbeit, machen meine Kollegen typische Türken Jokes. Ich lach mit denen gerne darüber, weil schwarzer Humor ist mein Freund den ich nicht missen möchte. Dennoch hat es bis hierhin Überwindung gekostet. Aber das können auch nicht viele.
Ich bin in einem "Kanackenviertel/Ghetto/Wohnblocksiedlung" aufgewachsen. Das Viertel, hatte sogar einen extrem schlechten Ruf obwohl da nie mehr los war als bisschen Streit und das was sonst bei so einem Haufen von unterschiedlichen Kulturen passiert. Dennoch hatte das gesamte Viertel und somit auch der Ortsteil, seinen "schwarzen Fleck". Das aber auch nur, weil dort die "Ausländer" lebten. Einen anderen Grund, hatte es nicht.
Ich gebe MissChaos recht, denn ich wäre in der Türkei wahrscheinlich nur Feldarbeiter, Soldat oder Sportler geworden. Diese zwei, drei Möglichkeiten, hätten sich zur damaligen Zeit meiner Familie angeboten denn die war im grunde völlig verarmt. Deswegen sind eben auch viele aus meiner Familie zum Türkischen Militär gegangen. Das was ich in Deutschland erreicht habe, ganz ehrlich großes Dankeschön aber irgendwo habe ich mir das auch selbst zu verdanken und weniger Deutschland selbst. Ich bin einfach ein Typ, der will mehr als nur ein bisschen.
Deutschland kann einem als "Türken" sehr viele Steine auf den Weg legen. Das ist einfach so.
