Erdogan eifert Trump und Putin nach: Demokratien sterben schnell
aber ich beginne eine Abneigung gegen alternde Ego-Politiker zu entwickeln. Die Welt könnte so schön sein, Millionen Menschen könnten friedlich und zufrieden leben, würden nicht in zahlreichen Staaten egoistische Regierungssenioren Leid, Chaos und Zwietracht säen. Auch in Europas Politik sieht man sie an immer mehr Schalthebeln, die Rambo-Gruftis:
Der 71-jährige türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan lässt den wichtigsten Oppositionspolitiker des Landes einkerkern, weil er um seinen Thron bangt. Demokratisch und europäisch gesinnte Türken fürchten den endgültigen Absturz in die Diktatur.
Der 61-jährige Ministerpräsident Viktor Orbán zerlegt Ungarns Demokratie, um sich ewig an der Macht zu halten, und torpediert als Gegenleistung für Russlands Unterstützung die EU-Sicherheitspolitik.
Der 60-jährige slowakische Regierungschef Robert Fico eifert seinem Buddy in Budapest nach, gibt einen feuchten Kehricht auf demokratische Standards und will mit Hilfe des Kremls ein autokratisches Regime installieren.
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić ist zwar erst 55, malträtiert aber wie ein alter Hase den Rechtsstaat und versucht seiner korrupten Clique dauerhaft die Macht zu sichern.
Vier skrupellose Männer, die für ihren Machthunger offensichtlich nahezu alles tun würden und damit der Demokratie schweren Schaden zufügen. Sie ernten Widerstand, zum Glück. In der Türkei kocht die Volksseele, Massendemonstrationen fordern Erdoğans Regime heraus. Auch in Serbien und in der Slowakei wird demonstriert, in Ungarn regen sich nach langer Grabesruhe ebenfalls wieder Proteste. Die Widerständler setzen Zeichen, machen Mut, vernetzen sich.
In immer mehr europäischen Ländern wird die Demokratie zerschlagen.
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