Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus der VR China

Ölpreis steigt auf 100 Dollar – China setzt die USA unter Druck, Trump schwitzt
Das monatelang aufgebaute Drohpotenzial Chinas entlädt sich im Ölpreis. Chinesische Käufer treiben den Ölpreis nach oben. Am Mittwoch wurde die Marke von 100 Dollar überschritten, Experten rechnen mit mehr

Jetzt ist es passiert. Der Rohölpreis der Sorte Brent überschritt am Mittwochvormittag erneut die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar. Öl legt derzeit wie auch andere Rohstoffe ordentlich zu, mit weitreichenden Auswirkungen auch für die europäische Industrie. Nach wie vor ist Rohöl und die daraus raffinierten Produkte entscheidend für das Erzeugerpreisniveau, das sich früher oder später auch beim Endkunden in die Verbraucherpreise übersetzt. Wie lässt sich der Höhenflug beim Öl erklären, der laut Experten von Goldman Sachs bis auf 120 US-Dollar zusteuern könnte?

Eskalation im Iran
Der wohl wichtigste Treiber ist aktuell die erneute Eskalation zwischen dem Iran und den USA. Seit kurzem liefern sich die beiden wieder vermehrt Feuergefechte, die der Iran mit einer neu angekündigten Sperrzone für die globale Schifffahrt beantwortet. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Ölunsicherheit scheint somit erneut in weite Ferne gerückt.

 
China verschärft Kontrolle über Auslandsreisen
China verschärft zum Schutz sensibler Technologie die Kontrolle über Auslandsreisen seiner Bürger und Bürgerinnen. Eine im Juli veröffentlichte Verordnung trat heute in Kraft.

Sie sieht ausdrücklich Ausreisesperren bei Verstößen gegen Exportkontrollen oder Vorschriften zur Weitergabe von Technologie vor. Betroffen sind Menschen, die mit solchen Verstößen „die nationale Industrie- und Technologiesicherheit gefährden könnten“, wie es in der Verordnung heißt.

Funktionäre müssen Reisepass abgeben
In einer Erläuterung verwiesen die Behörden auf Fälle, in denen chinesische Bürger nach einer regelwidrigen Ausreise unerlaubt Technologie an das Ausland weitergegeben hätten. Damit begründet Peking die schärferen Kontrollen auch mit dem Schutz von technischem Wissen. Ausreisesperren aus Gründen der nationalen Sicherheit waren bereits davor möglich.

Die neue Verordnung geht noch weiter: Auch chinesische Bürger, die im Ausland rechtswidrig handeln und dabei Chinas Sicherheit und Interessen schädigen, können nach ihrer Rückkehr für sechs Monate bis drei Jahre an weiteren Ausreisen gehindert werden.

 
China schockt EU mit starkem Exportzuwachs
Weil die Wirtschaft im Heimatland schwächelt, exportiert China mehr und mehr nach Europa. So sind die chinesischen Einfuhren in die EU von Januar bis Juli um weitere sieben Prozent gestiegen. In mehreren Segmenten verläuft der Aufwärtstrend sogar zweistellig.

Das ist das Ergebnis einer Analyse des Handelsblatts auf Basis der Importzahlen des EU-Statistikamts Eurostat.

Schon im Jahr 2025 waren die Importe in die EU aus China kräftig gestiegen, jetzt erreichen sie mit 352 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Die Daten unterstreichen: Lieferprobleme infolge des Irankriegs haben Chinas Industrie kaum und nur vorübergehend zurückgeworfen.

Chinesische Chemieunternehmen verschifften im Juni und Juli wieder deutlich mehr Waren nach Europa. Ganz ähnlich verlief die Entwicklung im Maschinenbau. Die Lieferungen von Autos nach Europa waren über den gesamten Zeitraum von Januar bis Juli rund 50 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Der Trend, dass die chinesischen Exporte massiv steigen, setzte sich auch im August fort, wie aktuelle Konjunkturdaten aus China belegen.

Dabei dringen chinesische Unternehmen in vielen Branchen mit sogenannten Kampfpreisen nach Europa vor. Deutsche und europäische Hersteller werfen den Konkurrenten vor, Preisdumping zu betreiben und subventionierte Exporte nach Europa einzuführen. Der Druck auf die EU für die anstehenden Handelsgespräche mit Peking wächst. Bereits im Oktober werden Ergebnisse erwartet.

 
Vermisste Teile von F-35-Tarnkappenjet in China vermutet
Geheime Technik des US-Tarnkappenjets F-35 ist einem Medienbericht zufolge womöglich China in die Hände gefallen. Die Plattform Politico berichtete am Freitag (Ortszeit), dass eine Ladung mit Teilen des Flugzeugs, darunter die Cockpithaube mit der Tarnkappentechnologie, auf dem Weg von Australien in die USA nach Hongkong umgeleitet wurde und seither als vermisst gilt. Der Tarnkappenjet F-35 gilt als eines der modernsten Kampfflugzeuge der Welt.

Dem Bericht zufolge sollten die F-35-Teile zu Reparaturzwecken in die USA verschifft werden. Warum die Ladung in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong umgeleitet wurde und wo sie sich derzeit befindet, ist noch unklar. Im US-Kongress sei dazu eine Untersuchung gestartet worden.

 
China schließt zwei Spitzengeneräle aus Partei und Armee aus
China hat die ranghohen Generäle Zhang Youxia und Liu Zhenli aus der Kommunistischen Partei und den Streitkräften ausgeschlossen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua heute meldete, werden ihnen schwere Disziplin- und Gesetzesverstöße vorgeworfen.

Beide sollen anderen bei Beförderungen geholfen und dafür hohe Geldsummen angenommen haben. Zudem wird ihnen vorgeworfen, Cliquen gebildet und sich gegenüber der Partei illoyal verhalten zu haben. Ihre Fälle werden laut Xinhua der Militärstaatsanwaltschaft übergeben. Freisprüche sind in chinesischen Strafprozessen äußerst selten.

Bereits im August abberufen
Das Verteidigungsministerium hatte bereits im Jänner Ermittlungen gegen beide bekanntgegeben. Im August wurden Zhang und Liu aus ihren Ämtern in der staatlichen Zentralen Militärkommission abberufen, dem obersten Führungsgremium der Streitkräfte. Zudem verloren sie ihre Mandate im Nationalen Volkskongress, Chinas Parlament.

 
Der vergessene Judenretter aus China
Der chinesische Generalkonsul Feng Shan Ho rettet während der NS-Zeit tausende Jüdinnen und Juden aus Wien vor dem Holocaust

10. November 1938, Wien: Feng Shan Ho klingelt bei der jüdischen Familie Rosenberg, um sich von seinen Freunden zu verabschieden. Er hat ihnen Visa ausgestellt, damit sie das Land verlassen können. Aber mitten in der Nacht war die Gestapo da und hat den Familienvater verhaftet. Zurück bleiben die verängstigte Frau und zwei Polizisten. So wie Rosenberg ergeht es in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 tausenden Jüdinnen und Juden.

Die meisten von ihnen deportieren die Nazis kurz darauf ins KZ Dachau. Ho kann die Polizisten aber so sehr einschüchtern, dass Rosenberg am nächsten Tag freigelassen wird.

Ein Chinese, der die Nazis verabscheut
Ho stammt aus Hunan im Süden von China. Er studiert Anfang der 1930er-Jahre in München. Dort bekommt er aus nächster Nähe mit, wie die SA die jüdische Bevölkerung und politische Gegner:innen terrorisiert.

Einige Jahre später schickt ihn die Chinesische Republik als Sekretär ihrer Gesandtschaft nach Wien. Kurz nach dem "Anschluss" Österreichs im März 1938 schließen die Nazis allerdings alle ausländischen Botschaften und Gesandtschaften. Ho bekommt den Auftrag, stattdessen ein Generalkonsulat zu errichten – und wird kurz darauf zu dessen Leiter.

 
Neuer Bericht: China „lernt“ aus Kriegen in Nahost und der Ukraine, wie es Taiwan angreifen kann
Der „Presse“ liegt ein Bericht des Verteidigungsministeriums in Taiwan vor: Darin dokumentieren Strategen, welche Lehren China aus Konflikten in Nahost und Ukraine zieht, um sich im Pazifik auszubreiten. Und wie die Volksrepublik Taiwan einverleiben will – auch ohne Invasion. Zugleich zeigen sie, wo die Schwachstellen der Volksarmee liegen.

China studiert derzeit akribisch die Kriege in der Ukraine und Nahost, um seine eigenen Ziele zu verwirklichen: die „Wiedereingliederung“ der demokratisch regierten Inselrepublik Taiwan und die Verdrängung der USA aus dem Pazifik. Das geht aus dem Jahresbericht des taiwanischen Verteidigungsministeriums zur „Militärmacht der Kommunistischen Partei Chinas“ hervor, der der „Presse“ vorliegt.

 
China: Zollpause mit USA ebnet Weg für Gespräche
Die Verlängerung der Zollpause im Handelsstreit mit den USA bis zum 10. Jänner 2027 gibt laut Ansicht der chinesischen Regierung beiden Seiten Zeit zur Bewertung der Umsetzung ihrer Vereinbarungen. Zugleich könne über das weitere Vorgehen zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme beraten werden, teilte das Handelsministerium heute in Peking mit.

Das Ministerium bestätigte damit die Fristverlängerung, die auf das zweite Treffen von Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in diesem Jahr in der vergangenen Woche in Washington folgte. Dieser Schritt schaffe ein „relativ stabiles und berechenbares politisches Umfeld“ für die Zusammenarbeit von Unternehmen und weitere aktive Gespräche, hieß es.

Bilaterale Beratungen in neuem Handelsrat
Im Rahmen eines neu zu gründenden Handelsrates wollen beide Staaten als einen der ersten Schritte über gegenseitige Zollsenkungen für Produkte im Wert von 30 Milliarden Dollar (rund 26 Mrd. Euro) verhandeln. Das solle die bilateralen Beziehungen stabilisieren und bessere Bedingungen für den Export entsprechender chinesischer Produkte in die USA schaffen, so Peking.

 
Zurück
Oben