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Nachrichten aus der VR China

Die drei Weltmächte China, Indien, Brasilien sollten die Uno verlassen
Warum sollten sie es tun? Das Verlassen der UNO durch China, Indien und Brasilien ist völkerrechtlich und politisch extrem unwahrscheinlich, da die Charta der Vereinten Nationen überhaupt kein offizielles Verfahren für einen freiwilligen Austritt vorsieht. Eine solche Forderung wird in geopolitischen Debatten zwar gelegentlich als radikaler Denkanstoß geäußert, spiegelt jedoch nicht die reale Dynamik wider. Tatsächlich verfolgen diese drei Staaten völlig andere Strategien.
 
Einfach nur noch krank: China erfasst Ausländer bis zum Sitzplatz im Zug

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Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus einem chinesischen Polizeisystem zur Überwachung von Ausländern. Links dokumentiert das System sämtliche registrierten Bewegungen einer Person mit exakten Zeitstempeln und Orten – darunter Wohnanlagen, Einkaufszentren, Restaurants und Supermärkte. Die Einträge stammen aus der automatisierten Gesichtserkennung und ermöglichen eine nahezu lückenlose Nachverfolgung des Tagesablaufs. Rechts visualisiert das System das soziale Umfeld der überwachten Person. Die Kreise stehen für einzelne Personen, die Linien für erkannte Verbindungen oder gemeinsame Bewegungen. Über verschiedene Filter können die Behörden unter anderem nach Kollegen, Staatsangehörigkeit, gemeinsamem Einreisejahr, gemeinsamem Wohngebiet oder gemeinsam erfassten Aufenthalten suchen. Das eingeblendete Profil enthält zusätzlich persönliche Daten wie Nationalität, Geschlecht, Alter und Passnummer, um Kontakte und Bewegungsmuster systematisch auszuwerten.

Ein ungeschütztes Polizeisystem aus Nordchina zeigt, wie weit die Überwachung ausländischer Besucher und Bewohner inzwischen reicht. Der Sicherheitsforscher und frühere China-Korrespondent Marc Hofer stieß Anfang des Jahres auf eine Plattform mit dem Namen „Dynamische Kontrollplattform für ausländisches Personal“. Das System war für die Stadt Zhangjiakou bestimmt, die 2022 Austragungsort der Olympischen Winterspiele war, und enthielt Daten zu fast 12.000 Menschen. Erfasst waren mehr als 700 langfristig dort lebende Ausländer, Menschen aus Hongkong und Taiwan, Gesuchte und über 300 ausländische Journalisten. Hofer fand darin auch sich selbst, mit einem Foto aus den Unterlagen der Einwanderungsbehörden, seiner Passnummer und der Telefonnummer, die er in China benutzt hatte. Die Plattform speicherte Namen, Geburtsdaten, Geschlecht, Familienstand, Adresse, Beruf und teilweise auch die Religionszugehörigkeit. Hinzu kamen Hotelaufenthalte, Krankenhausbesuche, Gasrechnungen, Flug- und Zugverbindungen bis hin zur Sitzplatznummer. Kameras und Gesichtserkennung meldeten, wann Menschen Wohnanlagen verließen, Einkaufszentren betraten, Restaurants besuchten oder an Straßenkreuzungen auftauchten.

Bei einer Frau aus der Mongolei ließ sich über mehrere Tage verfolgen, wie sie sich zwischen Wohnanlage, Supermarkt, Restaurant und Einkaufszentrum bewegte. Das System sollte außerdem Beziehungen zwischen Personen erkennen, wenn sie gemeinsam von Kameras erfasst wurden. Ausländische Studenten wurden mit Studienfach, Familienstand, Religion und ihren Auftritten an den Eingängen der Universität geführt. Menschen aus den USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland landeten in einer eigenen Kategorie mit der Bezeichnung „Fünf-Augen-Allianz“. Ägypten, Iran, Israel, Marokko, Pakistan und Sudan wurden als „wichtige Länder“ geführt. Besucher aus Taiwan und Hongkong bekamen ebenfalls eigene Gruppen. Die Plattform enthielt auch Einträge über Ausländer, die wegen nicht gemeldeter Wohnungswechsel, fehlender Arbeitsgenehmigungen oder anderer Verstöße belangt worden waren. Einige Datensätze nannten sogar den Polizeibeamten, der sie angelegt hatte. Der Mann war zuvor dafür gelobt worden, Gespräche im Internet zu verfolgen und sich einzumischen, um Bürger zu den aus Sicht der Behörden „richtigen“ Ansichten zu führen. Später wurde ein Labor der Polizei nach ihm benannt.

Verknüpft wurde die Plattform mit einem Pekinger Unternehmen, das Robotik, Überwachungstechnik und Ausrüstung an Polizeibehörden verkauft. Öffentliche Ausschreibungen und eine Patentanmeldung aus dem Jahr 2023 beschreiben ein fast gleich aufgebautes System. Besonders schwer wiegt, wie leicht die Daten erreichbar waren. Auf der Anmeldeseite waren Benutzername und Passwort bereits eingetragen, sodass jeder, der die Adresse fand, auf hochsensible Informationen zugreifen konnte. In der Liste der zuletzt angemeldeten Nutzer erschienen mehrere Polizeistationen. Hofer begann im Januar, die Daten zu sichern. Im Mai war die Plattform verschwunden. Ob und wie die Polizei sie im Alltag einsetzte, ist nicht vollständig geklärt. Klar ist jedoch, dass Kamerabilder, Behördendaten, medizinische Angaben, Rechnungen und Reisebewegungen in einem einzigen System zusammengeführt wurden. Ausländische Besucher waren darin nicht Gäste, sondern Datensätze, die nach Herkunft, Religion, Beruf und Beziehungen sortiert werden konnten. Die Überwachung endete nicht an der Grenze und nicht mit der Passkontrolle. Sie begleitete Menschen bis zum Krankenhaus, zum Skigebiet, zum Einkaufszentrum und auf ihren Sitzplatz im Zug.
 

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Warum sollten sie es tun? Das Verlassen der UNO durch China, Indien und Brasilien ist völkerrechtlich und politisch extrem unwahrscheinlich, da die Charta der Vereinten Nationen überhaupt kein offizielles Verfahren für einen freiwilligen Austritt vorsieht. Eine solche Forderung wird in geopolitischen Debatten zwar gelegentlich als radikaler Denkanstoß geäußert, spiegelt jedoch nicht die reale Dynamik wider. Tatsächlich verfolgen diese drei Staaten völlig andere Strategien.
Uno ist im grunde ein westlicher Club
 
China rüstet sich für Taifun
China wappnet sich für die Ankunft des Taifuns „Dolphin“. Er soll in der Nacht auf morgen auf die Ostküste des Landes treffen. Das nationale Wetteramt warnte heute vor sintflutartigen Regenfällen und starken Winden mit Geschwindigkeiten von bis zu 162 Kilometern pro Stunde.

Das entspricht einem Hurrikan der Kategorie zwei. Die Behörden warnten vor Überschwemmungen und Erdrutschen in weiten Teilen Ostchinas.

Besonders betroffen sein dürften die Provinzen Zhejiang, Schanghai und Fujian. In Teilen von Zhejiang könnten den Prognosen zufolge bis zu 500 Millimeter Regen fallen. Zuvor war „Dolphin“ über die japanische Präfektur Okinawa hinweggezogen. Dort wurden sechs Menschen verletzt, in mehr als 50.000 Gebäuden fiel der Strom aus. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, auch in Taiwan.

Bohrinseln evakuiert
Die chinesischen Behörden trafen umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen. Arbeiter von Bohrinseln wurden in Sicherheit gebracht und Schiffe zurück in die Häfen beordert. Allein im Hafen von Schanghai mussten mehr als 500 Schiffe Schutz suchen, wie die städtische Seefahrtsbehörde mitteilte.

 
Massenevakuierungen
Taifun „Dolphin“ legt Osten Chinas lahm
Der Taifun „Dolphin“ hat am Montag mit heftigem Regen und starken Windböen den Alltag im Osten Chinas zum Erliegen gebracht. Auch die Metropole Schanghai ist betroffen. Bisher mussten mehr als eine Million Menschen ihre Häuser verlassen, Hunderte Flüge wurden gestrichen. Mittlerweile schwächte sich „Dolphin“ zu einem Tropensturm ab, vor Überflutungen und Erdrutschen wird aber weiter gewarnt.

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China gab im Vorfeld die höchste Warnstufe aus, „Dolphin“ sei der bisher stärkste Sturm des Jahres in China. Er erreichte am Sonntag zuerst die ostchinesische Provinz Zhejiang und Windgeschwindigkeiten von 150 km/h.

Wenig später zog der Sturm bei Yueqing ein zweites Mal über die Küste. Und hinterließ sichtbare Spuren: Bäume stürzten um, Baustellen wurden beschädigt, Straßen überflutet.

 

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Krieg am Golf: China schickt seine Waren über die Arktis nach Europa
Der Klimawandel macht die Wege durch das arktische Meer immer länger eisfrei und passierbar. China nützt das jetzt erstmals großflächig für seine Exporte.
Der Klimawandel macht es möglich. Die Nordwestpassage, einst nur für Eisbrecher passierbar, ist schon seit einigen Jahren über weite Teile des Jahres eisfrei. China nützt die legendäre Schifffahrtsroute jetzt erstmals auch großflächig für seine Containerschiffe und damit für den Warenexport nach Europa und Afrika. Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus durch den Konflikt zwischen USA und Iran macht diese Transport-Alternative noch attraktiver. Schließlich spart der Weg über die Beringstraße und dann über die Arktis nach Europa nicht nur tausende Kilometer und damit Treibstoff, sondern weicht auch dem politischen Konflikt und damit den Risiken in der Golfregion aus.

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China eröffnet den „Eisernen Seidenweg“ – Frachter sollen Europa durch die Arktis in halber Zeit erreichen
China macht aus einer bisher selten genutzten Route durch die Arktis eine regelmäßige Frachtverbindung nach Europa. Die chinesische Reederei Sea Legend will noch in dieser Woche den ersten regelmäßigen Frachtdienst über die Arktis starten. Einmal pro Woche soll ein Schiff vom ostchinesischen Hafen Ningbo bis nach Felixstowe in Großbritannien fahren. Die Verbindung trägt den Namen „Eis-Seidenstraße“ und könnte die bisherige Transportzeit zwischen beiden Häfen drastisch verkürzen. Auf den üblichen Schifffahrtsrouten dauert die Reise etwa 40 Tage, durch die Arktis soll sie nur ungefähr halb so lange dauern.

Dass China ausgerechnet jetzt diesen Weg ausbaut, hat einen sehr handfesten Grund. Die Fahrt durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab ist gefährlich geworden. Die mit Iran verbundenen Huthi im Jemen erklärten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien und drohten Reedern mit Angriffen auf Schiffe, die saudische Häfen anlaufen. Nach mehreren Angriffen auf saudische Ölinfrastruktur sank der Verkehr von Schiffen mit Rohstoffladungen durch Bab al-Mandab Ende Juli auf den niedrigsten Stand seit mehreren Monaten. Wer dieses Gebiet vermeiden will, muss bislang häufig den erheblich längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung und damit um Afrika nehmen.

Die Arktis bietet China nun eine Route, die nicht nur diese Gefahren umgeht, sondern Europa wesentlich schneller erreichen kann. Möglich wird das während der Sommermonate durch das schmelzende Eis, wenn Schiffe Teile der Strecke ohne Unterstützung von Eisbrechern befahren können. Im vergangenen Sommer wurden auf der Nördlichen Seeroute bereits 23 Transporte gezählt, nachdem es 2024 noch 15 gewesen waren. Jetzt folgt daraus erstmals ein regelmäßiger Frachtdienst. Ganz ohne Russland funktioniert Chinas neue Verbindung allerdings nicht. Die Nördliche Seeroute ist in 28 Abschnitte mit unterschiedlichen Vorschriften aufgeteilt. Die Routenplanung und die Genehmigungen für die Durchfahrt liegen bei der Hauptverwaltung der Nördlichen Seeroute, die zum russischen Staatskonzern Rosatom gehört. China verkürzt damit seinen Seeweg nach Europa möglicherweise um Wochen, umgeht eine zunehmend gefährliche Route durch den Nahen Osten – und führt einen wichtigen Teil seines neuen Handelswegs ausgerechnet durch eine arktische Passage, über deren Nutzung Russland wacht.

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Eheschließungen in China weiter rückläufig
Trotz staatlicher Kampagnen und lokaler Geldprämien heiraten in China wieder deutlich weniger Paare. Im ersten Halbjahr wurden landesweit 3,28 Millionen Eheschließungen registriert, berichtete der Staatssender CCTV gestern unter Berufung auf Daten des chinesischen Zivilministeriums.

Das waren 264.000 oder rund 7,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Langfristig geht die Zahl der Eheschließungen bereits seit mehr als einem Jahrzehnt zurück.

2013 ließen noch 13,47 Millionen Paare ihre Ehe registrieren. Im Jahr 2024 fiel die Zahl mit 6,11 Millionen auf den niedrigsten Stand seit mindestens 1980. Im vergangenen Jahr erholte sie sich. Nun ist sie jedoch erneut gesunken.

Weniger junge Menschen
Ein Grund für den Rückgang ist die Bevölkerungsentwicklung. Weil in China über Jahrzehnte weniger Kinder geboren wurden, erreichen nun kleinere Jahrgänge das typische Heiratsalter.

 
Chinesische Reederei startet Frachtroute durch Nordpolarmeer
Die chinesische Reederei Sea Legend befährt ab morgen eine „Expressfrachtroute“ durch das Nordpolarmeer. Die Fahrt von Ningbo am Ostchinesischen Meer nach Felixstowe in Großbritannien soll rund 20 Tage dauern – das wäre halb so lang wie die Fahrt durch den Sueskanal.

Die Reederei will die Route einmal pro Woche befahren, in diesem Jahr bis Anfang Oktober. Bis dahin können Frachter das Nordpolarmeer oft ohne Eisbrecher befahren.

Das Schiff „Dubai Tower“ werde morgen Nacht im Hafen Ningbo ablegen, hieß es. Sea Legend hatte die Fahrt von Ningbo nach Felixstowe über die Nordostpassage im vergangenen Jahr getestet. Sie dauerte laut der Reederei damals 20 Tage.

Auch andere Reedereien haben die Nordostpassage entlang der russischen Küste bereits ausprobiert – die erste Reederei war Maersk aus Dänemark im Jahr 2018. Im vergangenen Jahr befuhren nach Angaben des Unternehmensversicherers Allianz Commercial bereits 23 Schiffe die Route. Sie ist kürzer als der Weg durch den Sueskanal, spart daher Zeit und Treibstoff und ist zudem sicherer.

Selbstverpflichtung zur Nichtnutzung
Die Route ist aber meist nur im Sommer nutzbar – und viele Reedereien haben eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, sie nicht zu nutzen, weil das die Eisschmelze beschleunigen könnte. Die Selbstverpflichtung unterzeichneten etwa Hapag-Llyod aus Deutschland, MSC aus der Schweiz und CMA CGM aus Frankreich.

 
China testet den neuen Superzug: Von 0 auf 800 in nur fünf Sekunden
In China wurde ein neuer Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Das Land baut damit seine Vorreiterrolle bei ultraschnellem Schienenverkehr weiter aus

Ein experimenteller Magnetschwebezug (Maglev) beschleunigte auf einer Teststrecke in der Provinz Hubei innerhalb von nur 5,3 Sekunden von null auf 800 Kilometer pro Stunde. Damit stellt das Fahrzeug einen neuen Weltrekord für die Beschleunigung eines Schienenfahrzeugs auf.

Die Tests fanden auf einer lediglich einen Kilometer langen Versuchsanlage des Donghu Laboratory statt. Bemerkenswert ist nicht nur die enorme Beschleunigung: Nach der Rekordfahrt brachte ein neu entwickeltes Bremssystem den Zug kontrolliert innerhalb von rund 200 Metern wieder zum Stehen.

Schwebend zum Rekord
Maglev-Züge schweben mithilfe starker Magnetfelder einige Zentimeter über den Schienen. Da kein direkter Kontakt zwischen Zug und Gleis besteht, entfällt die sonst übliche Reibung. Die Fortbewegung erfolgt ebenfalls durch elektromagnetische Kräfte entlang der Strecke. Dadurch sind deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich als bei herkömmlichen Hochgeschwindigkeitszügen.

 
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