Satire Splitter
Die Schatullen der Krankenkassen sind leer, deshalb muss jetzt gespart werden. Wir faulen Deutschen feiern zu oft krank und lassen uns unnötig behandeln. Dann müssen wir es halt darauf ankommen lassen, ob ein Hautkrebs tödlich endet, denn die Hautkrebsvorsorge wurde gestrichen. Das ist nur ein Beispiel, wie wir Versicherten die ,,KankenKassen" retten sollen.
Dabei haben eben diese Krankenkassen 170 bis 500 Millionen Euro selber verzockt.
Mindestens 28 Kassen sowie Kassenärztliche Vereinigungen sollen mindestens 170 Millionen Euro in einen hochriskanten Immobilienfonds investiert haben.
Der Fonds geriet jedoch in Schieflage, das investierte Geld der Beitragszahler ist mit hoher Wahrscheinlichkeit dadurch verloren.
Gesetzliche Krankenkassen sind verpflichtet, eine Rücklage zu bilden. Diese muss mindestens 20 Prozent der durchschnittlichen monatlichen Ausgaben betragen und so angelegt werden, dass sie für den vorgesehenen Zweck verfügbar bleibt.
Allerdings gelten hierfür strenge Anlagevorschriften. Das Sozialgesetzbuch IV legt fest, dass die Geldanlage möglichst risikoarm erfolgen muss. Auch das Bundesamt für Soziale Sicherung, seinerseits Aufsichtsbehörde für die Krankenkassen, stellt klar, bei der Geldanlage geht es nicht um eine möglichst hohe Rendite, Vorrang hat immer die Sicherheit der Geldanlage.
Investiert haben die Kassen, Kassenärztliche Vereinigungen und andere institutionelle Investoren in einen sogenannten Mezzanine-Fonds. Dieser sammelt Gelder von professionellen und semiprofessionellen Anlegern ein. Im Anschluss wurde dieses, in Form hochverzinster Nachrangdarlehen, an Immobilien-Projektentwickler weitergereicht.
Insgesamt belaufen sich die bekannten Verluste durch diese Investitionen auf mindestens 170 Millionen Euro. Der tatsächliche Verlust könnte aber deutlich höher ausfallen, da viele der Institutionen bislang keine Angaben zur Verlusthöhe gemacht haben. Insider berichten laut Süddeutscher Zeitung über mögliche Verluste in Höhe von bis zu 500 Millionen Euro.
Nun verweisen die Krankenkassen darauf, dass sie bei den Anlagen wohl schlecht beraten wurden. Wenn man aber bedenkt, dass gerade unsere Krankenkassen keine älteren Ehepaare sind, die vom provisionsgeilen Bankberater über den Tisch gezogen werden, ist die ,,schlechte Beratung" schon mehr als fadenscheinig. Die Vorstandsetagen der Krankenkassen kassieren Millionen und haben eine wahre Armee an Rechtsanwälten und Finanzmanagern, da liegt das Problem wohl eher in der Gier oder in der Faulheit sich zu informieren.
Die Würde des Menschen scheint mittlerweile nicht mehr tastbar zu sein. Kinder bekommen aus Kostengründen kaum noch eine gute medizinische Versorgung. Psychotherapie und psychologische Behandlung wird deutlich beschnitten. Pflegende Angehörige werden bestraft, wenn sie den Krankenkassen durch ihre Pflege viel Geld ersparen.
Aber natürlich ist genug Geld, zum verzocken und für irre Provisionen an Vorstände da.
Dieses Mal bleibt mein Schleudertrauma vom Kopfschütteln leider unbehandelt.
Bleibt alle Gesund und Menschlich. Eure Leni Rastlos.