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Nachrichten aus Europa

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Leiter der Präsidialverwaltung des Präsidenten von Zypern ist wegen Beihilfe zur Umgehung von Sanktionen für Russen zurückgetreten.

Charalambos Charalambous, ein Verwandter von Präsident Christodoulides, ist aufgrund eines Korruptionsskandals und seiner mutmaßlichen Verwicklung in die Umgehung von Sanktionen zugunsten von Russen zurückgetreten. Er gab seinen Rücktritt am Montag in den sozialen Medien bekannt. Er bezeichnete sich als Opfer einer gezielten Kampagne, die darauf abziele, Präsident Nikos Christodoulides, die Regierung und das Land zu diskreditieren. Charalambous erklärte, er wolle keinerlei Zweifel an seiner Ehrlichkeit zulassen und befürchte, dass seine weitere Amtszeit dem Land und dem Präsidenten schaden könnte.

Der Skandal begann am 8. Januar mit dem Erscheinen eines anonymen Videos auf der Social-Media-Plattform X. Darin sollen hochrangige zypriotische Beamte über Korruptionspraktiken gesprochen haben, darunter die Umgehung von EU-Sanktionen zugunsten russischer Staatsbürger. In einigen Abschnitten wurden Möglichkeiten zur Umgehung der Wahlkampffinanzierungsgrenzen durch Bargeldspenden sowie Wege für Unternehmen zum Zugang zum Präsidenten und zur First Lady erörtert.
 
Digitale Souveränität: AWS verlegt Metadaten und Kontrolle komplett in die EU
Der Cloud-Marktführer investiert Milliarden in ein neues System, das ohne US-Zugriff funktionieren soll – der Startschuss fällt in Deutschland

Am Donnerstag fällt der Startschuss für ein Projekt, das die europäische Cloud-Landschaft nachhaltig verändern soll: Amazon Web Services (AWS) eröffnet in Brandenburg die erste Region seiner neuen European Sovereign Cloud (ESC). Mit einem Investitionsvolumen von 7,8 Milliarden Euro bis zum Jahr 2040 setzt der US-Konzern ein Zeichen auf dem europäischen Markt und verspricht eine Lösung für eines der drängendsten Probleme hiesiger Unternehmen und Behörden – die digitale Souveränität.

Die Antwort von AWS kommt nicht von ungefähr. Spätestens seit dem Vorjahr werden die Stimmen in Europa laut, dass man sich unabhängiger von den USA machen soll – die eigenen Daten sicher vor externen Regierungen sein müssen. Während an lokalen Lösungen gearbeitet wird, sieht der Tech-Konzern einen neuen Markt, den man sich nicht entgehen lassen möchte.

Dass man technisch gut aufgestellt ist, hat AWS in den vergangenen Jahren bestätigt. Viele Firmen und Behörden in Europa nutzen Services von AWS. Aber wie will der Konzern die Frage beantworten, wie digitale Souveränität, geliefert aus den USA, für Europa funktionieren soll?

Metadaten und Personal im Fokus
Bisher konnten Kunden zwar wählen, in welchen Regionen ihre Daten physisch gespeichert werden, doch bestimmte Kundengenerierte Metadaten – etwa für die Abrechnung oder das Nutzerkontenmanagement – wurden global verwaltet, erklärt Mustafa Isik dem STANDARD. Der Deutsche ist seit knapp fünf Jahren Cheftechnologe für digitale Souveränität bei AWS. Zu seinen Aufgaben zählt unter anderem der Austausch und die Zusammenarbeit mit Regierungsvertreterinnen und regionalen Regulatoren, um Compliance-, Sicherheits-, aber auch Souveränitätsanforderungen zu bedienen.

 
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