Kommentar: Wilders entzaubert Europas Rechtspopulisten
Mit dem Regierungsbruch und den daraus folgenden Neuwahlen zeigt das niederländische Populismus-Urgestein vor allem eines: Wenn die Vereinfacher Regierungsverantwortung übernehmen, wird es schwierig.
Aus kommunikationsstrategischer Perspektive hat Geert Wilders seine Koalition in den Niederlanden lehrbuchartig beendet. Vor einer Woche drohte er den anderen drei Parteien in einer eiligen Pressekonferenz mit einem Rückzug aus der Regierung. Am Montag sagte er, es sehe „sehr schlecht“ aus, er wolle noch eine Nacht darüber schlafen.
Am Dienstag dann der Vollzug: Die rechte Vier-Parteien-Koalition ist am Ende, gescheitert an vermeintlicher Uneinigkeit über eine schärfere Asylpolitik.
Mit seinen offensichtlich unerfüllbaren Forderungen erpresste Wilders die übrigen Parteien und suchte ein öffentlichkeitswirksames Ende für das Bündnis, das in seiner Regierungszeit kaum eine Woche vergehen ließ, ohne sich vor laufenden Kameras zu streiten.
Urgestein des Rechtspopulismus
Der 61-Jährige ist seit 27 Jahren in der Politik und gehört zu den Urgesteinen des Rechtspopulismus in Europa. Scharfe Polemik und provokante Auftritte gehören zu seinen alltäglichen Werkzeugen. Das wussten auch seine Koalitionäre, denn nicht umsonst war nicht Wilders Ministerpräsident, sondern der parteilose Technokrat Dick Schoof.
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Mit dem Regierungsbruch und den daraus folgenden Neuwahlen zeigt das niederländische Populismus-Urgestein vor allem eines: Wenn die Vereinfacher Regierungsverantwortung übernehmen, wird es schwierig.
Aus kommunikationsstrategischer Perspektive hat Geert Wilders seine Koalition in den Niederlanden lehrbuchartig beendet. Vor einer Woche drohte er den anderen drei Parteien in einer eiligen Pressekonferenz mit einem Rückzug aus der Regierung. Am Montag sagte er, es sehe „sehr schlecht“ aus, er wolle noch eine Nacht darüber schlafen.
Am Dienstag dann der Vollzug: Die rechte Vier-Parteien-Koalition ist am Ende, gescheitert an vermeintlicher Uneinigkeit über eine schärfere Asylpolitik.
Mit seinen offensichtlich unerfüllbaren Forderungen erpresste Wilders die übrigen Parteien und suchte ein öffentlichkeitswirksames Ende für das Bündnis, das in seiner Regierungszeit kaum eine Woche vergehen ließ, ohne sich vor laufenden Kameras zu streiten.
Urgestein des Rechtspopulismus
Der 61-Jährige ist seit 27 Jahren in der Politik und gehört zu den Urgesteinen des Rechtspopulismus in Europa. Scharfe Polemik und provokante Auftritte gehören zu seinen alltäglichen Werkzeugen. Das wussten auch seine Koalitionäre, denn nicht umsonst war nicht Wilders Ministerpräsident, sondern der parteilose Technokrat Dick Schoof.