Europa als Gegenentwurf zur Machtpolitik
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat im Bundestag eine außenpolitische Linie gezogen, die sich deutlich von imperialer Machtrhetorik absetzt. Die Europäische Union, so Merz, sei eine Alternative zu Imperialismus und Autokratie und könne in einer Welt wachsender Großmachtrivalität eigene Partnerschaften auf Augenhöhe anbieten. Merz sprach von einem rauer werdenden internationalen Klima, in dem sich neue Machtblöcke formieren. Europa müsse diesen Wandel nüchtern erkennen, dürfe sich aber nicht einschüchtern lassen. Gerade darin liege eine Chance für demokratische Staaten mit offenen Märkten, die verlässliche Partner suchen.
Zugleich bekräftigte der Kanzler die Bedeutung der Nato und kündigte an, dass Europa seine Verteidigungsanstrengungen deutlich verstärken werde. Die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten bleibe zentral, jedoch nicht in einer Rolle der Unterordnung. Partnerschaft bedeute Gleichrangigkeit. Deutlich wies Merz Aussagen des US-Präsidenten zurück, wonach nicht-amerikanische Nato-Truppen in Afghanistan die Front gemieden hätten. Deutschland habe fast zwanzig Jahre lang Verantwortung getragen, 59 Soldaten verloren und viele Verwundete zu beklagen. Diese Leistung lasse man sich nicht abwerten. Europa müsse lernen, die Sprache der Machtpolitik zu verstehen, sagte Merz, ohne ihre Prinzipien aufzugeben. Dazu gehörten mehr technologische Eigenständigkeit, wirtschaftliche Stärke und eine selbstbewusste Außenpolitik. Der Anspruch ist klar: Europa will nicht Zuschauer sein, sondern gestaltende Kraft in einer unruhigen Welt.
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat im Bundestag eine außenpolitische Linie gezogen, die sich deutlich von imperialer Machtrhetorik absetzt. Die Europäische Union, so Merz, sei eine Alternative zu Imperialismus und Autokratie und könne in einer Welt wachsender Großmachtrivalität eigene Partnerschaften auf Augenhöhe anbieten. Merz sprach von einem rauer werdenden internationalen Klima, in dem sich neue Machtblöcke formieren. Europa müsse diesen Wandel nüchtern erkennen, dürfe sich aber nicht einschüchtern lassen. Gerade darin liege eine Chance für demokratische Staaten mit offenen Märkten, die verlässliche Partner suchen.
Zugleich bekräftigte der Kanzler die Bedeutung der Nato und kündigte an, dass Europa seine Verteidigungsanstrengungen deutlich verstärken werde. Die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten bleibe zentral, jedoch nicht in einer Rolle der Unterordnung. Partnerschaft bedeute Gleichrangigkeit. Deutlich wies Merz Aussagen des US-Präsidenten zurück, wonach nicht-amerikanische Nato-Truppen in Afghanistan die Front gemieden hätten. Deutschland habe fast zwanzig Jahre lang Verantwortung getragen, 59 Soldaten verloren und viele Verwundete zu beklagen. Diese Leistung lasse man sich nicht abwerten. Europa müsse lernen, die Sprache der Machtpolitik zu verstehen, sagte Merz, ohne ihre Prinzipien aufzugeben. Dazu gehörten mehr technologische Eigenständigkeit, wirtschaftliche Stärke und eine selbstbewusste Außenpolitik. Der Anspruch ist klar: Europa will nicht Zuschauer sein, sondern gestaltende Kraft in einer unruhigen Welt.