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Nachrichten aus Frankreich

F: Plattform mit erpressten Nacktfotos offline gestellt
Französische Fahnder haben eine Internetplattform vom Netz genommen, über die Kriminelle durch Erpressung oder ohne Einwilligung erlangte Nacktaufnahmen von rund 17.000 Frauen vertrieben haben sollen.

Die Plattform sei mit Unterstützung von US-Behörden aufgedeckt worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft gestern mit. Drei damit zusammenhängende Websites seien geschlossen worden.

Die Fotos hätten sowohl aus Hackerangriffen auf Social-Media-Konten gestammt als auch aus Cybergrooming-Fällen, bei denen Erwachsene sich online das Vertrauen von Minderjährigen erschleichen und sie zu Nacktaufnahmen zwingen. Außerdem habe es sich auch um „Rachepornos“ gehandelt.

Bewertung der Opfer nach Schönheitsgrad
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden Nutzer der Websites dazu angeregt, gegen eine Belohnung in virtueller Währung Identifikationsdaten der einzelnen Opfer bereitzustellen.

 
Frankreich: Vorerst keine Zusatzgelder für Schulen
Frankreichs Premierminister Sebastien Lecornu hat den protestierenden Schülern und Schülerinnen bessere Lernbedingungen zugesichert, aber keine zusätzlichen Finanzhilfen im Bildungsbereich in Aussicht gestellt.

„In den acht Monaten, die uns noch bis zur Präsidentschaftswahl verbleiben, wird die Regierung pragmatisch handeln, um den Erwartungen der Gymnasiasten gerecht zu werden“, sagte Lecornu gestern Abend in einer Ansprache.

Hohe Schuldenlast
Im Bildungsbereich seien im kommenden Haushalt Mehrausgaben von 1,2 Milliarden Euro vorgesehen, das Ressort sei damit eines der wenigen mit einem wachsenden Budget, sagte Lecornu. Die Bildungsgewerkschaften hatten zehn Milliarden Euro Zusatzausgaben verlangt. Angesichts der hohen Staatsverschuldung ringt die Regierung mit einem Sparhaushalt.

Um die Lage an den Schulen zu verbessern, solle es mehr Vertretungslehrer, bauliche Maßnahmen an Gebäuden, überarbeitete Stundenpläne, eine Verbesserung des universitären Zulassungsverfahrens „Parcoursup“ sowie mehr Mitsprache für die Schülerinnen und Schüler geben, sagte Lecornu.

Wut verständlich

 
Um Abschiebungen zu erleichtern: Frankreich nimmt Gespräche mit Taliban in Afghanistan auf
Der Dialog solle helfen, hunderte Afghanen aus Frankreich auszufliegen, die eine Gefahr für die Sicherheit darstellen.

Frankreich hat nach Angaben aus Diplomatenkreisen Gespräche mit der Taliban-Regierung in Afghanistan aufgenommen, um Abschiebungen in das Land zu erleichtern. „Es wurde ein technischer Dialog eingeleitet, um die Rückführung von Afghanen zu erleichtern, die eine Gefahr für die Sicherheit darstellen“, sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch.

Er wollte sich nicht konkret zur Zahl der potenziell betroffenen Afghanen äußern. Aus einer anderen Quelle verlautete aber, „hunderte“ Menschen könnten in der Folge in ihre Heimat abgeschoben werden. Der technische Dialog „stellt unsere Haltung zu Afghanistan nicht in Frage“. „Wir halten an der Unterstützung der Afghanen fest, insbesondere an der Hilfe für die Frauen“. Auf eine Anfrage, ob Taliban-Vertreter für die Gespräche nach Frankreich kommen könnten, reagierte das französische Außenministerium zunächst nicht.

 
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