Besonders betroffen von den Protesten sind die wichtigen Autobahnen A1 (E75) zwischen Athen und Thessaloniki bei Larissa und Egnatia Odos (A2) von Igoumenitsa bis zur türkischen Grenze. Aber auch in anderen Landesteilen und auf den Inseln kommt es zu Straßenblockaden. Betroffen sind immer wieder auch die Grenzübergänge nach Bulgarien, Nordmazedonien, in die Türkei und nach Albanien. Damit sind auch Reisende involviert, die den Balkantransit nutzen. Sie müssen teils große Umwege in Kauf nehmen, um die blockierten Knotenpunkte zu umgehen.
Für Dienstag, 16. Dezember, kündigten die Landwirte Demonstrationen in den Städten an. Erhebliche Verkehrsbehinderungen durch langsam fahrende Konvois sind programmiert.
Am Mittwoch, 10. Dezember, wollten die Demonstranten die Rio-Antirrio-Brücke, eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen dem Peloponnes und dem griechischen Festland, blockieren. Polizisten stoppten die Traktorkonvois, bevor diese die Brücke erreicht hatten.
Ziel der Landwirte sind immer wieder auch Hafenzufahrten. Am Mittwochvormittag, 10. Dezember, wurde etwa der Hafen von Volos nahe Athen blockiert. Entlang der wichtigsten Zufahrtsstraßen zum Hafen von Patras (wichtiger Hafen für Reisende nach Italien) verhinderte die Polizei, dass die Bauern in die Hafenzone gelangen. Fährreisende von und nach Italien dürfen sich in nächster Zeit nicht in Sicherheit wiegen.
Die Sperrungen führen vor allem im internationalen Lastwagenverkehr zu erheblichen Verzögerungen. Die Polizei versucht zwar den Verkehr umzuleiten, jedoch ist dies nicht überall möglich.