Ich fürchte, mit Rumänien wird es auch nichts
Regierungskrise in Rumänien
In Rumänien ist die proeuropäische Regierungskoalition nach einem Streit über den Sparkurs zerbrochen. Sieben Minister der Sozialdemokraten (PSD) traten heute aus dem Kabinett von Ministerpräsident Ilie Bolojan aus. Damit verliert der liberale Regierungschef Bolojan die parlamentarische Mehrheit. Der Schritt gefährdet den Zugang zu EU-Hilfen in Milliardenhöhe.
Die PSD hatte Bolojan am Montag zum Rücktritt aufgefordert. Grund sind dessen Pläne, die Staatsausgaben zu kürzen und das höchste Haushaltsdefizit in der Europäischen Union zu senken. Die Sozialdemokraten hatten bisher alle Maßnahmen des Kabinetts mitgetragen.
Misstrauensantrag geplant
Bolojan lehnte einen Rücktritt ab. Er kündigte an, Übergangsminister aus den Reihen der verbleibenden Kabinettsmitglieder zu ernennen. Diese können die Posten für 45 Tage besetzen, bevor das Parlament ein neues Kabinett bestätigen muss. Die Sozialdemokraten sind die stärkste Kraft im Parlament und wollen in den kommenden Tagen einen Misstrauensantrag gegen Bolojan einbringen.
Sie könnten die Regierung mit Unterstützung der oppositionellen, rechtsextremen Allianz für die Vereinigung der Rumänen (AUR) stürzen. Die AUR ist die zweitgrößte Fraktion im Parlament und führt derzeit in allen Meinungsumfragen.
orf.at
Regierungskrise in Rumänien
In Rumänien ist die proeuropäische Regierungskoalition nach einem Streit über den Sparkurs zerbrochen. Sieben Minister der Sozialdemokraten (PSD) traten heute aus dem Kabinett von Ministerpräsident Ilie Bolojan aus. Damit verliert der liberale Regierungschef Bolojan die parlamentarische Mehrheit. Der Schritt gefährdet den Zugang zu EU-Hilfen in Milliardenhöhe.
Die PSD hatte Bolojan am Montag zum Rücktritt aufgefordert. Grund sind dessen Pläne, die Staatsausgaben zu kürzen und das höchste Haushaltsdefizit in der Europäischen Union zu senken. Die Sozialdemokraten hatten bisher alle Maßnahmen des Kabinetts mitgetragen.
Misstrauensantrag geplant
Bolojan lehnte einen Rücktritt ab. Er kündigte an, Übergangsminister aus den Reihen der verbleibenden Kabinettsmitglieder zu ernennen. Diese können die Posten für 45 Tage besetzen, bevor das Parlament ein neues Kabinett bestätigen muss. Die Sozialdemokraten sind die stärkste Kraft im Parlament und wollen in den kommenden Tagen einen Misstrauensantrag gegen Bolojan einbringen.
Sie könnten die Regierung mit Unterstützung der oppositionellen, rechtsextremen Allianz für die Vereinigung der Rumänen (AUR) stürzen. Die AUR ist die zweitgrößte Fraktion im Parlament und führt derzeit in allen Meinungsumfragen.