Künstlicher Kuschelkurs unter den Patrioten dieser Welt
Ein Unterstützungsvideo für Ungarns rechtsnationalen Premier Viktor Orbán zeigt eine politische Allianz ohne stabiles Fundament
Es ist eine beachtliche Runde, die sich da in einem von Viktor Orbán verbreiteten Wahlkampfvideo zusammengefunden hat: Herbert Kickl aus Österreich, Andrej Babiš aus Tschechien, Marine Le Pen aus Frankreich, Benjamin Netanjahu aus Israel, Javier Milei aus Argentinien und noch einige mehr streuen dem rechtsnationalen Premier Ungarns, dessen Regierung sich im April der Wiederwahl stellt, in dem Clip begeistert Rosen.
Die überschwängliche Wahlkampfhilfe zeigt zunächst zweierlei: Der seit mehr als 15 Jahren regierende Orbán hat sich international zu einer Galionsfigur rechter und rechtsextremer Politik gemausert. Und: Angesichts seines aufstrebenden Herausforderers Péter Magyar wächst offenbar nicht nur bei Orbán selbst die Nervosität, sondern auch bei seinen Bewunderern im Ausland. Der starke Mann in Budapest ist zum Symbol für die machtpolitische Zementierung des Antiliberalismus geworden, das man nicht mehr missen möchte.
Kein monolithischer Block
Bei genauerem Hinsehen stellt man freilich fest, dass der Block der Orbán-Freunde weniger monolithisch ist, als es scheint. Und das nicht nur wegen der massiven Unterschiede in der Haltung gegenüber Russland.
Netanjahu etwa regiert in Israel zwar selbst mit rechtsextremen Ministern – aber mit rechtsextremen Parteien in Europa, die zum Teil antisemitische Wurzeln mit immer wieder neuen Auswüchsen haben, ist die Politik seines Landes eigentlich nicht unter einen Hut zu bringen. Man denke nur an den deutschen AfD-Politiker Björn Höcke, der das Berliner Holocaust-Denkmal einst als "Denkmal der Schande" bezeichnet hat: Seine Parteichefin Alice Weidel drückt nun an der Seite Netanjahus dem Ungarn Orbán die Daumen.
www.derstandard.at
Ein Unterstützungsvideo für Ungarns rechtsnationalen Premier Viktor Orbán zeigt eine politische Allianz ohne stabiles Fundament
Es ist eine beachtliche Runde, die sich da in einem von Viktor Orbán verbreiteten Wahlkampfvideo zusammengefunden hat: Herbert Kickl aus Österreich, Andrej Babiš aus Tschechien, Marine Le Pen aus Frankreich, Benjamin Netanjahu aus Israel, Javier Milei aus Argentinien und noch einige mehr streuen dem rechtsnationalen Premier Ungarns, dessen Regierung sich im April der Wiederwahl stellt, in dem Clip begeistert Rosen.
Die überschwängliche Wahlkampfhilfe zeigt zunächst zweierlei: Der seit mehr als 15 Jahren regierende Orbán hat sich international zu einer Galionsfigur rechter und rechtsextremer Politik gemausert. Und: Angesichts seines aufstrebenden Herausforderers Péter Magyar wächst offenbar nicht nur bei Orbán selbst die Nervosität, sondern auch bei seinen Bewunderern im Ausland. Der starke Mann in Budapest ist zum Symbol für die machtpolitische Zementierung des Antiliberalismus geworden, das man nicht mehr missen möchte.
Kein monolithischer Block
Bei genauerem Hinsehen stellt man freilich fest, dass der Block der Orbán-Freunde weniger monolithisch ist, als es scheint. Und das nicht nur wegen der massiven Unterschiede in der Haltung gegenüber Russland.
Netanjahu etwa regiert in Israel zwar selbst mit rechtsextremen Ministern – aber mit rechtsextremen Parteien in Europa, die zum Teil antisemitische Wurzeln mit immer wieder neuen Auswüchsen haben, ist die Politik seines Landes eigentlich nicht unter einen Hut zu bringen. Man denke nur an den deutschen AfD-Politiker Björn Höcke, der das Berliner Holocaust-Denkmal einst als "Denkmal der Schande" bezeichnet hat: Seine Parteichefin Alice Weidel drückt nun an der Seite Netanjahus dem Ungarn Orbán die Daumen.
Künstlicher Kuschelkurs unter den Patrioten dieser Welt
Ein Unterstützungsvideo für Ungarns rechtsnationalen Premier Viktor Orbán zeigt eine politische Allianz ohne stabiles Fundament