Ungarns Opposition: "Orbán und seine Leute predigen Wasser und trinken Wein"
Für viele geht es bei der Wahl in Ungarn in einem Monat vor allem um die Frage, ob das System Orbán nach 16 Jahren aufgebrochen werden kann. Hat Herausforderer Péter Magyar die Antwort?
Mihály Györfi steht in seinem Büro im Rathaus der ungarischen Stadt Szolnok vor einem Gemälde: eine Wiese, Gänse, Bauernhäuser, eine Frau. "Crossroads", sagt Györfi, so heiße das Bild. Es stamme von einem lokalen Künstler und handle vom Moment, in dem man entscheiden müsse, ob man nach links, nach rechts, vorwärts oder zurück gehen will. "Ein bisschen so fühlt sich Ungarn gerade an", sagt der 43-Jährige.
Györfis Outfit – Schwarzer Hoodie, rechteckige Brille – stehe für einen neuen Politikstil, sagt er. Vor eineinhalb Jahren kandidierte der frühere Geschichtslehrer für das Oppositionsbündnis in der 70.000-Einwohnerstadt, rund 100 Kilometer südöstlich von Budapest – und gewann die Bürgermeisterwahl.
Seitdem versucht er, Strukturen aufzubrechen, die sein Amtsvorgänger aus der Regierungspartei Fidesz hinterlassen hat. Im Rathaus habe es lange an Transparenz gefehlt, sagt Györfi. Er wolle die Türen öffnen, Politik zugänglicher machen und die Menschen stärker einbeziehen. "Orbán und seine Leute predigen Wasser und trinken Wein."
www.derstandard.at
Für viele geht es bei der Wahl in Ungarn in einem Monat vor allem um die Frage, ob das System Orbán nach 16 Jahren aufgebrochen werden kann. Hat Herausforderer Péter Magyar die Antwort?
Mihály Györfi steht in seinem Büro im Rathaus der ungarischen Stadt Szolnok vor einem Gemälde: eine Wiese, Gänse, Bauernhäuser, eine Frau. "Crossroads", sagt Györfi, so heiße das Bild. Es stamme von einem lokalen Künstler und handle vom Moment, in dem man entscheiden müsse, ob man nach links, nach rechts, vorwärts oder zurück gehen will. "Ein bisschen so fühlt sich Ungarn gerade an", sagt der 43-Jährige.
Györfis Outfit – Schwarzer Hoodie, rechteckige Brille – stehe für einen neuen Politikstil, sagt er. Vor eineinhalb Jahren kandidierte der frühere Geschichtslehrer für das Oppositionsbündnis in der 70.000-Einwohnerstadt, rund 100 Kilometer südöstlich von Budapest – und gewann die Bürgermeisterwahl.
Seitdem versucht er, Strukturen aufzubrechen, die sein Amtsvorgänger aus der Regierungspartei Fidesz hinterlassen hat. Im Rathaus habe es lange an Transparenz gefehlt, sagt Györfi. Er wolle die Türen öffnen, Politik zugänglicher machen und die Menschen stärker einbeziehen. "Orbán und seine Leute predigen Wasser und trinken Wein."
Ungarns Opposition: "Orbán und seine Leute predigen Wasser und trinken Wein"
Für viele geht es bei der Wahl in Ungarn in einem Monat vor allem um die Frage, ob das System Orbán nach 16 Jahren aufgebrochen werden kann. Hat Herausforderer Péter Magyar die Antwort?