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Nachrichten Russland

Messung bestätigt Lärm bei Botschaft
Eine Messung des Magistrats hat den Lärm im Umfeld der russischen Botschaft bestätigt. Zuletzt hatte die APA über auffällige, laute Geräusche um etwa 790 Hertz berichtet. Jetzt wird überprüft, ob eine Gesundheitsgefährdung eintreten kann.

Die Geräusche sind im Umfeld der Botschaft der Russischen Föderation in der Reisnerstraße (Wien-Landstraße) wahrzunehmen und werden in der gegenüber der russischen Vertretung gelegenen deutschen Botschaft als störend empfunden. Das Team der russischen Botschaft erklärte auf APA-Anfrage, keinerlei Lärm zu empfinden und auch keine Beschwerden von der Nachbarschaft bekommen zu haben.

Der APA liegt jedoch eine Mail vom 28. Juli an die offizielle Adresse der russischen Botschaft vor, in dem sich die Hausverwaltung eines Gebäudes aus der Nachbarschaft über störende Geräusche beklagte und um die Überprüfung eines Klimageräts ersuchte: „Unsere Wohnungseigentümer können nachts aufgrund der Lärmbelästigung nicht schlafen und bei dieser Hitze auch die Fenster nicht offen lassen“, hieß es in der Nachricht.

 
Russland droht Litauen im Fall von Atomwaffenstationierung
Russland hat Litauen mit scharfen Worten vor der möglichen Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet des EU-Landes gewarnt. Ein solcher Schritt „wäre ein sehr ernster Wendepunkt im Hinblick auf die Eskalation der Spannungen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow heute im russischen staatlichen TV.

Land gerät „ins Fadenkreuz“
„Wenn sich auf dem Territorium (Litauens) Atomwaffen befinden, die auf uns gerichtet sind, gerät das Territorium dieses Landes entsprechend ins Fadenkreuz unserer eigenen Atomwaffen“, sagte er.

Litauens Präsident Gitanas Nauseda hatte im Juli eine Beteiligung seines Landes an der atomaren Abschreckung der NATO gegenüber Russland in Aussicht gestellt. Das in der Verfassung verankerte Verbot einer Stationierung von Atomwaffen in dem NATO-Mitgliedstaat muss vom Parlament mit einer Zweidrittelmehrheit aufgehoben werden. Das Vorhaben wird über die Parteigrenzen hinweg unterstützt.

 
Sie sagte einem Soldaten Nein – 2 Tage später wurde Angelina entführt und mit Stromschlägen bedroht
Angelina wollte keinen fremden Mann kennenlernen. Zwei Tage später saß sie mit einem Sack über dem Kopf in einem Auto und wurde verhört. Am 8. September hatte die junge Frau auf einem Parkplatz in einer großen russischen Grenzstadt einen etwa 40 bis 50 Jahre alten Mann in Militäruniform getroffen. Er wollte sich mit ihr bekannt machen und schlug vor, gemeinsam herumzufahren. Sie lehnte ab. Daraufhin begann er, ihre Tätowierungen zu mustern und behauptete, darunter „nationalsozialistische Symbole“ erkannt zu haben. Angelina bestreitet das. Sie brach das Gespräch ab und fuhr später davon. Der Wagen des Mannes folgte ihr noch eine Zeit lang. Über die Begegnung berichtete sie anschließend in ihrem geschlossenen Telegram-Kanal.

Am 10. September warteten auf einem Parkplatz bei ihrem Fitnessstudio mehrere Männer. Zwei von ihnen trugen Militäruniformen und Masken. Sie packten Angelina, stießen sie in ein Auto und nahmen ihr das Telefon ab. Über ihren Kopf kam ein Sack. Nach ihrer Einschätzung wurde sie aus der Stadt gefahren. Ein Mann in Zivil habe sich als Mitarbeiter einer staatlichen Stelle vorgestellt und ihr für wenige Sekunden einen Dienstausweis gezeigt. Danach begann das Verhör. Angeblich liege ein Hinweis vor, sie wolle sich der Legion „Freiheit Russlands“ anschließen. Die Männer fragten nach möglichen Verbindungen zur Ukraine und nach ihren Angehörigen. Auch Einzelheiten aus ihrem Privatleben seien angesprochen worden, die Angelina nach eigener Aussage nie öffentlich gemacht habe.

Später stieg ein weiterer Mann in das Fahrzeug. Er drohte ihr mit Handschellen und Stromschlägen, falls sie nicht rede. Angelina fragte, ob das alles mit jenem Mann zusammenhänge, dem sie 2 Tage zuvor eine Abfuhr erteilt hatte. Die Reaktion der Männer beschreibt sie als Gelächter. Irgendwann setzte sich der Wagen wieder in Bewegung. Nahe ihrer Wohnung ließen sie Angelina frei, gaben ihr das Telefon zurück und drückten ihr 500 Rubel für ein Taxi in die Hand. Zur Polizei solle sie besser nicht gehen, hätten sie ihr geraten. Ein Nein auf einem Parkplatz, zwei Tage später ein Sack über dem Kopf. In diesem Russland kann selbst eine verweigerte Bekanntschaft plötzlich wie ein Verhör enden.

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Politik-Comedy aus Moskau: Putin entdeckt plötzlich die gerechte Weltordnung und will mehr Globalen Süden im UN-Sicherheitsrat
Wladimir Putin will den UN-Sicherheitsrat vergrößern. Beim 18. BRICS-Gipfel in Neu-Delhi forderte der russische Präsident mehr Sitze für Staaten aus Asien und Afrika. Auch Lateinamerika müsse stärker vertreten sein. Versuche, aufstrebende geopolitische Konkurrenten kleinzuhalten, führten nach seiner Darstellung zu Störungen im internationalen System und schwächten die Wirkung gemeinsamer Institutionen. Moskau messe der zentralen Rolle der Vereinten Nationen deshalb „außerordentlich große Bedeutung“ bei. Gemeinsam mit den übrigen BRICS-Staaten wolle Russland daran arbeiten, die Arbeit der UN zu verbessern. Eine Erweiterung des Sicherheitsrates könne dazu beitragen.

Putin war am Freitag zu einem 3-tägigen Arbeitsbesuch nach Indien gereist. Der Gipfel findet am 12. und 13. September statt, Indien führt 2026 den Vorsitz der Staatengruppe. BRICS entstand 2006 zunächst mit Russland und China sowie Indien und Brasilien. Südafrika kam 2011 hinzu. Seit Anfang 2024 wurde der Kreis um weitere Staaten erweitert. Gerade dieser gewachsene Anspruch macht die Forderung nach einem veränderten UN-Sicherheitsrat politisch interessant: Ein immer größerer Teil der Welt will nicht länger akzeptieren, dass die dauerhafte Macht dort im Wesentlichen aus der Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg stammt.

Neu ist Putins Forderung allerdings kaum. Innerhalb von BRICS wird seit Jahren darüber gesprochen, den Globalen Süden stärker im Sicherheitsrat abzubilden. Praktisch verändert hat sich wenig. Die Gruppe kann Forderungen formulieren und politischen Druck aufbauen, verbindliche Entscheidungen über die Zusammensetzung des Sicherheitsrates kann sie selbst nicht treffen. So steht auch in Neu-Delhi wieder ein großer Anspruch im Raum, während der Stuhl, um den gestritten wird, vorerst dort bleibt, wo er seit Jahrzehnten steht. Nur über Russlands eigenen Vetositz spricht er lieber nicht.

Fortsetzung folgt …

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Berichte über Ausreisen
In Russland geht die Angst um
In Russland halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach es heuer eine Mobilmachung für den Angriffskrieg in der Ukraine geben könnte. Zugleich zeigen Umfragen eine angespannte Stimmung im Land. Welchen Anteil die Gerüchte daran haben, ist nicht zu beziffern. Jedenfalls tragen ukrainische Drohnenangriffe den Krieg in den russischen Alltag – am Montag wurde etwa die Schwarzmeer-Stadt Sotschi angegriffen. Parallel zu all diesen Entwicklungen gibt es Hinweise darauf, dass Russen das Land verlassen bzw. eine Ausreise erwägen.

Laut wöchentlichen Erhebungen des staatlichen russischen Meinungsforschungsinstituts FOM bezeichneten seit Ende April in fast jeder Befragungswoche mehr als die Hälfte der Befragten die Stimmung in ihrem persönlichen Umfeld als „ängstlich“. Der entsprechende FOM-Indikator erreichte damit das höchste anhaltende Niveau seit der russischen Teilmobilmachung im Jahr 2022.

Mehr als viereinhalb Jahre nach Beginn der vollumfänglichen Invasion in der Ukraine sind demnach viele Menschen in Russland besorgt, wenngleich aber die Umfrage der staatlichen FOM freilich nicht ausweist, in welchem Ausmaß die von den Befragten wahrgenommene Angst mit der Sorge vor einer möglichen Teilmobilmachung der russischen Armee zusammenhängt.

„Völliger Unsinn“
Die Spekulationen blieben jedenfalls auch dem Kreml nicht verborgen, zumal er zuletzt darauf reagierte. Es gebe „derzeit kein Szenario, das eine Mobilmachung erforderlich machen würde“, da Russland „keinerlei Probleme bei der Verfügbarkeit von Militärpersonal“ habe, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin Anfang des Monats. Bereits davor hatte er entsprechende Spekulationen als „völligen Unsinn“ bezeichnet.

 
Putin eskaliert – gegen Europa
Attacken an der Grenze zum offenen Krieg – auch Österreich muss damit rechnen

Was wird Wladimir Putin tun, wenn der Krieg gegen die Ukraine nicht so läuft, wie er sich das vorstellt? Wird er endlich in substanzielle Verhandlungen eintreten, endlich die eigenen Riesenverluste an Menschen und Material zur Kenntnis nehmen? Diese Frage bewegt die interessierte europäische Öffentlichkeit derzeit.

Putin gibt auch eine Antwort: Er eskaliert. Und zwar vor allem gegen die europäischen Unterstützer der Ukraine mit hybriden und kaum mehr versteckten Borderline-Angriffen. Borderline im dreifachen Sinn: an der geografischen Grenze, an der psychischen und an der zum offenen Krieg.

Verunsichern und destabilisieren
Die letzte Attacke war ein Drohnenangriff auf einen ukrainischen Zug knapp vor der polnischen Grenze. Eine Lokomotive wurde zerstört, aus einem anderen Zug mussten jedoch deswegen der frühere CIA-Chef und General David Petraeus, sowie die früheren Ministerpräsidenten von Schweden und Großbritannien, Carl Bildt und Boris Johnson, evakuiert werden. Sie hatten an einer Unterstützerkonferenz in Kyjiw teilgenommen.

 
„Schon wieder neue Gräberreihen; ich kann nicht einmal mehr das Grab meines Freundes finden. Überall liegt Müll herum, sogar auf den Gräbern.“

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Auf dem Grundstück eines Mannes, der Menschen zwangsweise in den Krieg geschickt hatte, wurde eine einbetonierte Leiche gefunden.
Iwan Iwanow aus der Siedlung Juschny (Region Tscheljabinsk) und sein Bekannter Alexander Kucharenko zwangen Männer zur Unterzeichnung von Verträgen mit dem Verteidigungsministerium – unter dem Versprechen eines Dienstes im Hinterland – und eigneten sich anschließend deren Soldzahlungen an.

Im Juli wurden beide im Zusammenhang mit dem Mord an einem 31-jährigen Mann festgenommen. Dessen zerstückelte Leiche war in der Oblast Leningrad in fünf schwarzen Säcken aufgefunden worden; bei den Beschuldigten fand man eine auf seinen Namen ausgestellte Bankkarte.
Im August, bereits nach Iwanows Festnahme, entdeckte man auf dem Grundstück seines abgebrannten Hauses eine weitere, in Beton gegossene Leiche.
 
Ein Veteran wurde wegen seiner Kriegszahlungen mit kochendem Wasser übergossen.
In der Region Twer tranken ein Besatzungssoldat und zwei Bekannte gemeinsam Alkohol. Nach einiger Zeit forderten sie den „Kriegshelden“ auf, das Geld mit ihnen zu teilen, das er nach einer Verwundung und für seine Teilnahme am Krieg erhalten hatte. Nachdem er sich geweigert hatte, wurde er geschlagen und gefoltert; anschließend übergossen sie seinen Kopf mit kochendem Wasser. Ein Überleben mit derartigen Verletzungen war unmöglich.

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Institut für Sprachwissenschaft der Russischen Akademie der Wissenschaften: Von den 155 Sprachen Russlands sind nur das Russische und die Russische Gebärdensprache nicht vom Aussterben bedroht.
Die Sprachen der Völker Russlands verschwinden rapide. Im Land gibt es nur noch jeweils 1 Sprecher des Aleutisch-Mednowischen und des Itelmenischen. 8 Sprachen haben weniger als 10 Sprecher. Insgesamt stehen 15 Sprachen kurz vor dem Aussterben, weitere 39 gelten als stark gefährdet. Nach den Reformen der 2000er Jahre wurden die Nationalsprachen an Schulen zu Wahlfächern, während Russisch Pflichtfach blieb.
 
Russland fliegt Mitarbeiter von Generalkonsulat aus
Nach der von der deutschen Bundesregierung angeordneten Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn hat Russland ein Flugzeug nach Deutschland geschickt, um Beschäftigte außer Landes zu bringen.

Für den Sonderflug sei von deutscher Seite eine entsprechende Genehmigung erteilt worden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes heute in Berlin. Dieser stehe „im Zusammenhang mit der Ausreise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des russischen Generalkonsulats Bonn“.

Schritte nach Sprengstoffdrohnenvorfall
Die Bundesregierung hatte die Schließung des Generalkonsulats zum 18. September als Reaktion auf den Drohnenvorfall auf dem Flughafen Leipzig-Halle Anfang August angeordnet. Damals war in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. Die Bundesregierung macht Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich.

 
Viele stürzten aus dem Fenster
In Russlands Elite häufen sich mysteriöse Todesfälle
Seit Jahren sterben in Russland auffällig viele Funktionäre, Manager und Offiziere. Bis Mitte 2025 waren es mindestens 38 Fälle unter rätselhaften Umständen.
In Russland sind von 2022 bis Mitte 2025 mindestens 38 Mitglieder der Elite unter rätselhaften Umständen gestorben. Betroffen sind Oligarchen, Manager, Beamte und hohe Offiziere. In den offiziellen Angaben tauchen Suizid, Herzinfarkt, Vergiftung und tödliche Stürze – häufig aus Fenstern – als Todesursachen auf. Das berichtet die finnische Zeitung „Iltalehti“ unter Berufung auf ein neues Buch des finnischen Historikers und Russland-Kenners Arto Luukkanen.

Für die auffällige Serie gibt es inzwischen sogar einen eigenen Begriff: „Russisches Plötzlicher-Tod-Syndrom“. Luukkanen beschreibt die Fälle in seinem Buch „Die grausame Geschichte der Machtwechsel in Russland“, das am 15. September 2026 erschien. Er schreibt, die Todesfälle stünden in der Tradition staatlicher Tötungen aus der Sowjetzeit.

Tradition politischer Morde seit Sowjetzeiten
Die sowjetischen Sicherheitsorgane verfolgten Gegner, Überläufer und politische Feinde über Jahrzehnte auch im Ausland. Als frühes Beispiel gilt Boris Sawinkow, eine der führenden Figuren im Kampf gegen die Bolschewiki. Er wurde 1924 in einem Schauprozess zu zehn Jahren Haft verurteilt. Später hieß es, er habe sich durch einen Sprung aus dem Fenster eines Moskauer Gefängnisses das Leben genommen.

 
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