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NATO

Ex-NBA-Profi Enes Kanter
„Erdogan ist das trojanische Pferd für Putin in der NATO“
Seine Kritik an autoritären Regimen brachte dem Basketballer Enes Kanter viele Feinde ein. Seine NBA-Karriere endete abrupt. Schweigen will Kanter aber nicht. Im WELT-Interview spricht er über den Iran, Wladimir Putin – und warum ihm die Lage der USA große Sorge macht.

Im Jahre 2022 beendete Enes Kanter Freedom seine Basketballkarriere – ungewöhnlich früh mit nur 30 Jahren. Kanter, der seit 2021 den amerikanischen Pass besitzt, hatte zuvor scharfe Kritik an China geäußert und damit nicht nur die Basketballiga NBA brüskiert, sondern auch seine Sponsoren.

Heute ist Kanter Vollzeitaktivist. In der Türkei, seiner Heimat, gilt er als Staatsfeind. Die türkischen Behörden dringen auf seine Auslieferung, weil Kanter Präsident Erdogan öffentlich attackiert und sich der Gülen-Bewegung zurechnet. Im Interview mit WELT Anfang März in Berlin spricht das Ausnahmetalent über den Moment, als er beinahe verhaftet wurde, Menschenrechte und seinen Blick auf die drängendsten Konflikte unserer Zeit.

WELT: Wir haben uns das letzte Mal im Jahr 2022 getroffen, kurz nachdem Ihre NBA-Karriere beendet war. Wie hat sich Ihr Leben seitdem verändert?

Enes Kanter Freedom: Statt ein Trikot anzuziehen, ziehe ich jetzt einen Anzug an und schüttle sehr wichtigen Leuten die Hand. Es ist aber großartig: Ich reise um die Welt und spreche über Menschenrechtsverletzungen durch Diktaturen. Früher habe ich mich auf ein Thema konzentriert – die Türkei – und jetzt ist es viel breiter geworden: China, Iran, Russland, Venezuela, Kuba und viele andere. Natürlich mache ich mir damit mehr Feinde, aber es ist ein schöner Kampf. Wenn du siehst, dass du das Leben von Menschen veränderst, Herzen berührst und tatsächlich Einfluss darauf hast, was weltweit passiert – das ist unbezahlbar.

WELT: Damals hatte Ihnen Ihre scharfe Kritik an China große Probleme eingebracht. Für die Basketballliga und die Ausrüster waren Ihre Aussagen nicht opportun. Sie sahen ihr Milliardengeschäft in Gefahr. Viele sagen: Am Ende war es Ihr Aktivismus, der Ihnen den Job als Profisportler gekostet hat. Wann haben Sie für sich entschieden, dass dieser Kampf es Ihnen wert ist?

Kanter: Mein ganzes Leben habe ich über die Diktatur in der Türkei gesprochen, weil meine Familie stark betroffen war – ich habe sie bis heute nicht sehen können, seit fast zwölf Jahren. Aber wenn du dich „mehr als ein Athlet“ nennst und sagst, du bist Menschenrechtsaktivist, dann kannst du dich nicht nur auf ein Thema beschränken. Gerade bei China will niemand darüber reden: keine Regierungen, keine Medienhäuser – weil alle wissen, dass China ihre Wirtschaft zerstören kann. Und ich glaube, einige der größten Menschenrechtsverletzungen passieren durch die chinesische Regierung. Deshalb habe ich gesagt: Ich gehe raus und lege offen, was sie tun – gegenüber Uiguren, Tibetern, Hongkongern, Taiwanern. Ich spreche über Organraub und viele andere Verbrechen der Kommunistischen Partei.

 
US-General Kellogg
„Die Nato, wie wir sie heute kennen, ist tot“
Trotz kurzfristiger Vorteile durch den Iran-Krieg ist Russland zu schwach, um die Ukraine zu besiegen, glaubt Trumps früherer Sondergesandter Kellogg. Für die Zukunft der Nato hat er ein gänzlich neues Konzept.

Donald Trumps früherer Sondergesandter für die Ukraine, General Keith Kellogg, sieht Russland nicht in der Lage, gegen die Ukraine zu gewinnen. Der US-Generalleutnant sagte, der Kreml profitiere zwar indirekt von den Entwicklungen im Nahen Osten, sei militärisch jedoch zu schwach, den Krieg für sich zu entscheiden.

„Russland profitiert von steigenden Ölpreisen, insbesondere beim Rohöl, das teurer wird. (…) Ich denke, sie haben dadurch einen gewissen Vorteil und eröffnen sich neue Möglichkeiten“, sagte Kellog der polnischen Zeitung „Fakt“, wie WELT Mitglied des Axel Springer Global Reporters Network.

„Putin hat gewisse Vorteile, wird die Ukraine aber nicht besiegen.“ Der ehemalige Ukraine-Chefunterhändler des Weißen Hauses erklärte, der Friedensprozess stecke fest, weil Wladimir Putin von seiner eigenen Stärke überzeugt sei.

Russland stößt an seine Grenzen
„Man muss verstehen, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnt. Sie haben den Dnipro nicht überschritten. Sie haben Charkiw, Odessa oder Kiew nicht eingenommen. Außerdem haben sie die Ukrainer auf dem Schlachtfeld nicht besiegt.“

 
NATO-Staaten steigerten Verteidigungsausgaben
Angesichts des Ukraine-Krieges und der weltweit angespannten Sicherheitslage haben die NATO-Mitglieder ihre Verteidigungsausgaben weiter gesteigert.

Wie aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht des Verteidigungsbündnisses für 2025 hervorgeht, gaben im vergangenen Jahr sieben NATO-Länder mehr als drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aus. Drei Länder erreichten laut den Schätzungen sogar das für 2035 anvisierte Ziel von 3,5 Prozent.

Auf diese Prozentzahl hatten sich die 32 Mitgliedsstaaten auf dem NATO-Gipfel in Den Haag im vergangenen Jahr geeinigt. Zusätzlich sollen die NATO-Länder 1,5 Prozent ihres BIP für verteidigungsrelevante Ausgaben wie Infrastruktur und Cybersicherheit ausgeben.

Auf Druck von Trump
Die meisten europäischen Länder haben seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 ihre Verteidigungsausgaben deutlich hochgefahren. Auf Druck von US-Präsident Donald Trump wurde dann in Den Haag das Fünfprozentziel festgelegt.

Die im Verhältnis zum BIP höchsten Verteidigungsausgaben hatten dem Bericht zufolge Polen mit 4,3 Prozent, Litauen mit vier Prozent und Lettland (3,74 Prozent). Insgesamt stiegen die Verteidigungsausgaben der europäischen NATO-Mitglieder und Kanadas erneut um mehr als 19 Prozent, wie es in dem Bericht hieß.

Die Verteidigungsausgaben der USA entsprachen im vergangenen Jahr 3,19 Prozent des BIP. In absoluten Zahlen gerechnet gaben die 32 NATO-Länder 2025 den Angaben zufolge 1,63 Billionen Dollar (rund 1,41 Billionen Euro) für Verteidigung aus.

 
NATO: Donald Trump stellt Unterstützung für NATO erneut infrage
Die Nato begehe im Irankrieg einen "gewaltigen Fehler", sagt der US-Präsident. Er kritisiert auch den Bundeskanzler – und zieht eine Verbindung zum Ukrainekrieg.
US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung von Mitgliedern der Nato durch die USA infrage gestellt. "Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?", sagte Trump bei einem Kongress in Miami. Es sei ein "gewaltiger Fehler" der Partnerstaaten gewesen, den USA im Krieg mit dem Iran nicht militärisch zur Seite zu stehen. Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden US-Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten.


Der US-Präsident kritisierte auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Rede. Trump zitierte Merz inkorrekt und behauptete, der Bundeskanzler habe gesagt, der Irankrieg sei "nicht unser Krieg" – tatsächlich stammt der Satz von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Wenn dem so sei, schob Trump nach, dann sei der russische Angriffskrieg auf die Ukraine auch nicht der Krieg der USA.

Bereits einige Stunden vor den Äußerungen des US-Präsidenten sagte Merz auf einer Veranstaltung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass die Formulierung von Pistorius ihm zu einfach sei. "Natürlich sind die Folgen dieses Krieges auch Folgen, die wir zu tragen haben, sehr unmittelbar", sagte der Bundeskanzler.

 
Trump zieht NATO-Austritt in Erwägung
US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten ernsthaft einen Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis NATO. Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran, zitierte ihn heute die britische Zeitung „Daily Telegraph“. Auf die Frage, ob er die US-Mitgliedschaft überdenke, sagte Trump dem Blatt: „Oh ja, ich würde sagen, das geht über eine reine Überlegung hinaus.“

Bündnis ein „Papiertiger“
Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Bündnisses. „Ich wusste schon immer, dass sie ein Papiertiger ist, und Putin weiß das übrigens auch“, sagte Trump in Hinblick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

Außenminister Marco Rubio hatte sich zuvor in einem Interview des Senders Fox News ähnlich geäußert. „Ich denke also, dass es leider keinen Zweifel gibt, dass wir nach Abschluss dieses Konflikts diese Beziehung neu bewerten müssen“, sagte er.

 
Trump nennt die NATO einen Papiertiger und überlegt auszutreten.
Das ist ungefähr so, als würde jemand sein eigenes Dach anzünden und sich dann beschweren, dass es reinregnet. Eben weltgrößtes A....loch
Die NATO hat 75 Jahre lang Stabilität garantiert und jetzt soll sie plötzlich wertlos sein, weil Europa nicht sofort in Trumps persönlichen Privatkrieg einsteigt. Natürlich sagen ihm seine Speichellecker sowas nicht. Wenn ein Bündnis ein Papiertiger ist, dann nur, weil Trump mit dem Feuerzeug danebensteht.
Putin freut sich, Europa schüttelt den Kopf, und Trump erklärt der Welt, dass das stärkste Verteidigungsbündnis der Geschichte ein Papiertiger sei.
Komisch, der einzige Tiger aus Papier ist der, der im Oval Office sitzt und glaubt, Außenpolitik sei eine Reality‑Show. Man sollte diesen Papiertiger zum Arsch auswischen nehmen.
 
Ex-NBA-Profi Enes Kanter
„Erdogan ist das trojanische Pferd für Putin in der NATO“
Seine Kritik an autoritären Regimen brachte dem Basketballer Enes Kanter viele Feinde ein. Seine NBA-Karriere endete abrupt. Schweigen will Kanter aber nicht. Im WELT-Interview spricht er über den Iran, Wladimir Putin – und warum ihm die Lage der USA große Sorge macht.

Im Jahre 2022 beendete Enes Kanter Freedom seine Basketballkarriere – ungewöhnlich früh mit nur 30 Jahren. Kanter, der seit 2021 den amerikanischen Pass besitzt, hatte zuvor scharfe Kritik an China geäußert und damit nicht nur die Basketballiga NBA brüskiert, sondern auch seine Sponsoren.

Heute ist Kanter Vollzeitaktivist. In der Türkei, seiner Heimat, gilt er als Staatsfeind. Die türkischen Behörden dringen auf seine Auslieferung, weil Kanter Präsident Erdogan öffentlich attackiert und sich der Gülen-Bewegung zurechnet. Im Interview mit WELT Anfang März in Berlin spricht das Ausnahmetalent über den Moment, als er beinahe verhaftet wurde, Menschenrechte und seinen Blick auf die drängendsten Konflikte unserer Zeit.

WELT: Wir haben uns das letzte Mal im Jahr 2022 getroffen, kurz nachdem Ihre NBA-Karriere beendet war. Wie hat sich Ihr Leben seitdem verändert?

Enes Kanter Freedom: Statt ein Trikot anzuziehen, ziehe ich jetzt einen Anzug an und schüttle sehr wichtigen Leuten die Hand. Es ist aber großartig: Ich reise um die Welt und spreche über Menschenrechtsverletzungen durch Diktaturen. Früher habe ich mich auf ein Thema konzentriert – die Türkei – und jetzt ist es viel breiter geworden: China, Iran, Russland, Venezuela, Kuba und viele andere. Natürlich mache ich mir damit mehr Feinde, aber es ist ein schöner Kampf. Wenn du siehst, dass du das Leben von Menschen veränderst, Herzen berührst und tatsächlich Einfluss darauf hast, was weltweit passiert – das ist unbezahlbar.

WELT: Damals hatte Ihnen Ihre scharfe Kritik an China große Probleme eingebracht. Für die Basketballliga und die Ausrüster waren Ihre Aussagen nicht opportun. Sie sahen ihr Milliardengeschäft in Gefahr. Viele sagen: Am Ende war es Ihr Aktivismus, der Ihnen den Job als Profisportler gekostet hat. Wann haben Sie für sich entschieden, dass dieser Kampf es Ihnen wert ist?

Kanter: Mein ganzes Leben habe ich über die Diktatur in der Türkei gesprochen, weil meine Familie stark betroffen war – ich habe sie bis heute nicht sehen können, seit fast zwölf Jahren. Aber wenn du dich „mehr als ein Athlet“ nennst und sagst, du bist Menschenrechtsaktivist, dann kannst du dich nicht nur auf ein Thema beschränken. Gerade bei China will niemand darüber reden: keine Regierungen, keine Medienhäuser – weil alle wissen, dass China ihre Wirtschaft zerstören kann. Und ich glaube, einige der größten Menschenrechtsverletzungen passieren durch die chinesische Regierung. Deshalb habe ich gesagt: Ich gehe raus und lege offen, was sie tun – gegenüber Uiguren, Tibetern, Hongkongern, Taiwanern. Ich spreche über Organraub und viele andere Verbrechen der Kommunistischen Partei.

Hauptkritik an Enes Kanter in den USA​


1. Nähe zu US-Republikanern & politischer Aktivismus​


Ein häufiger Kritikpunkt ist, dass Kanter sich stark mit konservativen Politikern in den USA positioniert hat:


  • Er trat bei republikanischen Veranstaltungen auf
  • Traf US-Politiker im Kongress
  • Unterstützte öffentlich konservative Positionen zu China, Israel und Außenpolitik
  • plant laut Berichten sogar Kandidatur für US-Kongress (2028)

Kritiker sagen:


  • Er sei zu politisch für einen Sportler
  • Seine Positionen seien einseitig oder ideologisch
 

Hauptkritik an Enes Kanter in den USA​


1. Nähe zu US-Republikanern & politischer Aktivismus​


Ein häufiger Kritikpunkt ist, dass Kanter sich stark mit konservativen Politikern in den USA positioniert hat:


  • Er trat bei republikanischen Veranstaltungen auf
  • Traf US-Politiker im Kongress
  • Unterstützte öffentlich konservative Positionen zu China, Israel und Außenpolitik
  • plant laut Berichten sogar Kandidatur für US-Kongress (2028)

Kritiker sagen:


  • Er sei zu politisch für einen Sportler
  • Seine Positionen seien einseitig oder ideologisch
Kanter sagt: Erdogan ist Putins trojanisches Pferd in der NATO und schon klar, dass es dich stört, als Erdogan-Liebhaber.
Und während er das sagt, überlegt Trump, ob er gleich das ganze Bündnis anzündet. Perfekte Arbeitsteilung: Erdogan schleppt Putin rein, Trump reißt die Mauern ab.
Kanter verliert seine Karriere, weil er Diktaturen kritisiert.
Erdogan verliert gar nichts, obwohl er seit Jahren mit Putin kuschelt. Und Trump nennt die NATO einen Papiertiger, während er selbst mit der Schere danebensteht.
Wenn das die neue Weltordnung sein soll, dann gute Nacht.
 
Nato neu bewerten oder ganz verlassen? Europa rätselt weiter über Trumps Pläne
Die US-Amerikaner folgen in ihrer Anti-Nato-Rhetorik den Maga-Vordenkern und drohen den westlichen Partnern. Diese erinnern an die Gründungsidee des Verteidigungsbündnisses

Nicht selten wirken die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump sprunghaft, regelmäßig überraschen sie die Verbündeten in Europa. Ein Wegweiser, oft auch eine Art kleine Glaskugel, sind die Analysen und Kommentare des rechtskonservativen Washingtoner Thinktanks Heritage Foundation. Die dort beschäftigten Politikwissenschafter und Politstrateginnen gelten als die Planer von "Project 2025", des in weiten Teilen erfolgreichen Plans zum strukturellen wie ideologischen Umbau der US-Demokratie zugunsten einer rechts-reaktionären Innen- und isolationistischen sowie transaktionalen Außenpolitik.

So wie Trumps Vize J. D. Vance gilt die Heritage Foundation auch nicht gerade als Freund des Iran-Kriegs: "Weltpolizei" spielen und teure, verlustreiche Kriege im Nahen Osten führen, das war einer der Hauptvorwürfe, die sie den Demokraten immerzu an den Kopf warfen. Doch Nile Gardiner, Direktor des Margaret Thatcher Center for Freedom innerhalb der Heritage Foundation, weiß geopolitische Gelegenheiten für seine Überzeugungen zu nutzen. Und die Nato war der Denkfabrik schon länger ein Dorn im Auge.

 
Riss im Bündnis – Wie der Iran-Krieg die NATO auseinanderzieht
Donald Trump greift die NATO offen an und stellt sogar einen Austritt in den Raum. Gleichzeitig fordert er von europäischen Staaten, sie sollten sich selbst um ihre Energieversorgung kümmern und nicht auf die USA setzen. Hintergrund ist der Krieg gegen Iran und die Blockade der Straße von Hormuz, die den globalen Ölfluss massiv beeinträchtigt. Während Washington Druck macht, reagieren europäische Staaten zurückhaltend. Sie wollen keine direkte militärische Beteiligung im Persischen Golf und setzen stattdessen auf diplomatische Lösungen. Genau hier entsteht der Bruch. Trump bezeichnet Verbündete als unzuverlässig, während in Europa Zweifel wachsen, ob die USA noch berechenbar sind. Gleichzeitig sind die rechtlichen Hürden hoch.

Ein Austritt aus der NATO kann nicht allein vom Präsidenten entschieden werden, der Kongress müsste zustimmen. Das begrenzt den Spielraum, ändert aber nichts an der politischen Eskalation. Auch innerhalb der USA gibt es Gegenstimmen. Republikaner und Demokraten betonen gemeinsam die Bedeutung der NATO als militärisches Bündnis. Trotzdem verschiebt sich die Realität. Spanien verweigert Überflugrechte, Italien blockiert einzelne militärische Anfragen, Frankreich setzt klare Bedingungen. Das sind keine Randentscheidungen, sondern sichtbare Zeichen wachsender Distanz. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit über Artikel 5, also die Beistandspflicht im Bündnis. Angriffe auf Türkei und eine britische Basis auf Zypern zeigen, wie schnell sich die Lage ausweiten kann. Die NATO reagiert bislang nicht geschlossen. Entscheidungen erfordern Zustimmung aller Mitglieder, und genau daran fehlt es. Währenddessen versucht Washington, den Druck zu erhöhen. In Europa dagegen wächst die Sorge, in einen Krieg hineingezogen zu werden, dessen Ziele unklar bleiben. Das Bündnis steht damit unter Spannung wie lange nicht mehr.

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