Das Thema ist, die wenigsten der Islamophoben/Antimuslimisten oder wie man sie immer nennen kann, haben sich wirklich intensiv mit dem Inhalts des "Islams" beschäftigt, und ihn nach wissenschaftlichen Kriterien in seiner Gesamtheit mit anderen Religionen verglichen (was sowieso eine riesige Arbeit ist, für die man viel Freizeit braucht). Sie kennen meistens nur einige Aspekte davon, und meistens ohne je versucht zu haben, sie aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Diese reichen ihnen aus, um ein negatives Bild aufzubauen. Für die theologischen oder philosophischen Debatten interessieren sie sich eigentlich wenig.
Was ihnen viel mehr interessiert, sind die vorhandenen muslimischen Gemeinden. Auf diese übertragen sie dann dieses negatives Bild von Islam, und versuchen sie, das Verhalten von diesen Gemeinden durch dieses Bild zu interpretieren. Es geht also nicht um Theologie, sondern um gesellschaftliche Beziehungen. Hast du z.B. nicht bemerkt, dass diese "Islamkritiker" oft dieselben sind, die Sorgen um eine verstärkte Zuwanderung von Muslimen nach Europa machen? Oder dass diese z.B. ein kriminelles Verhalten von "muslimischen Jugendlichen" mit diesem sehr begrenzten Bild von Islam in Verbindung zu bringen versuchen?