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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Zivilschutzbehörde: Tote bei israelischen Angriffen in Gaza
Im Zentrum des Gazastreifens sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Zivilschutzbehörde sieben Menschen bei israelischen Luftangriffen getötet worden.

Weitere Menschen seien durch den israelischen Angriff nahe einer Polizeistation im Flüchtlingslager al-Bureidsch verletzt worden, vier von ihnen schwer, erklärte Zivilschutzsprecher Mahmud Bassal heute. Die israelische Armee teilte AFP auf Anfrage mit, sie werde den Vorfall „überprüfen“.

Im Oktober 2025 war eine Waffenruhe in dem Palästinensergebiet in Kraft getreten, trotzdem gibt es immer wieder Angriffe und Gewalt. Israel und die islamistische Palästinenserorganisation Hamas werfen einander Verstöße gegen das Abkommen vor.

 
Gespräche mit Israel sorgen für Unruhe im Libanon
Hunderte Anhängerinnen und Anhänger der mit dem Iran verbündeten Hisbollah haben gestern in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen.

Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit und seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und der Hisbollah mehrfach ein Interesse daran bekundet. Die Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt.

Ministerium: Bisher über 2.000 Tote im Libanon
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte am Abend mit, dass in dem jüngsten Gewaltausbruch in dem Konflikt seit dem 2. März bis einschließlich diesen Samstag 2.020 Menschen getötet und 6.436 verletzt worden seien.

Nach Ende der Demonstration riefen die Hisbollah und die mit ihr verbündete Amal-Bewegung in einer gemeinsamen Erklärung ihre Anhängerinnen und Anhänger dazu auf, in der aktuellen „heiklen Phase“ auf Demonstrationen zu verzichten und betonten die Notwendigkeit, Stabilität und Frieden zu wahren.

Netanjahu: Wollen „echtes Friedensabkommen“
Israel strebt nach den Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein „echtes Friedensabkommen“ mit dem Libanon an. Dieses solle „über Generationen halten“, sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf anstehende Verhandlungen in Washington am Dienstag. Ein solcher Ausgang der Gespräche gilt allerdings als ungewiss.

 
Tausende feiern orthodoxe Feuerliturgie in Jerusalem
Tausende orthodoxe Christinnen und Christen haben gestern trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen in der Jerusalemer Grabeskirche die Zeremonie des „Heiligen Feuers“ gefeiert.

Der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. gab das Kerzenlicht nach seiner Entzündung an viele Gläubige weiter. Per Flugzeug wird es nun in die Welt getragen. Das Sicherheitskonzept der israelischen Polizei für die Zeremonie führte auch zu Unzufriedenheit unter orthodoxen Kirchenvertretern.

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Zur Feier des „Heiligen Feuers“ am orthodoxen Karsamstag kamen Tausende Menschen zusammen. Etwa 2.500 von ihnen durften nach Polizeiangaben die Grabeskirche betreten, mehrere hundert Menschen waren auf dem Vorplatz. Weitere hielten sich in der gesamten Altstadt auf.

 

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Netanjahu erklärt iranisches Atomprogramm für zerstört
Israel und die USA haben nach Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu bei ihren Angriffen auf den Iran das Atom- und Raketenprogramm des Landes zerstört.

„Es ist uns gelungen, das Atomprogramm des Iran und sein Raketenprogramm zu zerschlagen“, sagte Netanjahu gestern Abend in einer Fernsehansprache. Der Iran verfüge inzwischen über „keine funktionierende Urananreicherungsanlage“ mehr.

„Jetzt kämpfen sie selbst um ihr Überleben“
Außerdem seien die meisten iranischen Raketenproduktionsstätten zerstört worden, sagte Netanjahu weiter. „Sie haben noch Raketen, sie haben noch Lager, aber das schrumpft.“

Die US-israelischen Luftangriffe auf den Iran hätten „riesige Erfolge“ erzielt, sagte Netanjahu. Das zeige sich auch in der Schwächung der iranischen Führung und ihrer regionalen Verbündeten. „Sie drohten uns mit der Vernichtung – und jetzt kämpfen sie selbst um ihr Überleben.“

Proteste gegen Netanjahu in Tel Aviv
Der israelische Regierungschef gab außerdem an, dass der Libanon „im vergangenen Monat mehrmals den Beginn direkter Friedensgespräche“ vorgeschlagen habe. „Ich habe meine Zustimmung gegeben, aber unter zwei Bedingungen: Wir wollen die Entwaffnung der Hisbollah. Und wir wollen ein echtes Friedensabkommen, das über Generationen Bestand hat.“

 
Heftige Gefechte in Hisbollah-Hochburg im Südlibanon
In einer Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz im Süden des Libanons kommt es nach israelischen und libanesischen Berichten weiter zu heftigen Kämpfen. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es gestern, israelische Truppen seien noch weiter nach Bint Dschubail vorgedrungen.

In dem Ort, der wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, sind den Berichten zufolge seit Tagen Dutzende von Hisbollah-Kämpfern eingeschlossen.

Hisbollah meldet Angriffe auf israelische Soldaten
Die Hisbollah teilte mit, sie habe in dem Gebiet mehrere israelische Soldaten mit Raketen angegriffen. Der Hisbollah-Sender al-Manar berichtete, israelische Truppen würden versuchen, Bint Dschubail komplett einzukreisen und Straßen in die Umgebung abzuschneiden.

 
Trump sucht ein Ende des Kriegs, Netanjahu tut es nicht
Israel will den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon unbedingt weiterführen, obwohl es keine militärische Lösung gibt

Es wäre eine Überraschung gewesen, wenn die erste US-iranische Verhandlungsrunde zu einer Einigung geführt hätte. Zu weit sind die Positionen auseinander, zu gering die Bereitschaft auf beiden Seiten, auf zentrale Forderungen zu verzichten. Der Iran will sein angereichertes Uran nicht einfach hergeben und die Straße von Hormus, sein stärkstes Druckmittel, nicht ohne massive Zugeständnisse öffnen. Die USA wollen wiederum Teheran keine Milliardengelder zukommen lassen, die in die militärische Aufrüstung fließen würden.

Ob Donald Trumps Drohungen vom Sonntag zu einem Wiederaufflammen der Kämpfe führen oder doch zu neuen Verhandlungen, war zunächst unklar. Die iranische Führung weiß, dass Washington verzweifelt nach einem Ende des Kriegs sucht und daher mehr zu geben bereit ist als je zuvor – wenn auch nicht alles. Doch ein weiterer Störfaktor bleibt präsent: Israel, dessen Interessen sich von denen der USA unterscheiden.

Israels Premier Benjamin Netanjahu mag zwar Donald Trump vom Angriff auf den Iran überzeugt haben. Aber während es den USA jetzt vor allem um die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs geht, hält Israel an seinem Ziel fest, den Iran und dessen Vasallen im Libanon als militärische Bedrohung endgültig aus der Welt zu schaffen. Die Waffenruhe mit dem Iran wird zähneknirschend hingenommen, aber die Angriffe auf die Hisbollah im Libanon müssen aus israelischer Sicht weitergehen. Für das iranische Regime würde aber der Verlust ihres wichtigsten Verbündeten alle Erfolge, die es in ihrem Widerstand gegen die USA zumindest psychologisch erzielt hat, wieder zunichtemachen. Dann schon lieber weitere Raketenangriffe und gezielte Tötungen der Führung erdulden.

 
Israel meldet Kontrolle über Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die vollständige Kontrolle über die südlibanesische Stadt Bint Dschubail übernommen.

Die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von dort aus Israel anzugreifen, sei eingeschränkt, teilte ein israelischer Militärvertreter heute mit. Bei Luftangriffen und Kämpfen seien den israelischen Angaben zufolge mehr als 100 Hisbollah-Mitglieder getötet worden.

Auch aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, Israel habe den Ort, der nur wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, vollständig umstellt. Es gebe dort heftige Kämpfe und viele Opfer in den Reihen der Hisbollah. In Bint Dschubail sind den Angaben sowie Berichten zufolge seit Tagen auch Dutzende Hisbollah-Kämpfer eingeschlossen. Israels Armee hatte die Zivilbevölkerung vor Tagen aufgerufen, den Ort zu verlassen.

 
Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten nehmen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen in Washington direkte Gespräche auf politischer Ebene auf. Geführt werden sie zunächst von der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter.

Israel strebt nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert eine Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah. Die libanesische Regierung will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons erreichen. Seit Beginn des jüngsten Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wieder aufgeflammt.

Die libanesische Führung hatte sich 2024 zu einer Entwaffnung der Hisbollah verpflichtet. Dies ist aber bislang nicht gelungen, auch weil die libanesische Armee als deutlich unterlegen gegenüber der Schiitenmiliz gilt.

 

Erdogan droht mit Militäraktion gegen Israel, Knesset-Abgeordneter nennt ihn einen „größenwahnsinnigen Diktator“. Die Türkei könnte notfalls militärisch gegen Israel vorgehen, warnt Erdogan und zieht Parallelen zu früheren Interventionen in Bergkarabach und Libyen.

„Wir müssen stark sein, um zu verhindern, dass Israel Palästina dasselbe antut“, sagte Erdogan. „So wie wir in Bergkarabach und Libyen einmarschiert sind, werden wir es auch dort tun“, erklärte er. „Nichts hindert uns daran. Wir müssen nur stark genug sein, um diese Schritte gehen zu können.“
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Yoni Ben Menachem, Forscher am Jerusalem Center for Security and Foreign Affairs, warnt davor, dass die Türkei seiner Ansicht nach zu einer zunehmenden strategischen Bedrohung für Israel wird. Er argumentiert, dass die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan weit über öffentliche Rhetorik hinausgeht. Seiner Meinung nach ist die Türkei „das neue Iran“.

Er behauptet, Ankara arbeite im Stillen an der Etablierung eines neuen sunnitischen Blocks im Nahen Osten, basierend auf der Annahme, dass das iranische Regime geschwächt oder gar zusammenbrechen wird. Eine solche Entwicklung, so Ben Menachem, würde nach dem Niedergang der schiitischen Achse ein regionales Machtvakuum schaffen. Die Türkei, fügt er hinzu, wolle dieses Vakuum gemeinsam mit Saudi-Arabien, Ägypten und Pakistan füllen, um das regionale Machtgleichgewicht neu zu gestalten.

Ben Menachems Einschätzung deckt sich mit den Schritten, die Ankara in den letzten Jahren unternommen hat, um sich als regionale Führungsmacht zu positionieren, unter anderem durch ein aktives Engagement für die palästinensische Sache und den Widerstand gegen israelische Interessen in der Region.

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Die Türkei ist das „neue Iran“, erst aber müssen Israel und die USA noch mit dem „alten Iran" fertig werden
 
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