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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

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Kultureller Unterschied: Angriff auf Iran heißt in Israel "Operation Brüllender Löwe", in USA "Operation Ablenkung von Epstein-Akten"
Washington, Tel Aviv (dpo) - Zwar haben die USA und Israel gemeinsam einen Krieg gegen den Iran begonnen, doch in der internen Bezeichnung für den Angriff gibt es in den beiden Ländern komplett unterschiedliche Namen. Während sie in Israel "Operation Brüllender Löwe" (Operation Roaring Lion) genannt wird, spricht man im Pentagon von der "Operation Ablenkung von den Epstein-Akten" (Operation Distraction from Epstein Files).

"An der unterschiedlichen Nomenklatur kann man gut erkennen, dass jedes Land da anders tickt", erklärt die Professorin für Völkerkunde Anita Smith. "Die Bezeichnung Operation Brüllender Löwe hat selbstverständlich etwas animalisch-martialisches. Sie zeugt vom Selbstbewusstsein Israels. Die Wahl des Königs der Tiere zeigt, dass sich Israel als das stärkste Land in der Region sieht."

Der amerikanische Codename hingegen zeuge davon, dass der US-Präsident derzeit wegen seiner Verwicklungen mit einem der größten Verbrecher auf dem Gebiet des Kindesmissbrauchs innenpolitisch unter Druck stehe und ihm deshalb jede Ablenkung recht sei.

"Den Angriff direkt Operation Ablenkung von den Epstein-Akten zu benennen, beweist ebenfalls viel Selbstbewusstsein", so Smith. "Man weiß, dass es klappen wird, egal wie durchsichtig der Plan ist."

Für die Menschen im Nahen Osten, die an den Kurz- und Langzeitfolgen des Militäreinsatzes sterben, macht der Name aber ohnehin keinen Unterschied.

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"Lächerlich": Spanien weist Israels Iran-Vorwürfe zurück
Nach den Anschuldigungen des israelischen Außenministers Gideon Sa'ar zu Spaniens Haltung zu den amerikanisch-israelischen Angriffen, hat Spanien diese als "lächerlich" zurückgewiesen.
Spanien hat die israelische Kritik an seiner Haltung zum anhaltenden Nahostkonflikt zurückgewiesen. Ein Beamter bezeichnete die Anschuldigungen, Madrid stelle sich auf die Seite des Iran, als "lächerlich".

"Die spanische Regierung, die sich auf die Seite aller Tyrannen der Welt stellt, so wie sie sich auf die Seite Venezuelas gestellt hat, stellt sich jetzt auf die Seite des Irans", sagte der israelische Außenminister Gideon Sa'ar am Sonntag in einem Interview mit der Morgensendung Europe Today von Euronews.

Sa'ar kritisierte die Haltung Spaniens in Bezug auf den Krieg und sagte, Spanien sei ein Ausreißer in Europa.

"Ich habe in den letzten zwei Tagen mit den meisten EU-Außenministern gesprochen, und eine beträchtliche Anzahl von ihnen teilte die gleiche Ansicht. [...] Sie wollen vielleicht, dass der Krieg erfolgreich ist, aber sie sind nicht Teil dieser Operation", sagte Sa'ar.

 
Israel will „Pufferzone“ im Libanon schaffen
Die israelische Armee hat die Schaffung einer „Pufferzone“ im Libanon angekündigt. Diese solle die Einwohner und Einwohnerinnen im israelischem Grenzgebiet zum Libanon vor „jeder Bedrohung“ schützen, sagte heute Armeesprecher Effie Defrin in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus libanesischen Sicherheitskreisen erfuhr, drangen israelische Bodentruppen bereits in eine Grenzregion im Südlibanon vor.

Das Vorrücken der israelischen Bodentruppen erfolge in der Grenzregion von Kfar Kila und dem Chiam-Tal, sagte ein libanesischer Armeevertreter.

Truppen an Grenze verstärkt
Zuvor hatte die israelische Armee bereits ihre Truppen entlang der Grenze zum Nachbarland verstärkt. Verteidigungsminister Israel Katz kündigte zudem an, dass die israelische Armee im Libanon weiter vorrücken wolle.

 
Israel meldet neue starke iranische Angriffswellen
Der Iran hat Israel binnen 30 Minuten erneut mit zwei umfassenden Angriffswellen überzogen. Wie die israelische Polizei erklärte, gingen gestern am späten Abend Meldungen über herabfallende Trümmerteile von Geschoßen im Raum Tel Aviv ein.

Polizisten und Bombenentschärfungsexperten seien im Einsatz, um die betroffenen Gebiete zu sichern und abzusperren, teilte die Polizei mit. Nach Angaben von Rettungskräften wurde eine Frau durch die Trümmerteile leicht verletzt.

Wenige Minuten später meldete die israelische Armee eine zweite Raketenwelle aus dem Iran. Im Großraum Tel Aviv und im Zentrum Israels heulten die Luftalarmsirenen. AFP-Reporter berichteten von anschließenden Explosionen in Jerusalem. Ein AFP-Journalist in Netanja nördlich von Tel Aviv sah Raketen am Nachthimmel.

 
Israel meldet neue Angriffe aus Libanon
Von der israelischen Armee werden via X neue Angriffe aus dem Libanon auf den Norden des Landes gemeldet.

In einer Erklärung heißt es, um 14.30 Uhr Ortszeit (13.30 Uhr MEZ) seien Warnmeldungen ausgelöst worden – zugleich wird gemeldet, dass die „meisten von ihnen abgefangen“ worden seien.

Wenig später sei erneut Alarm ausgelöst worden, als ein weiterer Abschuss aus dem Libanon entdeckt und ebenfalls abgefangen worden sei.
 
Israel ordnet Evakuierung großer Gebiete im Süden des Libanon an
Im Libanon ist die Sorge vor einer israelischen Bodenoffensive bzw. einer Eskalation der Angriffe groß – und auch die Wut auf die Hisbollah

Das israelische Militär hat am Mittwoch die Evakuierung eines großen Gebiets im Süden des Libanons angeordnet und die Bewohner aufgefordert, das Gebiet südlich des Litani-Flusses zu verlassen. Die Zone, die evakuiert werden soll, umfasst die historische Mittelmeerstadt Tyre mit rund 60.000 Einwohnern. Einschließlich der umliegenden Gebiete leben dort mindestens 200.000 Menschen.

Es ist nicht nur die umfassendste Evakuierungsanordnung seit der neuerlichen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah am Montag, sondern seit Jahren. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Dienstag, er habe das Militär angewiesen, weiter vorzurücken und zusätzliche Stellungen im Libanon unter Kontrolle zu bringen. Dort halten israelische Truppen seit einem Krieg mit der Hisbollah im Jahr 2024 mehrere Anhöhen besetzt.

 
Auch viele Netanjahu-Gegner unterstützen Israels Angriff auf den Iran
In einem traditionell linken Viertel von Tel Aviv lassen die meisten kein gutes Haar an "Bibi". Die Bedrohung durch Irans Mullahs wollen aber auch sie loswerden

Vom zweiten Stock ruft eine fremde Frau auf die Straße herunter: "Du da, rufst du mich mal an? Ich suche mein Handy. Meine Nummer ist 054..." Nach mehreren Anrufen ohne Erfolg kommt die Frau, die sich als Schula vorstellt, die Stiegen heruntergelaufen. Sie öffnet eine der Mülltonnen, die vor dem Haus stehen. "Ruf nochmal an", fordert sie mich auf. Und beginnt, im Müll zu kramen.

Vier Tage lang war Schula nicht hier gewesen, in ihrem Zuhause. Seit die Rakete am vergangenen Samstag in das Viertel eingeschlagen war und 40 Häuser beschädigt hat, lebt sie im Hotel. Heute ist sie hergekommen, um ein paar Dinge abzuholen, Scherben aufzukehren, ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen.

Der Einschlag vom 28. Februar mitten im Zentrum von Tel Aviv war für die Menschen in Israel der erste große Schock in diesem Krieg. Mindestens 27 Menschen wurden bei dem direkten Einschlag einer ballistischen Rakete aus dem Iran verletzt. Eine 32-jährige philippinische Pflegerin wurde getötet. Es ist ein belebtes, hippes Viertel. Heute sind die Straßen hier fast so leer wie während der Pandemie. Niemand will sich allzu weit vom nächsten Bunker entfernen. Wer sich den Einkauf oder das Essen nicht nach Hause liefern lässt, geht oft zum Laden ums Eck, anstatt sich den weiteren Weg zum billigeren Supermarkt anzutun.

Häufiger Luftalarm

 
Beirut: Staus nach Evakuierungsaufruf
An den Ausläufern der südlichen Vororte Beiruts, in denen die Hisbollah-Miliz ihre Hochburgen hat, bilden sich Staus. Israel hat die Einwohnerinnen und Einwohner zuvor zur Flucht aufgerufen.
Insider: Hisbollah verlegt Elitekämpfer in Südlibanon
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz verlegt Insidern zufolge Elitekämpfer zurück in den Südlibanon. Die Mitglieder der Radwan-Einheit sollen gegen vorrückende israelische Panzerverbände kämpfen und diese aufhalten, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Kämpfer kehren damit in das Grenzgebiet zurück, aus dem sie sich nach dem Krieg von 2024 zurückgezogen hatten. Hisbollah-Anführer Naim Kassem hat das Vorgehen zuvor als „existenzielle Verteidigung“ bezeichnet.
 
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