„Happy Birthday Mister President“ – Er entfernte die Abgeordneten, nicht die Akten
Trump ließ die Republikaner stürzen, die für die Freigabe der Epstein-Akten stimmten, doch pünktlich zu seinem achtzigsten Geburtstag öffnet in Washington ein Leseraum mit seinem und Epsteins Namen, drei Millionen Seiten in mehr als 3.400 Bänden. In der Mitte stehen vierzehnhundert Kerzen für die Opfer!
Während Donald Trump einen Käfig für den Faustkampf auf den Rasen des Weißen Hauses setzen lässt und einen großen Jahrmarkt plant, um den zweihundertfünfzigsten Jahrestag des Landes und seinen eigenen achtzigsten Geburtstag zu feiern, droht eine Ausstellung am anderen Ende der Stadt, ihm die Schau zu stehlen. Sie heißt Donald J. Trump and Jeffrey Epstein Memorial Reading Room, ein Gedenk-Leseraum, und sie lädt die Besucher ein, die Epstein-Akten mit eigenen Augen zu lesen, gedruckt und gebunden.
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Ersonnen haben sie der Kurator David Garrett und das Institute for Primary Facts. Auf zwei Stockwerken an der Adresse 737 7th Street NW liegen über drei Millionen Seiten, die das Justizministerium im Dezember und Januar herausgegeben hat, im Vollzug des Epstein-Akten-Transparenzgesetzes, das der Kongress im vergangenen Jahr fast einstimmig beschloss. Man hat die teils geschwärzten Dokumente über Epstein und seinen mächtigen Bekanntenkreis zu Büchern von je achthundert Seiten gebunden, mehr als 3.400 Bände, die man aus den Regalen nehmen und nach Belieben lesen kann. In New York öffnete die Schau am 8. Mai, nun ist sie in der Hauptstadt, fünfhundert Menschen kamen am Eröffnungsabend, einem Dienstag. Fünf Häuser in New York und ein Dutzend in Washington hatten sie abgelehnt, Garrett aber hofft, sie noch in fünf oder sechs weitere Bundesstaaten zu tragen.
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Bei allem Spott, den die Umstände verdienen, ist der ernste Mittelpunkt nicht zu übersehen. Die Ausstellung beginnt mit einer Zeittafel dessen, was über die Begegnungen des Präsidenten und des verstorbenen Finanziers bekannt ist, belegt durch Dokumente, und zeigt Arbeiten von Maria Farmer, einer der Frauen, die Epstein des sexuellen Missbrauchs beschuldigten. Vierzehnhundert Kerzen erinnern an die Opfer. Es gehe nicht um Protestkunst, sagt Garrett, sondern darum, den Lärm im Netz zu übertönen und den Menschen Raum zu geben, über den Ernst von Epsteins Verbrechen nachzudenken und über das Leid seiner Opfer, das bis heute andauert, während sie ihren Kampf um Gerechtigkeit fortsetzen. Die erklärte Strategie derer, die offenbar die Demokratie zu Fall bringen wollten, sei es, alles mit Lärm zu überschwemmen, sagte er. Dies halte das Weiterwischen an.
Trump ließ die Republikaner stürzen, die für die Freigabe der Epstein-Akten stimmten, doch pünktlich zu seinem achtzigsten Geburtstag öffnet in Washington ein Leseraum mit seinem und Epsteins Namen, drei Millionen Seiten in mehr als 3.400 Bänden. In der Mitte stehen vierzehnhundert Kerzen für...
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