Wo sind jetzt die Trump-Anhänger, die ihn einst als Verteidiger des Christentums feierten?
Die Homeland-Bewegung beeilte sich, Trump die Treue zu schwören, genau in dem Moment, als er Papst Leo verunglimpfte.
Obwohl bereits deutlich geworden ist, dass Donald Trump sich bei seinen Angriffen eher die Zähne ausbeißen wird, als Leo XIV. zum Schweigen zu bringen, gibt er nicht auf. Er hat nun auch seinen Vizepräsidenten J.D. Vance , einen frisch bekehrten Katholiken, in diesen Wahlkampf hineingezogen, der sich einbildete, dem Nachfolger des heiligen Petrus Lektionen in Theologie, Kriegsführung und Wahrheit erteilen zu können. Dies ist nicht länger nur eine weitere vulgäre Episode des amerikanischen Politzirkus. Hier offenbart sich etwas viel Ernsteres: eine Machtreligion, die sich in christliche Symbole hüllt, aber das Evangelium und die Kirche verachtet, sobald diese sich weigern, ihren Interessen zu dienen.
Es gibt eine besondere Art von Arroganz, die oft mit Neubekehrten in Verbindung gebracht wird. Es ist der Eifer eines Menschen, der gerade erst in eine Tradition eingetreten ist und sich schon so verhält, als besäße er deren Schlüssel. Genau so klang JD Vance kürzlich, als er den Papst ermahnte, vorsichtig zu sein, wenn er über Theologie spreche . Die Szene war in ihrer Ironie beinahe perfekt: Ein Politiker, der selbst noch nach seinem Platz in der Weltanschauung sucht, erklärt nun dem Papst, was er über Krieg, Frieden und moralische Verantwortung sagen darf.
Doch das Problem ist nicht nur Vance. Das Problem liegt in der Welt, die ein solches Schauspiel überhaupt erst ermöglicht hat. Wenn die Trump-Regierung dem Vatikan befiehlt, sich in die Sakristei zurückzuziehen und den öffentlichen Raum dem Weißen Haus zu überlassen, verteidigt sie nicht den Glauben, sondern stellt ihn in den Dienst der Macht . Das ist nicht mehr Christentum, sondern seine imperiale Karikatur: eine Religion, in der Gott willkommen ist, solange er eine Nation, einen Führer und geopolitische Interessen segnet, und zum Störfaktor wird, sobald er über Frieden, die Armen, Migranten und die Grenzen der Macht spricht. Das Kreuz mag auf der Bühne gut aussehen, doch sobald er spricht, verunsichert es die Menschen.
Domovinski pokret požurio je Trumpu iskazati vjernost upravo u trenutku dok se ovaj iživljava na papi Lavu
www.vecernji.hr