Eine Zahl zwischen Leben und Tod – und vier Richter wollen selbst diesen letzten Schutz noch kippen
Washington D.C. – Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat eine Entscheidung getroffen, die weit mehr offenlegt als nur den Umgang Amerikas mit der Todesstrafe. Mit fünf zu vier Stimmen ließ das Gericht frühere Urteile bestehen, nach denen Menschen mit geistiger Behinderung nicht hingerichtet werden dürfen. Im Mittelpunkt stand Joseph Clifton Smith aus Alabama, ein Mann, dessen Schulakten bereits lange vor seinem Mordprozess dokumentierten, dass er wegen geistiger Einschränkungen besonders gefördert werden musste. Trotzdem versuchte der Bundesstaat Alabama weiter, ihn hinrichten zu lassen. Der Streit drehte sich am Ende um eine Frage, die bedrückender kaum sein könnte: Kann ein einzelner IQ-Test darüber entscheiden, ob ein Mensch leben darf oder vom Staat getötet wird?
Der Fall Hamm – (Der Bundesstaat Alabama, vertreten durch Gefängnisdirektor John Hamm) – gegen Smith beschäftigte das Gericht seit Monaten. Alabama argumentierte, Smith sei nicht geistig behindert genug, um unter den Schutz früherer Entscheidungen zu fallen. Seine Anwälte hielten dagegen, dass mehrere dokumentierte Testergebnisse im Bereich einer leichten geistigen Behinderung lagen. Insgesamt existierten fünf IQ-Tests. Vier davon bewegten sich im untersten Bereich der Bevölkerung. Genau dieser Punkt zeigt die Kälte solcher Verfahren. Denn plötzlich geht es nicht mehr um Schuld oder Reue, sondern darum, welche Zahl ein Gericht am Ende stärker gewichtet.
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Washington D.C. – Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat eine Entscheidung getroffen, die weit mehr offenlegt als nur den Umgang Amerikas mit der Todesstrafe. Mit fünf zu vier Stimmen ließ das Gericht frühere Urteile bestehen, nach denen Menschen mit geistiger Behinderung nicht hingerichtet werden dürfen. Im Mittelpunkt stand Joseph Clifton Smith aus Alabama, ein Mann, dessen Schulakten bereits lange vor seinem Mordprozess dokumentierten, dass er wegen geistiger Einschränkungen besonders gefördert werden musste. Trotzdem versuchte der Bundesstaat Alabama weiter, ihn hinrichten zu lassen. Der Streit drehte sich am Ende um eine Frage, die bedrückender kaum sein könnte: Kann ein einzelner IQ-Test darüber entscheiden, ob ein Mensch leben darf oder vom Staat getötet wird?
Der Fall Hamm – (Der Bundesstaat Alabama, vertreten durch Gefängnisdirektor John Hamm) – gegen Smith beschäftigte das Gericht seit Monaten. Alabama argumentierte, Smith sei nicht geistig behindert genug, um unter den Schutz früherer Entscheidungen zu fallen. Seine Anwälte hielten dagegen, dass mehrere dokumentierte Testergebnisse im Bereich einer leichten geistigen Behinderung lagen. Insgesamt existierten fünf IQ-Tests. Vier davon bewegten sich im untersten Bereich der Bevölkerung. Genau dieser Punkt zeigt die Kälte solcher Verfahren. Denn plötzlich geht es nicht mehr um Schuld oder Reue, sondern darum, welche Zahl ein Gericht am Ende stärker gewichtet.
Eine Zahl zwischen Leben und Tod - und vier Richter wollen selbst diesen letzten Schutz noch kippen
Washington D.C. - Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat eine Entscheidung getroffen, die weit mehr offenlegt als nur den Umgang Amerikas mit der Todesstrafe. Mit fünf zu vier Stimmen ließ das Gericht frühere Urteile bestehen, nach denen Menschen mit geistiger Behinderung nicht...
