Trumps Partei gehorcht ihm jetzt – aber Amerika vielleicht nicht mehr
Donald Trump formt die Republikanische Partei inzwischen vollständig nach seinem eigenen Bild. Wer ihm widerspricht, verliert Vorwahlen. Wer sich ihm unterordnet, steigt auf. Der jüngste Beweis dafür kam aus Texas, wo Generalstaatsanwalt Ken Paxton den langjährigen Senator John Cornyn aus dem Rennen drängte. Trump feierte den Sieg während seiner Kabinettssitzung wie einen persönlichen Triumph und erklärte, das Ergebnis sei nur der Auftakt für die Zwischenwahlen im November gewesen. Doch hinter der öffentlichen Euphorie wächst in der Partei längst die Angst, dass genau diese totale Kontrolle am Ende zum Problem werden könnte. Denn während Trump seine Macht innerhalb der Republikaner festigt, kippt die Stimmung im Land zunehmend gegen seine zweite Amtszeit. Die Preise steigen weiter, die Folgen seiner Zölle treffen Verbraucher und Landwirtschaft, der Krieg gegen Iran belastet Ölmarkt und Benzinpreise und selbst republikanische Strategen geben inzwischen offen zu, dass die Partei mit diesem Kurs in einen schwierigen Herbst steuert. Besonders alarmierend wirkte dabei Trumps eigener Satz über die Zwischenwahlen. Iran habe geglaubt, man könne ihn aussitzen, sagte er. „Mir sind die Zwischenwahlen egal.“
Genau dieser Satz hallt nun durch Washington. Denn viele Republikaner wissen längst, dass die Wahlen für ihre Partei alles andere als egal werden. Im Repräsentantenhaus verfügen sie nur über eine hauchdünne Mehrheit. Demokraten sehen bereits die Chance, mehrere Wahlkreise zurückzuerobern. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Trump Kandidaten unterstützt, die in republikanischen Vorwahlen zwar populär sind, in landesweiten Abstimmungen aber deutlich angreifbarer werden. Ken Paxton gilt dafür als perfektes Beispiel. Gegen ihn liefen über Jahre Ermittlungen wegen Wertpapierbetrugs, hinzu kamen Affären, ein Amtsenthebungsverfahren und eine hohe Vergleichszahlung, um einen Strafprozess zu vermeiden. Trotzdem machte Trump ihn nun zum Gesicht der Partei in Texas.
Innerhalb der Republikaner sorgt das längst für offene Spannungen. Mehrere Strategen warnen hinter verschlossenen Türen, dass Trump wirtschaftliche Sorgen der Bevölkerung kaum noch ernst nehme. Der Präsident bezeichnete steigende Preise mehrfach als Schwindel und sprach bei höheren Benzinkosten von „Peanuts“. Gleichzeitig drängt seine Regierung auf Milliardenprojekte wie den geplanten Ballsaal am Weißen Haus oder einen milliardenschweren Fonds für angeblich politisch verfolgte Unterstützer, zu denen womöglich sogar Beteiligte des Kapitolsturms gehören könnten.
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Donald Trump formt die Republikanische Partei inzwischen vollständig nach seinem eigenen Bild. Wer ihm widerspricht, verliert Vorwahlen. Wer sich ihm unterordnet, steigt auf. Der jüngste Beweis dafür kam aus Texas, wo Generalstaatsanwalt Ken Paxton den langjährigen Senator John Cornyn aus dem Rennen drängte. Trump feierte den Sieg während seiner Kabinettssitzung wie einen persönlichen Triumph und erklärte, das Ergebnis sei nur der Auftakt für die Zwischenwahlen im November gewesen. Doch hinter der öffentlichen Euphorie wächst in der Partei längst die Angst, dass genau diese totale Kontrolle am Ende zum Problem werden könnte. Denn während Trump seine Macht innerhalb der Republikaner festigt, kippt die Stimmung im Land zunehmend gegen seine zweite Amtszeit. Die Preise steigen weiter, die Folgen seiner Zölle treffen Verbraucher und Landwirtschaft, der Krieg gegen Iran belastet Ölmarkt und Benzinpreise und selbst republikanische Strategen geben inzwischen offen zu, dass die Partei mit diesem Kurs in einen schwierigen Herbst steuert. Besonders alarmierend wirkte dabei Trumps eigener Satz über die Zwischenwahlen. Iran habe geglaubt, man könne ihn aussitzen, sagte er. „Mir sind die Zwischenwahlen egal.“
Genau dieser Satz hallt nun durch Washington. Denn viele Republikaner wissen längst, dass die Wahlen für ihre Partei alles andere als egal werden. Im Repräsentantenhaus verfügen sie nur über eine hauchdünne Mehrheit. Demokraten sehen bereits die Chance, mehrere Wahlkreise zurückzuerobern. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Trump Kandidaten unterstützt, die in republikanischen Vorwahlen zwar populär sind, in landesweiten Abstimmungen aber deutlich angreifbarer werden. Ken Paxton gilt dafür als perfektes Beispiel. Gegen ihn liefen über Jahre Ermittlungen wegen Wertpapierbetrugs, hinzu kamen Affären, ein Amtsenthebungsverfahren und eine hohe Vergleichszahlung, um einen Strafprozess zu vermeiden. Trotzdem machte Trump ihn nun zum Gesicht der Partei in Texas.
Innerhalb der Republikaner sorgt das längst für offene Spannungen. Mehrere Strategen warnen hinter verschlossenen Türen, dass Trump wirtschaftliche Sorgen der Bevölkerung kaum noch ernst nehme. Der Präsident bezeichnete steigende Preise mehrfach als Schwindel und sprach bei höheren Benzinkosten von „Peanuts“. Gleichzeitig drängt seine Regierung auf Milliardenprojekte wie den geplanten Ballsaal am Weißen Haus oder einen milliardenschweren Fonds für angeblich politisch verfolgte Unterstützer, zu denen womöglich sogar Beteiligte des Kapitolsturms gehören könnten.
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