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US-News

Die Wahrheit zwischen den Zeilen – Jill Biden über den Zusammenbruch einer Präsidentschaft und Trumps Kurs gegenüber Iran
Jill Biden beschreibt in ihren Erinnerungen einen Moment, der heute wie ein Wendepunkt der amerikanischen Politik wirkt. Als Joe Biden im Juni 2024 auf der Debattenbühne Donald Trump gegenüberstand, habe sie ihren Ehemann kaum wiedererkannt. Schon zu Beginn der Veranstaltung sei ihr aufgefallen, dass etwas nicht stimmte. Als Biden während der Debatte den inzwischen berüchtigten Satz über Medicare aussprach, schoss ihr nach eigenen Worten ein Gedanke durch den Kopf, den sie bis heute nicht vergessen hat. Sie fragte sich, ob ihr Mann möglicherweise einen Schlaganfall erleide.

In ihrem Buch schreibt die ehemalige First Lady, Joe Biden habe sich zwar im Verlauf des Abends etwas gefangen, doch niemals ausreichend, um die Sorgen der Zuschauer auszuräumen. Sie selbst habe diesen Gesichtsausdruck zuvor noch nie bei ihm gesehen. Rückblickend räumt sie ein, dass das Weiße Haus die Situation möglicherweise falsch behandelt habe. Die offizielle Erklärung lautete damals, Biden habe unter einer Erkältung gelitten. Heute glaubt Jill Biden, man hätte den Menschen vielleicht ehrlicher sagen müssen, was sie alle gesehen hatten. Millionen Amerikaner hätten wahrgenommen, dass der Präsident krank wirkte. Weil keine überzeugende Erklärung geliefert worden sei, habe die Debatte die Öffentlichkeit bis zum Ende seiner Amtszeit verfolgt.

 
Gold für die Pferde
Während in den Vereinigten Staaten weiter über Haushaltskürzungen, Sozialprogramme und steigende Lebenshaltungskosten gestritten wird, fließen in Washington Millionen Dollar in ein anderes Projekt. Die Regierung von Donald Trump lässt die vier historischen Pferdestatuen rund um das Lincoln Memorial restaurieren und mit Blattgold überziehen. Die Kosten belaufen sich auf rund fünf Millionen Dollar. Die monumentalen Bronzeskulpturen mit den Namen „Künste des Krieges“ und „Künste des Friedens“ erhielten bereits 1970 eine Vergoldung. Diese ist inzwischen stark verblasst. Nun sollen die Figuren rechtzeitig zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten in neuem Glanz erscheinen. Verwendet wird dabei Blattgold mit einem Feingehalt von 23,75 Karat.

Den Auftrag erhielt ein Spezialunternehmen aus Maryland. Neben der Vergoldung umfasst das Projekt eine vollständige Restaurierung der historischen Bronzeoberflächen. Die Arbeiten sollen spätestens Ende September abgeschlossen sein, eine Fertigstellung bereits zum Unabhängigkeitstag Anfang Juli wird jedoch ebenfalls angestrebt. Das Vorhaben ist Teil einer deutlich größeren Verschönerungsoffensive in der Hauptstadt. Nach vorliegenden Regierungsdaten wurden zwischen Dezember 2025 und April 2026 bereits Projekte im Umfang von rund 95 Millionen Dollar angestoßen. Donald Trump hatte die optische Aufwertung Washingtons früh zu einem persönlichen Anliegen erklärt und wiederholt angekündigt, die Hauptstadt grundlegend umgestalten zu wollen.

Für zusätzliche Diskussionen sorgt ein weiterer Bericht, wonach eine mögliche Einigung im Verfahren gegen TikTok und dessen Mutterkonzern ByteDance mehrere Hundert Millionen Dollar für solche Projekte bereitstellen könnte. Statt an Betroffene eines Datenschutzverfahrens zu gehen, könnten die Mittel teilweise in die Umgestaltung Washingtons fließen. So entsteht in der amerikanischen Hauptstadt derzeit ein bemerkenswertes Bild. Während über Einsparungen an vielen Stellen diskutiert wird, erhalten ausgerechnet vier Pferdestatuen rund um das Lincoln Memorial eine neue Hülle aus Gold.

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Namen, Adressen, Kontodaten – Unsere Recherchen bestätigen sich damit
Die Auseinandersetzung um Donald Trumps Abschiebungspolitik erreicht eine neue Stufe. Nach Informationen von Bloomberg versucht das US-Justizministerium, an persönliche Daten von Nutzern sozialer Netzwerke zu gelangen, die sich kritisch über die Maßnahmen der Regierung geäußert haben sollen. Betroffen sind demnach Nutzer auf Reddit und X. In den vergangenen Monaten haben wir wiederholt Vorgänge öffentlich gemacht, die sonst im Verborgenen geblieben wären, und dazu umfangreiche Recherchen mit zahlreichen Dokumenten, Daten und Quellen ausgewertet.

Die Vorladungen stammen laut dem Bericht von der Bundesstaatsanwaltschaft in Washington. Geleitet wird die Behörde von Jeanine Pirro, einer langjährigen Verbündeten Donald Trumps. Gefordert werden nicht nur Namen und Anschriften der betroffenen Nutzer. Auch Bankverbindungen und weitere persönliche Informationen sollen herausgegeben werden. Der Vorgang sorgt bereits deshalb für erhebliche Aufmerksamkeit, weil es nicht um mutmaßliche Straftäter geht, sondern um Menschen, die sich online zu politischen Entscheidungen der Regierung geäußert haben sollen. Kritiker sehen darin einen Eingriff in die Meinungsfreiheit und warnen vor einer Entwicklung, bei der staatliche Stellen zunehmend versuchen könnten, an die Identität politischer Gegner zu gelangen.

Besonders brisant ist die Forderung nach Finanzdaten. Während Namen oder E-Mail-Adressen häufig Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen sind, geht die Anforderung von Bankinformationen deutlich weiter. Bürgerrechtsorganisationen befürchten deshalb einen abschreckenden Effekt auf politische Diskussionen im Internet. Die Debatte reicht weit über einzelne Nutzerkonten hinaus. Sie berührt eine grundlegende Frage für jede Demokratie: Wie weit darf eine Regierung gehen, wenn sie gegen Kritiker vorgeht, die ihre Ansichten auf digitalen Plattformen veröffentlichen? Genau darüber dürfte in Washington nun erneut gestritten werden.
 
Mindestens 40 Jahre Haft für Tötung von vier Obdachlosen in New York
Der selbst obdachlose Mann soll im Oktober 2019 vier Menschen in Manhattan angegriffen haben. Dafür ist er zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt worden

New York – In den USA ist ein Mann wegen der Tötung von vier Obdachlosen zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt worden. Der 31-Jährige habe seine Opfer im Schlaf angegriffen, erklärte am Donnerstag Staatsanwalt Alvin Bragg in New York. "Er zeigte eine erschreckende Missachtung des Lebens seiner Opfer, die völlig schutzlos waren und unfähig, sich selbst zu verteidigen." Der Täter war ebenfalls obdachlos.

Die Taten wurden im Oktober 2019 im New Yorker Stadtteil Manhattan mit einer sieben Kilogramm schweren Eisenstange begangen. Ein fünftes Opfer wurde schwer verletzt. Staatsanwalt Bragg forderte nach dem Urteilsspruch einen besseren Schutz von auf der Straße lebenden Menschen: "Obdachlose verdienen das gleiche Maß an Sicherheit wie jeder andere auch."

Plädoyer auf Zurechnungsunfähigkeit
Die Verteidigung hatte in dem Prozess auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert und unter anderem auf die lange Drogenabhängigkeit des aus der Dominikanischen Republik stammenden Angeklagten verwiesen. Dem folgten die Geschworenen nicht. Sie kamen vielmehr zu dem Urteil, dass der Mann die anderen Obdachlosen bewusst angegriffen habe.

 
Masern in Texas: Studie fand heraus, dass fast 20 Prozent der Infizierten im Spital behandelt werden mussten
Sieben Prozent davon kamen sogar auf die Intensivstation. Ganz ähnliche Zahlen gibt es auch aus Österreich

Washington/Wien – Die Masern sind keine "harmlose Kinderkrankheit". Das zeigt eine Studie zu dem weltweit für Aufsehen erregenden Ausbruch der Virusinfektion im US-Bundesstaat Texas im Vorjahr. Fast 20 Prozent der Erkrankten mussten im Spital aufgenommen werden. Sieben Prozent davon kamen sogar auf die Intensivstation. Ganz ähnliche Zahlen gibt es auch aus Österreich.

Dennis Wang von den Centers for Disease Control (CDC) der Vereinigten Staaten und seine Co-Autoren haben ihre wissenschaftliche Arbeit im wöchentlichen Bericht über Erkrankungen und Mortalität (Morbidity and Mortality Weekly Report/MMWR) der staatlichen US-Institution veröffentlicht. Die Publikation ist seit Jahrzehnten hoch angesehen. Ehemals wurden in ihr die ersten verdächtigen Befunde bezüglich HIV/Aids publiziert.

In der neuesten Ausgabe (28. Mai) haben sich die Epidemiologen eines der ersten viel beachteten Masern-Ausbrüche in den Vereinigten Staaten zwischen 20. Jänner und 18. März im vergangenen Jahr in West-Texas angenommen. Ehemals gab es in den USA bis auf importierte Fälle überhaupt keine Masern mehr. Das Land wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2000 als "masernfrei" qualifiziert. Doch offenbar kam es zunehmend zu Lücken bei der Durchimpfung. Für eine ausreichende Herdenimmunität müssten 95 Prozent der Menschen die notwendigen zwei Teilimpfungen erhalten haben.

Die Entwicklung in den USA mit dem Nachlassen der Impffreudigkeit führte schließlich wieder zu massiven Ausbrüchen, die weltweit für Aufsehen sorgten. 2026 wurden bis 21. Mai bereits 1.943 Fälle in 40 US-Bundesstaaten registriert. 2025 waren es landesweit insgesamt 2.288 gemeldete Erkrankungen gewesen.

 
Recherchen decken auf: Kongress gegen das Volk? Wie aus Kritik an KI plötzlich ein Fall für Nachrichtendienste wird
Der Widerstand gegen Künstliche Intelligenz wächst in den Vereinigten Staaten seit Monaten. Bürgerinitiativen kämpfen gegen neue Rechenzentren, Anwohner protestieren gegen steigenden Wasserverbrauch, Umweltschützer warnen vor einem immer höheren Energiebedarf und viele Menschen sorgen sich darüber, wie weit staatliche und private Überwachung mit Hilfe neuer Technologien künftig reichen könnte. All das gehört zu einer demokratischen Gesellschaft. Doch in Washington scheint man diese Entwicklung inzwischen zunehmend durch eine andere Brille zu betrachten.

Ein internes Lagepapier des Intelligence Services Bureau der Capitol Police, das dem Kaizen Blog vorliegt, zeigt, welche Prioritäten Sicherheitsbehörden inzwischen setzen. Die Einheit wurde nach dem Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar geschaffen und soll den Polizeiapparat des Kongresses stärker mit den amerikanischen Nachrichtendiensten verzahnen. Inzwischen verfügt die Behörde über eigene Analysekapazitäten und verteilt ihre Berichte an Polizeibehörden sowie sogenannte Fusion Centers im ganzen Land.

 
Chemieunfall in USA: Zahl der Toten steigt auf acht
Die Zahl der Toten eines Chemieunfalls in einer Papierfabrik im US-Bundesstaat Washington ist auf acht gestiegen. Drei weitere Menschen würden noch vermisst, sagte der Chef der örtlichen Feuerwehr gestern (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Die nun noch Vermissten sind vermutlich auch tot. Zuvor waren zwei Tote bestätigt worden.

Bei dem Unglück war am Dienstag ein riesiger Tank mit Weißlauge geborsten, die in der Fabrik genutzt wird. In der Nähe des Tanks stehende Autos und Gebäude wurden durch die austretende chemische Lösung teilweise schwer beschädigt.

Die Behörden betonten, dass das Trinkwasser und die Luft um die Unglücksstelle im rund eine Autostunde nördlich von Portland gelegenen Longview nicht kontaminiert seien. Die betroffene Fabrik Nippon Dynawave Packaging ist eine Tochtergesellschaft der japanischen Nippon Paper Group.

 
Trumps umstrittener Fonds für »politische Opfer« ist vorerst gestoppt
1,8 Milliarden Dollar will Donald Trump an Opfer einer angeblich politisch motivierten Justiz auszahlen. Das Vorhaben des US-Präsidenten geht sogar vielen Republikanern zu weit. Nun ist ein Bundesgericht eingeschritten.
Donald Trump darf seinen Entschädigungsfonds für »politische Opfer« zunächst nicht einrichten. Der US-Präsident ist mit seinem umstrittenen Vorhaben für angebliche Opfer der US-Justiz vorerst gescheitert.

Ein Bundesgericht in Virginia stoppte die Pläne und setzte eine Gerichtsanhörung für den 12. Juni an, wie aus der Entscheidung hervorgeht. Das Gericht will mit dem Stopp sicherstellen, dass bis zur Klärung des Falls keine Gelder unwiderruflich über den Fonds ausgezahlt werden können.

Trump hatte wegen seines Entschädigungsfonds – Anti-Weaponization Fund – selbst aus den eigenen Reihen der Republikaner massiv Kritik auf sich gezogen. Kritiker reden von »Schmiergeld« für Trump-Getreue und von Korruption. Im Kongress wurden sogar Abstimmungen über andere Haushaltsgelder vorerst verzögert, um so Druck auf Trump aufzubauen.

Rund 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) sollen laut US-Justizministerium in einen neuen Fonds fließen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen.

 
Zwischen Krebsdiagnose, Epstein-Akten und wachsendem Druck: Pam Bondi verteidigt sich vor dem Kongress
Washington D.C. – Pam Bondi stand bis eben erneut im Zentrum einer Affäre, die Washington seit Monaten beschäftigt und deren politische Sprengkraft längst weit über die Akten des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hinausreicht. Die ehemalige Justizministerin erschien auf dem Capitol Hill zu einer nicht öffentlichen Befragung durch Abgeordnete des Repräsentantenhauses. Während vor dem Gebäude Überlebende von Epsteins Missbrauch auf Antworten drängten, verteidigte Bondi hinter verschlossenen Türen das Vorgehen der Trump-Regierung bei der Freigabe der sogenannten Epstein-Akten.

Die Anhörung findet in einer für Bondi persönlich schwierigen Phase statt. Erst in dieser Woche wurde bekannt, dass sie nach ihrem Ausscheiden aus dem Justizministerium an Schilddrüsenkrebs erkrankt war und sich einer Behandlung unterzogen hat. Nach Angaben ihres Umfelds befindet sie sich auf dem Weg der Besserung. Katie Miller, die Ehefrau von Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, erklärte, Bondi habe den Krebs in den vergangenen Wochen still und entschlossen bekämpft. Öffentlich äußerte sich Bondi dazu bislang kaum. Stattdessen konzentrierte sie sich am Freitag auf die Vorwürfe rund um die Epstein-Akten.

Bereits zu Beginn ihrer Aussage machte sie deutlich, dass sie von ihrer bisherigen Linie nicht abweichen werde. In einer vorbereiteten Erklärung lobte sie die Arbeit des Justizministeriums während ihrer Amtszeit und sprach von einem beispiellosen Einsatz für Transparenz. Nach ihren Angaben wurden nahezu drei Millionen Seiten Material zusammengetragen und ausgewertet, darunter Tausende Videos und Hunderttausende Bilder. Die Ermittlungen hätten sich über die Regierungen von George W. Bush, Barack Obama, Donald Trump und Joe Biden erstreckt.

 
Trumps Name muss von Kennedy Center entfernt werden
US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Bestreben, wichtige US-Institutionen umzubenennen und mit seinem Namen zu versehen, eine herbe Niederlage vor Gericht kassiert. Ein Richter in der US-Hauptstadt Washington ordnete gestern an, dass Trumps Name wieder von der Fassade der weltberühmten Kulturinstitution Kennedy Center verschwinden muss.

Zudem darf das Zentrum zumindest vorläufig doch nicht wie von Trump geplant im Sommer für zwei Jahre wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werden, wie aus den Gerichtsakten hervorgeht.

Gericht: Nur Kongress kann Namen ändern
Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen „anti-amerikanische Propaganda“ in der Kulturwelt angekündigt.

Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten. Im Dezember wurde das Kennedy Center in Trump Kennedy Center umbenannt. Das führte zu großem Protest, Künstler und Künstlerinnen sagten Auftritte ab.

 
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