Arbeit hinter Gittern – und wer die Regeln schreibt
Wer die Regeln schreibt, entscheidet oft nicht nur über Abläufe, sondern darüber, wer am Ende profitiert. Unsere Recherchen zeigen, das ICE. einem privaten Gefängniskonzern genau das ermöglicht hat, Einfluss auf Vorgaben zur Arbeit von Inhaftierten zu nehmen. Die GEO Group hat darum gebeten, Formulierungen zu entfernen, nach denen Menschen in Gewahrsam für ihre Arbeit bezahlt werden müssen. ICE. habe dem zugestimmt. Der Vorwurf wiegt schwer, weil es nicht um eine Frage der Verwaltung geht, sondern um ein System, in dem Staat, Verträge und Haft miteinander verbunden sind. Die GEO Group betreibt Abschiebehaftzentren in zahlreichen Bundesstaaten und meldete im vergangenen Jahr Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe. Gleichzeitig sind die Menschen in diesen Einrichtungen nicht frei in ihrer Entscheidung, unter welchen Bedingungen sie arbeiten oder welche Alternativen ihnen offenstehen.
Kritiker sehen ebenfalls darin mehr als einenormale Änderung von Vorschriften. Sie sprechen von einem System, in dem wirtschaftliche Interessen und Freiheitsentzug immer näher zusammenrücken. Der Staat vergibt Verträge, private Betreiber verwalten die Einrichtungen und innerhalb der Mauern entstehen Tätigkeiten, deren Bedingungen nicht von freien Arbeitnehmern ausgehandelt werden. Genau deshalb richtet sich die Kritik nicht nur gegen einzelne Formulierungen, sondern gegen die Frage, ob wirtschaftlicher Nutzen Einfluss darauf bekommt, wie Haft organisiert wird. Die Debatte berührt einen alten Konflikt der amerikanischen Politik: Was geschieht, wenn Freiheitsentzug nicht nur als staatliche Aufgabe verstanden wird, sondern zugleich ein Markt entsteht. Das Problem beginnt nicht dort, wo Menschen arbeiten. Es beginnt dort, wo diejenigen, die an Haft verdienen, gleichzeitig dabei helfen, die Regeln für diese Arbeit zu verändern.
Wer die Regeln schreibt, entscheidet oft nicht nur über Abläufe, sondern darüber, wer am Ende profitiert. Unsere Recherchen zeigen, das ICE. einem privaten Gefängniskonzern genau das ermöglicht hat, Einfluss auf Vorgaben zur Arbeit von Inhaftierten zu nehmen. Die GEO Group hat darum gebeten, Formulierungen zu entfernen, nach denen Menschen in Gewahrsam für ihre Arbeit bezahlt werden müssen. ICE. habe dem zugestimmt. Der Vorwurf wiegt schwer, weil es nicht um eine Frage der Verwaltung geht, sondern um ein System, in dem Staat, Verträge und Haft miteinander verbunden sind. Die GEO Group betreibt Abschiebehaftzentren in zahlreichen Bundesstaaten und meldete im vergangenen Jahr Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe. Gleichzeitig sind die Menschen in diesen Einrichtungen nicht frei in ihrer Entscheidung, unter welchen Bedingungen sie arbeiten oder welche Alternativen ihnen offenstehen.
Kritiker sehen ebenfalls darin mehr als einenormale Änderung von Vorschriften. Sie sprechen von einem System, in dem wirtschaftliche Interessen und Freiheitsentzug immer näher zusammenrücken. Der Staat vergibt Verträge, private Betreiber verwalten die Einrichtungen und innerhalb der Mauern entstehen Tätigkeiten, deren Bedingungen nicht von freien Arbeitnehmern ausgehandelt werden. Genau deshalb richtet sich die Kritik nicht nur gegen einzelne Formulierungen, sondern gegen die Frage, ob wirtschaftlicher Nutzen Einfluss darauf bekommt, wie Haft organisiert wird. Die Debatte berührt einen alten Konflikt der amerikanischen Politik: Was geschieht, wenn Freiheitsentzug nicht nur als staatliche Aufgabe verstanden wird, sondern zugleich ein Markt entsteht. Das Problem beginnt nicht dort, wo Menschen arbeiten. Es beginnt dort, wo diejenigen, die an Haft verdienen, gleichzeitig dabei helfen, die Regeln für diese Arbeit zu verändern.
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