"Ein wilder Ritt": Wie Wirtschaftstreibende mit Donald Trumps Zöllen umgehen
Der US-Präsident hat die höchsten Zölle seit den 1940er-Jahren verfügt. Wie wirkt sich das ganz konkret für Unternehmen in den USA aus? Zwei Werksbesuche im Mittleren Westen
Cincinnati ist nicht gerade die US-Stadt, die europäische Reisende normalerweise aufsuchen. Die Metropole mit 2,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern liegt mitten im Binnenland, südlich der Großen Seen, fernab der viel frequentierten Küsten. Neuenglische Architektur mischt sich hier mit Ansätzen einer gewissen Cowboy-Stiefel-Mentalität – hier beginnen, wenn man so will, die Südstaaten und der Wilde Westen.
Aber Cincinnati ist nicht nur kulturell interessant, auch in Sachen Auslandsinvestitionen spielen die Stadt und der umgebende Bundesstaat Ohio vorn mit. Sieben Prozent der Beschäftigten hier arbeiten bei Unternehmen, die Ausländern gehören – deutlich mehr als in anderen Teilen der USA. Das liegt unter anderem an der logistisch guten Lage mitten im Land: Fast zwei Drittel der US-Bevölkerung erreicht man von Ohio mit dem LKW innerhalb eines Tages.
Unsichere Zeiten
Unter anderem deshalb hat das US-Außenministerium eine Gruppe internationaler Journalisten, auch den STANDARD, nach Cincinnati eingeladen. Es gilt zu zeigen, dass die USA ein guter Ort für Investitionen sind. Trotz allem, wenn man so will. Immerhin haben Donald Trumps Zölle und seine erratische Wirtschaftspolitik viele Investoren massiv verunsichert. Von den wirtschaftlichen Folgen seiner außenpolitischen Abenteuer, etwa im Iran, ganz abgesehen.
Was Zölle betrifft, gilt seit Februar auf fast jede Einfuhr in die USA ein effektiver Zollsatz von rund zwölf Prozent. Es ist immerhin ein starker Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als die Sätze 28 Prozent und mehr erreichten – denn Trump hat vor dem Supreme Court eine juristische Niederlage erlitten. Trotzdem ist es immer noch der höchste Satz seit den 1940er-Jahren. Je nach Produktgruppe sind die Zölle unterschiedlich hoch.
www.derstandard.at
Der US-Präsident hat die höchsten Zölle seit den 1940er-Jahren verfügt. Wie wirkt sich das ganz konkret für Unternehmen in den USA aus? Zwei Werksbesuche im Mittleren Westen
Cincinnati ist nicht gerade die US-Stadt, die europäische Reisende normalerweise aufsuchen. Die Metropole mit 2,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern liegt mitten im Binnenland, südlich der Großen Seen, fernab der viel frequentierten Küsten. Neuenglische Architektur mischt sich hier mit Ansätzen einer gewissen Cowboy-Stiefel-Mentalität – hier beginnen, wenn man so will, die Südstaaten und der Wilde Westen.
Aber Cincinnati ist nicht nur kulturell interessant, auch in Sachen Auslandsinvestitionen spielen die Stadt und der umgebende Bundesstaat Ohio vorn mit. Sieben Prozent der Beschäftigten hier arbeiten bei Unternehmen, die Ausländern gehören – deutlich mehr als in anderen Teilen der USA. Das liegt unter anderem an der logistisch guten Lage mitten im Land: Fast zwei Drittel der US-Bevölkerung erreicht man von Ohio mit dem LKW innerhalb eines Tages.
Unsichere Zeiten
Unter anderem deshalb hat das US-Außenministerium eine Gruppe internationaler Journalisten, auch den STANDARD, nach Cincinnati eingeladen. Es gilt zu zeigen, dass die USA ein guter Ort für Investitionen sind. Trotz allem, wenn man so will. Immerhin haben Donald Trumps Zölle und seine erratische Wirtschaftspolitik viele Investoren massiv verunsichert. Von den wirtschaftlichen Folgen seiner außenpolitischen Abenteuer, etwa im Iran, ganz abgesehen.
Was Zölle betrifft, gilt seit Februar auf fast jede Einfuhr in die USA ein effektiver Zollsatz von rund zwölf Prozent. Es ist immerhin ein starker Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als die Sätze 28 Prozent und mehr erreichten – denn Trump hat vor dem Supreme Court eine juristische Niederlage erlitten. Trotzdem ist es immer noch der höchste Satz seit den 1940er-Jahren. Je nach Produktgruppe sind die Zölle unterschiedlich hoch.
"Ein wilder Ritt": Wie Wirtschaftstreibende mit Donald Trumps Zöllen umgehen
Der US-Präsident hat die höchsten Zölle seit den 1940er-Jahren verfügt. Wie wirkt sich das ganz konkret für Unternehmen in den USA aus? Zwei Werksbesuche im Mittleren Westen