Trump: Rache am Spiegelteich, Raketen im Golf, Zölle ohne Recht: drei Akte, ein Dienstag der Grenzenlosigkeit
Wer wissen will, wie weit eine Regierung zu gehen bereit ist, muss beobachten, was sie an einem einzigen Tag tut, wenn niemand sie zwingt. Der 11. August liefert das Anschauungsmaterial gleich mehrfach, an einem Spiegelteich und auf offener See, dazu in einem Gerichtssaal für Handelsrecht. Für sich genommen wirkt jeder Vorgang wie eine Kuriosität. Zusammen, an ein und demselben Dienstag, ergeben sie das Bild einer Macht, die keine Grenze mehr anerkennt, die sie nicht selbst gezogen hat.
Der erste Akt spielt am Spiegelteich vor dem Lincoln Memorial. Dort soll der frühere Olympia-Kanute David Hearn im Juni bei einer Radtour die Beschichtung des Teichs beschädigt haben. Die zuständige Bundesanwältin Jeanine Pirro ließ die Anklage fallen und erklärte dem Gericht ungewöhnlich offen, der Vorwurf eines Verbrechens sei schlecht begründet gewesen, schuld an den Schäden sei eine verpfuschte Sanierung, nicht Vandalismus. Damit wäre die Sache erledigt, in einem Rechtsstaat, der etwas auf seine Beweise gibt. Doch Trump geriet über Pirros Entscheidung in Zorn. In sozialen Netzwerken verlangte er, sie solle ihren übereilten Entschluss überdenken. Er stellte ein Foto ins Netz, das er mit dem Wort Vandalismus versah, und berief sich auf einen höchst glaubwürdigen Zeugen, der Hearn beim Zerren an der Beschichtung gesehen habe. Hearn selbst sagt, er habe im Wasser nur ein bereits gelöstes Stück berührt. Aus einem Vergehen hatten die Ankläger zwischenzeitlich ein Verbrechen gemacht. Das Spiegelteich ist nur eines von vielen Bauvorhaben, mit denen Trump das Bild der Hauptstadt aufpolieren will und die ihm regelmäßig Klagen einbringen.
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Wer wissen will, wie weit eine Regierung zu gehen bereit ist, muss beobachten, was sie an einem einzigen Tag tut, wenn niemand sie zwingt. Der 11. August liefert das Anschauungsmaterial gleich mehrfach, an einem Spiegelteich und auf offener See, dazu in einem Gerichtssaal für Handelsrecht. Für sich genommen wirkt jeder Vorgang wie eine Kuriosität. Zusammen, an ein und demselben Dienstag, ergeben sie das Bild einer Macht, die keine Grenze mehr anerkennt, die sie nicht selbst gezogen hat.
Der erste Akt spielt am Spiegelteich vor dem Lincoln Memorial. Dort soll der frühere Olympia-Kanute David Hearn im Juni bei einer Radtour die Beschichtung des Teichs beschädigt haben. Die zuständige Bundesanwältin Jeanine Pirro ließ die Anklage fallen und erklärte dem Gericht ungewöhnlich offen, der Vorwurf eines Verbrechens sei schlecht begründet gewesen, schuld an den Schäden sei eine verpfuschte Sanierung, nicht Vandalismus. Damit wäre die Sache erledigt, in einem Rechtsstaat, der etwas auf seine Beweise gibt. Doch Trump geriet über Pirros Entscheidung in Zorn. In sozialen Netzwerken verlangte er, sie solle ihren übereilten Entschluss überdenken. Er stellte ein Foto ins Netz, das er mit dem Wort Vandalismus versah, und berief sich auf einen höchst glaubwürdigen Zeugen, der Hearn beim Zerren an der Beschichtung gesehen habe. Hearn selbst sagt, er habe im Wasser nur ein bereits gelöstes Stück berührt. Aus einem Vergehen hatten die Ankläger zwischenzeitlich ein Verbrechen gemacht. Das Spiegelteich ist nur eines von vielen Bauvorhaben, mit denen Trump das Bild der Hauptstadt aufpolieren will und die ihm regelmäßig Klagen einbringen.
Trump: Rache am Spiegelteich, Raketen im Golf, Zölle ohne Recht: drei Akte, ein Dienstag der Grenzenlosigkeit
Wer wissen will, wie weit eine Regierung zu gehen bereit ist, muss beobachten, was sie an einem einzigen Tag tut, wenn niemand sie zwingt. Der 11. August liefert das Anschauungsmaterial gleich mehrfach, an einem Spiegelteich und auf offener See, dazu in einem Gerichtssaal für Handelsrecht. Für...