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Pentagon holt rechte Militär-Influencer heimlich in Regierungsjobs – während sie Hegseth und Trump öffentlich verteidigen
Das Pentagon hat mehrere konservative Militärveteranen mit Hunderttausenden Followern in zivile Regierungsfunktionen geholt, ohne ihre Aufgaben öffentlich zu machen, während dieselben Männer in sozialen Medien und rechten Publikationen Verteidigungsminister Pete Hegseth unterstützen und Gegner der Trump-Regierung angreifen. Zu ihnen gehören der pensionierte Air-Force-Oberst Rob Maness mit mehr als 135.000 Followern auf X und der frühere Army-Oberst Kurt Schlichter mit fast 620.000. Interne Pentagon-Unterlagen führen beide mit aktiven Regierungs-E-Mail-Adressen und weisen sie dem Büro von Anthony Tata zu, dem für Personal und Einsatzbereitschaft zuständigen Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Auch Thomas Anderson, ein pensionierter Army-Oberst und Anwalt, der unter dem Namen Cynical Publius mehr als 323.000 Menschen auf X erreicht, war dort zumindest zeitweise als ziviler Mitarbeiter registriert. Welche Aufgaben die Männer genau übernehmen, ob sie bezahlt werden und wie lange sie für das Pentagon arbeiten sollen, will das Ministerium nicht sagen. Eingesetzt werden sie offenbar als zeitweise Regierungsbeschäftigte oder als besonders qualifizierte Experten, Funktionen, die ihnen unmittelbaren Zugang zum Apparat und je nach Aufgabe auch Einfluss auf politische Entscheidungen geben können. Gleichzeitig treten sie nach außen weiterhin als Kommentatoren auf. Maness forderte öffentlich, „illoyale“ langjährige Mitarbeiter aus dem Pentagon zu entfernen, verteidigte Hegseths Vorgehen gegen Eliteuniversitäten und schrieb noch am Mittwoch, die Empörung des Ministers über Entscheidungen der Army sei gerechtfertigt. Seine aktuelle Verbindung zum Pentagon erwähnte er dabei nicht. Selbst in einem im Juli veröffentlichten Leserbrief an die Washington Post beschrieb er sich lediglich als pensionierten Air-Force-Offizier. Nach Angaben der Zeitung hatte er seine Pentagon-Tätigkeit vor der Veröffentlichung nicht offengelegt. Schlichter schreibt für die konservative Plattform Townhall, lobte Trump Anfang August als „Helden“, weil dieser gegen den Iran zurückgeschlagen habe, und erklärte auf X, die Vereinigten Staaten könnten froh sein, Hegseth zu haben. Auch dort nennt er sich pensionierter Oberst, Anwalt und Kolumnist, nicht Pentagon-Mitarbeiter. Anderson greift regelmäßig Journalisten, Veteranen und andere Gegner der Regierung an und schrieb bereits im April, in den Reihen des US-Militärs gebe es einen „Krebs“, der entfernt werden müsse.

Ausgerechnet diese Männer waren im Mai für eine Pentagon-Arbeitsgruppe am Army War College in Pennsylvania unterwegs, die Hegseth eingerichtet hatte, um Militärhochschulen auf angeblich „toxische“ oder „woke“ Ideologie zu untersuchen. Dort befragten sie Studenten und Professoren über die Arbeit Hegseths und des Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine. Einige Studenten wussten nach Angaben von Personen, die mit dem Besuch vertraut waren, nicht, wie offen sie antworten konnten und ob ihnen Nachteile drohen würden, wenn ihre Aussagen Regierungsvertretern missfielen. Die Arbeitsgruppe hat ihre Untersuchung inzwischen abgeschlossen, ihr Bericht ist bislang nicht veröffentlicht. Der Fall reicht zudem über diese drei Männer hinaus. Jennica Pounds, online als DataRepublican bekannt, war zunächst als Journalistin für Hegseths neu zusammengestelltes Pentagon-Pressekorps akkreditiert und wechselte im Juli in eine Tätigkeit als zeitweise Regierungsbeschäftigte des Verteidigungsministeriums. Erst nach einem öffentlichen Streit wurde diese Verbindung bekannt. Der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Adam Kinzinger fragte daraufhin, wie viele reichweitenstarke X-Nutzer, die Botschaften für Bundesregierung, Trump und Republikanische Partei verbreiten, tatsächlich auf irgendeine Weise für den Staat arbeiten. Genau diese Frage wird zusätzlich brisant, weil Hegseth im vergangenen Jahr Dutzende etablierte Pentagon-Journalisten durch neue Zugangsbeschränkungen aus dem Gebäude drängte und anschließend ein neues Pressekorps zuließ, das überwiegend aus rechten Medien bestand. Gleichzeitig holt sein Ministerium nun Personen aus genau diesem politischen Umfeld direkt in Regierungsfunktionen. Das Pentagon hat außerdem den konservativen Journalisten Jerry Dunleavy für die Untersuchung des Afghanistan-Abzugs verpflichtet, diese Tätigkeit allerdings öffentlich gemacht. Bei Maness, Schlichter und Anderson geschah genau das nicht.

Nach außen schreiben, posten und urteilen sie weiter über Regierung, Militär und politische Gegner, während ihre Verbindung zum Verteidigungsministerium für die Leser und Follower unsichtbar bleibt. Eine Regierung, die sich selbst als besonders transparent bezeichnet, beschäftigt damit politische Stimmen hinter den Kulissen, deren öffentliche Reichweite anschließend genau jene Politik stärkt, an der sie innerhalb des Pentagon möglicherweise selbst mitarbeiten.

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63 Jahre nach Martin Luther King marschieren Tausende in Washington für das Wahlrecht
Mehr als sechs Jahrzehnte nachdem Martin Luther King Jr. vor dem Lincoln Memorial von einem gerechteren Amerika sprach, sind Tausende Menschen an denselben Ort zurückgekehrt, weil Rechte, für die damals gekämpft wurde, erneut unter Druck geraten. Unter dem Namen „Marsch auf Washington 2026: Verteidigt das Wahlrecht“ versammelten sich Gewerkschafter, Studenten, Mitglieder schwarzer Studentenverbindungen und Menschen aus vielen Teilen des Landes auf der National Mall. Organisiert wurde die Demonstration von Al Sharptons National Action Network und dem Drum Major Institute von Martin Luther King III und Arndrea Waters King gemeinsam mit mehr als 90 Organisationen, darunter die NAACP und die National Urban League.

Im April schwächte der Supreme Court eine wichtige Bestimmung des Wahlrechtsgesetzes von 1965, worauf republikanisch regierte Bundesstaaten im Süden teilweise innerhalb weniger Tage begannen, Wahlkreise neu zuzuschneiden – noch rechtzeitig vor den Zwischenwahlen im November. Martin Luther King III sagte, 63 Jahre nach dem Marsch seines Vaters gehe es nicht darum, nur an dessen Worte zu erinnern, sondern erneut zu handeln. Auch Marc Morial von der National Urban League warnte vor mächtigen Kräften, gegen die man sich gemeinsam stellen müsse. Die Organisatoren sehen das Wahlrecht dabei nur als einen Teil eines größeren Angriffs auf Bürgerrechte. Sie verweisen auf Donald Trumps Versuche, die Briefwahl einzuschränken, Schutzregeln gegen Diskriminierung innerhalb der Bundesregierung zurückzufahren und die Arbeit der Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums grundlegend neu auszurichten.

Al Sharpton schrieb an seine Unterstützer, das Wahlrecht werde Bundesstaat für Bundesstaat Stück für Stück geschwächt, und mit ihm gerieten auch andere Rechte unter Druck. Zu den Rednern gehörten Bernie Sanders, Alexandria Ocasio-Cortez und der demokratische Fraktionsführer im Repräsentantenhaus Hakeem Jeffries. Jeffries verwies darauf, dass die Arbeitslosigkeit unter schwarzen Amerikanern steige, die Wohneigentumsquote sinke und ihre politische Vertretung im Süden mit Methoden angegriffen werde, die ihn an die Zeit der Jim-Crow-Gesetze erinnerten. 63 Jahre nach dem historischen Marsch von 1963 standen damit wieder Tausende vor dem Lincoln Memorial – diesmal nicht, weil die damaligen Forderungen Geschichte geworden wären, sondern weil viele von ihnen erneut verteidigt werden müssen.

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Marjorie Taylor Greene:
„Als Trump mich eine Verräterin nannte, bekam ich sehr direkte Morddrohungen gegen meinen eigenen Sohn. Als ich es dem Präsidenten sagte und ihm ausdrücklich darüber schrieb und ihm Bilder dieser Morddrohungen schickte, sagte er zu mir: ‚Du bist selbst schuld. Du hast es verdient.‘“
Man darf aber auch nie vergessen: MTG hat dabei geholfen, Trump zu erschaffen. Dass sie Trump jetzt kritisiert, macht ihre Rolle dabei, ihn zu ermöglichen, nicht ungeschehen

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USA verwehren Journalisten Akkreditierung für G-20-Treffen
Das US-Finanzministerium hat mehreren Journalistinnen und Journalisten die Akkreditierung für das heute beginnende Treffen der G-20-Finanzminister und Zentralbanker in Asheville verweigert.

Reporter der „New York Times“, des „Wall Street Journal“ und der Nachrichtenagentur Bloomberg haben keinen Zugang zu dem Treffen, wie die Medienhäuser mitteilten. Als G-20-Gastgeber regelt das Finanzministerium den Zugang zu den zweitägigen Beratungen im US-Bundesstaat North Carolina.

Die Verweigerung des Zugangs „untergräbt die Medienfreiheit und die öffentliche Rechenschaftspflicht“, hieß es in einer Stellungnahme von Bloomberg News. „Wir werden weiterhin für uneingeschränkten Zugang der Presse eintreten, während wir fair und präzise über die Vorgänge berichten.“

„Versuch, öffentlicher Kontrolle zu entgehen“
Die „New York Times“ berichtete, es seien Reporter ausgeschlossen worden, die seit Jahren über derartige Zusammenkünfte berichten. In einer Stellungnahme der Zeitung hieß es, die Verweigerung der Akkreditierung sei „nicht nur ein weiterer beunruhigender Versuch der Regierung, unabhängigen Journalismus zu untergraben“, sondern es sei auch der Versuch, „öffentlicher Kontrolle zu entgehen“.

 
„Sie glauben, sie wären ein Bundesstaat, aber sie sind kein Bundesstaat. Warum sollten wir Kanada subventionieren?“


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Was für ein armseliger Wappler, das weltgrößte A....loch.
 
Ein ganzer Saal singt „Lake Ontario“ und lässt Trump wie einen Narren dastehen
Ein Dekret lässt sich mit einem Lied beantworten. In Toronto sangen am Samstag 16.000 Menschen den alten Namen eines Sees und ließen den Präsidenten der Vereinigten Staaten klein aussehen. Sie weigerten sich schlicht, seiner geografischen Fantasie zu folgen. Die kanadische Band Blue Rodeo spielte im RBC Amphitheatre, das direkt am Ufer des Ontariosees liegt, jenes Gewässers, das Trump in „Lake America“ umtaufen will. Die Menge gab die Antwort im Chor. Eine Weltmacht unterlag im Namensstreit einer singenden Menge.

Als die Band ihren Liebling „Hasn’t Hit Me Yet“ aus dem Jahr 1993 anstimmte, in dem der Schnee auf das stille Wasser des Ontariosees fällt, wandte sich Sänger Greg Keelor ans Publikum. Zum Ende des Liedes komme ein See vor, sagte er und zeigte auf das Wasser hinter der Band. Dessen Name sei etwas umstritten geworden. Er bat die Zuschauer, so zu singen, als gehöre der See ihnen, für ein glitzerndes Wasser, das lange vor ihnen allen da gewesen sei. Die Menge ließ sich nicht zweimal bitten und brüllte „Lake Ontario“ in die Nacht. Wer nicht in der Arena stand, verfolgte den Moment über einen Livestream im Netz. So wurde aus einem Liedvers eine Abstimmung, und die Menschen stimmten mit ihren Kehlen. Ein Wort, im Takt gebrüllt, trägt weiter als jede Landkarte, die man heimlich ändert.


 
Fed-Chef auf Konfrontationskurs mit Trump
US-Präsident Donald Trump hat sich das wohl anders vorgestellt: Der neue Fed-Chef denkt nicht an Zinssenkungen

Am allerliebsten wäre es Kevin Warsh wohl, er könnte die Kommunikation der US-Zentralbank gleich ganz kübeln. Von der lange geübten Praxis seiner Vorgänger, die Märkte häppchenweise mit Hinweisen auf den künftigen Zinskurs zu füttern, hält der Neue wenig.

"Zu viel Transparenz kann in die Irre führen" ist der oberste Notenbanker der USA überzeugt. Gut möglich, dass er sich mit dieser Abgrenzung von seinem Vorgänger Jerome Powell auch Donald Trump vom Hals halten will. Der US-Präsident hat Powell immer wieder harsch kritisiert, weil dieser seinem Dauerdrängen nach niedrigeren Zinsen nicht nachgab. Im Mai hat er Warsh an die Fed-Spitze geholt, damit dieser für eine Zinssenkung sorge. Diesem Druck gab auch Warsh nicht nach.

Keine Zinssenkung in Sicht
Auch derzeit deutet wenig auf eine Zinssenkung hin. Die Inflation ist in den USA aktuell weit über dem Zielwert von zwei Prozent. Gleichzeitig sind die Wirtschaftsdaten recht robust. Warsh signalisierte Entschlossenheit beim Kampf gegen die Inflation. Mehr bekamen Kritiker, die ihm vorwerfen, dass er Antworten darauf schuldig bliebe, wie er sie in den Griff bekommen will, nicht. Warsh sei etwas offener gegenüber Zinserhöhungen, interpretieren Fachleute seine letzten Aussagen. Sollte es bei der nächsten Sitzung Mitte September, also vor den Zwischenwahlen in den USA, dazu kommen, wäre dies ein starker Nachweis, dass auch Warsh sich von Trump nicht unter Druck setzen lässt. (Regina Bruckner, 30.8.2026)

 
Trump bleibt bei nur 33 Prozent Zustimmung - Demokraten deutlich motivierter für die Midterms
Donald Trumps Zustimmungswert liegt laut Reuters/Ipsos weiter bei nur 33 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau seiner politischen Karriere. Gleichzeitig zeigen sich 46 Prozent der Demokraten sehr motiviert, im November wählen zu gehen, aber nur 31 Prozent der Republikaner - auch bei Unabhängigen liegen die Demokraten mit 36 zu 22 Prozent klar vorn. Besonders schwer wiegt die Wirtschaft: 71 Prozent der Amerikaner missbilligen Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten, und nur 36 Prozent unterstützen den Krieg gegen Iran
 
Landgang in Pattaya
US-Matrosen sollen Tourismus ankurbeln
Nach mehr als 200 Tagen auf hoher See im Zuge des Iran-Krieges soll der US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ am Mittwoch nahe dem thailändischen Badeort Pattaya anlegen. Viele der rund 5.000 Seeleute und Marinesoldaten an Bord klagten Berichten zufolge über psychische Probleme und unhaltbare Zustände. Mit dem anstehenden Landgang soll sich die Mannschaft erholen. Pattaya hofft, den aktuell sehr schwachen Tourismus anzukurbeln.

Die „USS Abraham Lincoln“ soll am Mittwoch mit zwei Begleitschiffen in Laem Chabang nahe Pattaya anlegen, wie thailändische Behördenvertreter laut Reuters mitteilten. Der Flugzeugträger war am 21. November 2025 vom kalifornischen San Diego ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu tun. Er wurde jedoch noch vor den am 28. Februar begonnenen US-israelischen Angriffen auf den Iran in die Krisenregion umgeleitet.

Der monatelange Einsatz des Schiffes in der Region und Berichte über unhaltbare Zustände und psychische Probleme an Bord lösten in den USA Kritik aus. Abgeordnete der oppositionellen Demokraten forderten eine Untersuchung. Vor rund zwei Wochen wurde die „USS Abraham Lincoln“ letztlich von der „USS George Washington“ im Nahen Osten abgelöst.

 
US-Höchstgericht: Trump darf Ballsaal vorerst weiterbauen
Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Weiterbau des umstrittenen Ballsaals von Präsident Donald Trump am Weißen Haus bis auf Weiteres erlaubt.

Eine knappe Mehrheit von fünf konservativen Richterinnen und Richtern entschied gestern, dass die Regierung gute Aussichten habe, eine Klage der Denkmalschutzorganisation National Trust for Historic Preservation gegen das Projekt abweisen zu lassen.

Das Gericht betonte, damit nicht über die Rechtmäßigkeit des Bauvorhabens entschieden zu haben. Die Regierung werde voraussichtlich nachweisen können, dass die Organisation nicht ausreichend darlegen könne, durch das Projekt unmittelbar geschädigt zu werden und deshalb klageberechtigt zu sein.

Berufungsgericht hatte Bau gestoppt
Die drei liberalen Richterinnen und Richter sowie der konservative Vorsitzende John Roberts widersprachen der Entscheidung. Roberts hatte bereits am 21. August einen von einem Berufungsgericht verhängten Baustopp vorläufig ausgesetzt, damit der Supreme Court die Argumente beider Seiten prüfen konnte.

 
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