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US-Behörde klagt Amazon wegen Preismanipulation
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehr als 20 Bundesstaaten haben Amazon wegen des Vorwurfs der Preismanipulation bei Werbeanzeigen geklagt. Das geht aus gestern veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervor.

Dem „Wall Street Journal“ zufolge wirft die Behörde Amazon vor, Werbekundinnen und -kunden getäuscht zu haben. Amazon habe heimlich den Mindestpreis angehoben, den diese für die Platzierung ihrer Anzeigen zahlen mussten.

Dadurch sei den Kundinnen und Kunden ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden, berichtete das Blatt unter Berufung auf FTC-Vertreter. Der Konzern wies die Vorwürfe zurück.

Bundesstaaten können zivilrechtliche Strafen fordern
Die beteiligten Bundesstaaten könnten nun zivilrechtliche Strafen fordern und versuchen, einen Teil der Gelder zurückzuerlangen.

 
Frau ersticht Passantin auf Times Square
Auf dem berühmten New Yorker Times Square hat eine Frau mehrere Passanten mit Messern angegriffen und eine 32-Jährige tödlich verletzt. Ein 68-jähriger Mann, den die Frau in den Bauch gestochen habe, werde im Krankenhaus behandelt, sagte die Polizeichefin der Stadt, Jessica Tisch. Tisch sprach von einer „anlasslosen Messerattacke“.

Von Passanten alarmierte Polizisten hätten zunächst mit der Frau zu reden versucht, sagte Bürgermeister Zohran Mamdani. Dann sei die Situation eskaliert, die Beamten hätten Taser eingesetzt und die Angreiferin schließlich erschossen. Laut Polizeichefin Tisch hatte die Frau den Beamten gedroht und „Ich werde euch töten“ gesagt.

 
Kein gutes Verhältnis zu Hegseth: US-Staatssekretär des Heeres tritt wohl ab
Daniel Driscoll soll immer wieder Streit mit Verteidigungsminister Pete Hegseth gehabt haben. Laut US-Medienberichten tritt er ab

Washington – Der für das US-Heer zuständige Staatssekretär Daniel Driscoll hat Medienberichten zufolge seinen Rücktritt eingereicht. Das berichteten die Sender CNN und Fox News unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Driscoll, der als enger Vertrauter von Vizepräsident JD Vance gilt, hatte das Amt lediglich eineinhalb Jahre inne. In den vergangenen Wochen hatte es bereits Spekulationen über seinen bevorstehenden Abgang gegeben.

Das Heer, die größte Teilstreitkraft des US-Militärs, wird normalerweise von zwei Personen geführt, dem zivilen Staatssekretär und dem Stabschef als oberstem Militärvertreter. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Anfang April den damaligen Stabschef, General Randy George, zum Rücktritt gedrängt. Mit ihm hatte Driscoll laut CNN sehr eng zusammengearbeitet. Mehrere US-Medien berichteten über anhaltende Spannungen zwischen Hegseth und Driscoll als Grund für dessen Rücktritt.

 
Trump nennt Gegner von Rechenzentren „rückständig und arm“ – jetzt zerlegt ihn die eigene MAGA-Basis
Donald Trump hat am Montag etwas geschafft, was sonst meist seinen Gegnern gelingt: Er hat seine eigenen Leute gegen sich aufgebracht. Gemeinden, die keine neuen Rechenzentren wollen, seien offenbar nur deshalb dagegen, weil sie „rückständig und arm“ bleiben wollten, schrieb er auf Truth Social. Wer reich und erfolgreich sein wolle, müsse die Rechenzentren hereinlassen. „Let Data Reign.“

Und natürlich durfte China nicht fehlen: Dort freue man sich angeblich über jeden Amerikaner, der sich gegen diese Anlagen wehrt. Unter Trumps Beitrag dauerte es nicht lange, bis genau jene Leute antworteten, für die er zu sprechen glaubt. „Ich bereue, dich jemals unterstützt zu haben.“ „Du hast den Verstand verloren.“ „Fürchterliche Kommunikation.“ Eine Nutzerin schrieb, bei ihr gelte bereits Wasserbeschränkung. Ein anderer wurde noch direkter: Trump werde daran vielleicht verdienen, während für die Anwohner das Wasser knapper werde, der Lärm zunehme und das Leben schlechter. Das ist der Teil der Geschichte, den Trump in seinem Jubel über künstliche Intelligenz gern überspringt. Rechenzentren verschlingen Wasser und Strom, können die Stromrechnung der Nachbarschaft nach oben treiben und bringen nach Fertigstellung oft nur einige Dutzend dauerhafte Arbeitsplätze. Der Widerstand dagegen ist längst weder links noch rechts. Er wächst dort, wo Menschen erleben, was ein riesiger Rechnerpark neben dem eigenen Wohnort tatsächlich bedeutet.

Trump hatte noch vor einem Monat behauptet, kluge Gemeinden würden solche Anlagen geradezu herbeisehnen, weil sie Unmengen an Jobs brächten und kaum störten. Seine eigenen Anhänger erzählen ihm jetzt öffentlich, dass das Unsinn ist. Besonders dreist wirkt dabei, was seine Regierung gleichzeitig vorbereitet. Die Umweltbehörde will Regeln streichen, nach denen Rechenzentren offenlegen müssten, wie stark sie ihre Umgebung belasten und welche Stoffe sie ausstoßen. Die Bewohner sollen also weniger erfahren, während der Präsident ihnen erklärt, ihre Sorgen machten sie rückständig. Hinter dem Ausbau stehen Milliardeninvestitionen der Tech-Konzerne, und Trump verkauft deren Interessen als amerikanische Pflicht im Wettlauf mit China. Wer dabei nach Wasser, Strompreisen, Lärm oder Lebensqualität fragt, wird von ihm nicht ernst genommen, sondern beschimpft. Diesmal funktioniert der alte Trick allerdings schlecht. Denn die Leute, die ihm widersprechen, sitzen nicht bei CNN und tragen keine demokratischen Wahlkampfbuttons. Sie schreiben auf Truth Social, haben Trump gewählt und stellen gerade fest, dass auch MAGA plötzlich störend wird, sobald es zwischen einem Rechenzentrum und dem nächsten Milliardenprojekt steht.

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"Wir sind heute eine wirtschaftliche Macht wie nie zuvor."
Faktencheck (AfD-Wähler sollten wissen, was sie erwartet.):
Trumps Satz, die USA seien heute „eine wirtschaftliche Macht wie nie zuvor“, hält den aktuellen Daten nicht stand. Das reale BIP-Wachstum lag zuletzt bei nur 1,5 Prozent auf Jahresrate, während im Juli sogar 23.000 Jobs verloren gingen und frühere Beschäftigungszahlen deutlich nach unten korrigiert wurden. Gleichzeitig lag die Inflation weiter über dem Ziel der Federal Reserve, und die industrielle Kapazitätsauslastung blieb unter ihrem langfristigen Durchschnitt. Besonders fragwürdig ist Trumps Begründung mit angeblich mehr als 20 Billionen Dollar neuer Investitionen, für die es keinen belastbaren Nachweis gibt.
Die offiziellen Zahlen zu tatsächlich erfassten neuen ausländischen Direktinvestitionen liegen nicht bei Billionen, sondern im niedrigen dreistelligen Milliardenbereich.
Auch die Inflation spricht gegen das Bild einer außergewöhnlich starken Wirtschaft: Die Verbraucherpreise lagen im Juli 3,4 Prozent über dem Vorjahr, der von der Federal Reserve besonders beachtete PCE-Preisindex sogar 3,7 Prozent höher.Unterm Strich ist Trumps Aussage keine nüchterne Beschreibung der US-Wirtschaft, sondern eine massive Übertreibung, die von den zentralen Konjunkturdaten nicht gedeckt wird.

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Donald Trumps öffentliche Schlafphasen werden länger. Bei seiner eigenen Veranstaltung im Weißen Haus sackte er immer wieder weg, schreckte dann plötzlich hoch wie ein Hühnchen bei Taco Bell, sah sich hastig um - und dämmerte kurz darauf erneut ein. Während sein Team daneben die Erfolge der Regierung feierte, wurde aus einem müden Moment erneut die größere Frage nach seiner Handlungsfähigkeit.

Der Präsident schläft, das Team prahlt, und die Frage nach seiner Handlungsfähigkeit schläft nicht
Der 80-jährige Präsident der Vereinigten Staaten bekommt die Augen nicht auf, und seine Schlafphasen in der Öffentlichkeit werden immer länger. Am Montagnachmittag hielten ihn die Aufnahmen fest, wie er im Weißen Haus wegnickte, mitten in einer Ankündigung zur Gesundheitspolitik. Umgeben von Kabinettsmitgliedern und Führungskräften aus dem Gesundheitswesen sackte Donald Trump nach seiner eigenen Rede immer tiefer in den Stuhl. Die Kabinettsrunde schaute geradeaus, die Objektive hielten drauf, und der Gastgeber dämmerte weg. Als Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vor die Kameras trat, fielen dem Präsidenten die Augen zu. Rings um ihn liefen die Reden weiter und die Zahlen wurden gefeiert, während der Mann, dem die Feier galt, nicht mehr dabei war. Wie zum Hohn ging es um bezahlbare Medizin für ein alterndes Land, angeführt von einem alternden Mann, der die eigene Sitzung nicht durchhielt. Die Runde tat, als sei alles in bester Ordnung. Das Thema des Tages war die Bezahlbarkeit der Versorgung, und ihr Gastgeber verschlief die frohe Botschaft.

Der Schlaf ließ ihn nicht in Ruhe. Immer wieder schreckte Trump hoch wie ein Hühnchen bei Taco Bell und sah sich hastig im Raum um, dann sank er zurück in die zusammengefallene Haltung, die Hände auf dem Resolute Desk, und nickte langsam im Takt der Reden seines Teams, kaum dass sich seine Lider bewegten. Der Mann, der regieren soll, hielt sich mit Mühe an der Tischplatte fest. Das Bild einer Führung, die über ihren eigenen Mittelpunkt hinwegredet, prägt sich tiefer ein als jede Botschaft zur Bezahlbarkeit. Ein Land sah seinem Präsidenten beim Wegdämmern zu, in Echtzeit und ohne Filter.

 
Trump versprach Frieden – jetzt plant sein inkompetenter Kriegsminister den ewigen Krieg gegen Iran
Ein Wort kann einen Krieg verewigen, wenn es ihn nur oft genug unterbricht. Das US-Verteidigungsministerium erwägt nach übereinstimmenden Quellen eine neue Linie gegenüber Iran: das Land periodisch zu bombardieren, damit die Öltanker weiter durch die Straße von Hormus fahren können. Ein Fachmann nennt das genau den ewigen Krieg, den Donald Trump einst zu vermeiden schwor. Periodisch klingt nach Maß und Ordnung und meint doch eine Gewalt ohne letzten Tag. Die Sprache der Regierung nennt Dauer ein Verfahren und macht aus dem Ausnahmefall den Betriebszustand. Trump hatte den Krieg als Sache weniger Wochen angekündigt, jetzt bekommt er einen Takt für unabsehbare Zeit. Ein Krieg, der als kurz verkauft wurde, kehrt so als feste Verabredung wieder.

Der Plan liegt in seiner eigenen Sprache offen. Amerikanische Beamte prüfen, Iran regelmäßig zu treffen, um täglich Dutzende Öltanker verhältnismäßig sicher aus dem Golf zu bringen. Kriegsminister Pete Hegseth, dessen Haus sich seit Trumps Umbenennung Kriegsministerium nennt, unterstütze das Vorhaben, sagten Vertreter der Regierung. Um einen Sieg über Iran geht es dabei nicht, es geht darum, den Verkehr im Golf am Laufen zu halten, Schlag um Schlag. Dutzende Tanker am Tag, das ist die Größe, an der sich der Dauerbeschuss bemisst. Ein Ziel, das sich täglich neu stellt, kennt keinen Schlusspunkt, denn morgen fahren wieder Tanker. Verteidigung wird so zum Dauerauftrag.

 
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