Recherche zeigt, wie Hegseths Cybertruppe Amerikas Wahl bewacht und dabei die eigenen Bürger ins Visier nimmt
In Washington stehen Nationalgardisten vor einem Einwurfkasten für Stimmzettel. Jemand filmt sie. Das Video verbreitet sich in Windeseile und erntet Entrüstung. Seit über 100 Jahren hält ein Verbot Bundessoldaten von Wahllokalen fern. Was niemand filmt, liegt in San Antonio, Texas. Potranco Road 7700, ein Gebäude ohne Fenster, darin ein abgedunkelter Raum. Hier sitzt die Task Force Raider, eine Militäreinheit in einer regierungsweiten „Gruppe für Wahlsicherheit“. Sie soll die Zwischenwahlen verdeckt vor „Einmischung“ schützen. Das alte Verbot kennt Wahllokale. Vom Cyberraum weiß es nichts.
Einmischung ist ein dehnbares Wort. Es klingt nach dem Kreml, der Wahllokale hackt oder Stimmen umzählt. Die Task Force sucht etwas Weicheres, den „Einfluss“: russische oder chinesische Versuche, Meinungen zu ändern. In den Köpfen aber sitzen Amerikaner, für Washington Überträger fremden Einflusses. Die Grenze, die das Militär bewacht, verläuft quer durch jedes Gespräch am Küchentisch. Ein hoher Offizier des militärischen Nachrichtendienstes, der das Vorhaben kennt, hält die Sorge um die Wahlsicherheit für vorgeschoben. Sie solle Präsident Trump bei Laune halten und die Demokraten beruhigen. Beide fürchteten Einmischung und Mauscheleien. Nur eben nicht von fremden Küsten.
Belegt hat die Trump-Regierung nicht, dass irgendein Staat oder Ausländer eingreifen wolle oder ein Ergebnis nennenswert verändern könnte. Pentagon-Chef Pete Hegseth machte die Wahlsicherheit vergangene Woche trotzdem zur obersten „operativen Priorität“ der Cyberstreitkräfte in San Antonio. Eingeweihte sprechen von einem Auftrag, der „nicht scheitern darf“. Ein Feind, den niemand nachweist, lässt sich nie besiegen. Bekämpfen lässt er sich endlos.
kaizen-blog.org
In Washington stehen Nationalgardisten vor einem Einwurfkasten für Stimmzettel. Jemand filmt sie. Das Video verbreitet sich in Windeseile und erntet Entrüstung. Seit über 100 Jahren hält ein Verbot Bundessoldaten von Wahllokalen fern. Was niemand filmt, liegt in San Antonio, Texas. Potranco Road 7700, ein Gebäude ohne Fenster, darin ein abgedunkelter Raum. Hier sitzt die Task Force Raider, eine Militäreinheit in einer regierungsweiten „Gruppe für Wahlsicherheit“. Sie soll die Zwischenwahlen verdeckt vor „Einmischung“ schützen. Das alte Verbot kennt Wahllokale. Vom Cyberraum weiß es nichts.
Einmischung ist ein dehnbares Wort. Es klingt nach dem Kreml, der Wahllokale hackt oder Stimmen umzählt. Die Task Force sucht etwas Weicheres, den „Einfluss“: russische oder chinesische Versuche, Meinungen zu ändern. In den Köpfen aber sitzen Amerikaner, für Washington Überträger fremden Einflusses. Die Grenze, die das Militär bewacht, verläuft quer durch jedes Gespräch am Küchentisch. Ein hoher Offizier des militärischen Nachrichtendienstes, der das Vorhaben kennt, hält die Sorge um die Wahlsicherheit für vorgeschoben. Sie solle Präsident Trump bei Laune halten und die Demokraten beruhigen. Beide fürchteten Einmischung und Mauscheleien. Nur eben nicht von fremden Küsten.
Belegt hat die Trump-Regierung nicht, dass irgendein Staat oder Ausländer eingreifen wolle oder ein Ergebnis nennenswert verändern könnte. Pentagon-Chef Pete Hegseth machte die Wahlsicherheit vergangene Woche trotzdem zur obersten „operativen Priorität“ der Cyberstreitkräfte in San Antonio. Eingeweihte sprechen von einem Auftrag, der „nicht scheitern darf“. Ein Feind, den niemand nachweist, lässt sich nie besiegen. Bekämpfen lässt er sich endlos.
Recherche zeigt, wie Hegseths Cybertruppe Amerikas Wahl bewacht und dabei die eigenen Bürger ins Visier nimmt
In Washington stehen Nationalgardisten vor einem Einwurfkasten für Stimmzettel. Jemand filmt sie. Das Video verbreitet sich in Windeseile und erntet Entrüstung. Seit über 100 Jahren hält ein Verbot Bundessoldaten von Wahllokalen fern. Was niemand filmt, liegt in San Antonio, Texas. Potranco Road...