Süßes oder Handschellen – Wie ICE-Barbie das Fürchten lehrt
Es gibt Politikerinnen, die sich an Halloween verkleiden – und solche, die es einfach bleiben. Kristi Noem hat sich entschieden, beides zu sein: Ministerin, Gruselfigur und Staatsmythos in einem. Während Kinder in Chicago ihre Kürbisse schnitzen, bereitet sie ihre eigene Parade der Angst vor: ICE-Streifen unter der Laterne, Kontrollpunkte zwischen Süßigkeiten, Drohnen statt Geister. Und das alles, versteht sich, im Namen der Sicherheit.
Als Illinois’ Gouverneur J.B. Pritzker sie höflich bat, wenigstens an Halloween auf Razzien zu verzichten, antwortete Noem sinngemäß: „Nur über meine Leiche.“ Auf Fox News klang es dann noch kälter, noch kalkulierter – eine Mischung aus Pflichtgefühl, Pathos und der sadistischen Freude, Macht zu zeigen, weil man es kann. „Wir werden auf den Straßen sein, um sicherzustellen, dass die Kinder geschützt sind“, sagte sie, als ginge es um Seelenrettung, nicht um Einschüchterung. In Wahrheit geht es um Symbolik: Wer ICE in der Nacht der Masken marschieren lässt, braucht keine Monster mehr.
Halloween war einst der Abend der Unschuld, der Fantasie, des harmlosen Schreckens. Jetzt wird er zur Bühne einer Regierung, die selbst aus Zuckerwatte einen Haftbefehl basteln kann. Statt Hexen jagen Agenten Migranten, statt Süßem gibt es Sirenen, und der Satz „Trick or Treat“ klingt plötzlich wie eine juristische Drohung. Noem verkauft Angst als Fürsorge – das ist der neue amerikanische Horror. In den Vorstädten Chicagos sollen Kinder künftig lernen, dass der größte Schrecken nicht in der Maske steckt, sondern in der Uniform. Vielleicht wird das nächste Kostümtrend-Thema also gar nicht Barbie oder Batman heißen, sondern: ICE Agent Ken – mit Haftbefehl und Plastikplakette.
kaizen-blog.org
Es gibt Politikerinnen, die sich an Halloween verkleiden – und solche, die es einfach bleiben. Kristi Noem hat sich entschieden, beides zu sein: Ministerin, Gruselfigur und Staatsmythos in einem. Während Kinder in Chicago ihre Kürbisse schnitzen, bereitet sie ihre eigene Parade der Angst vor: ICE-Streifen unter der Laterne, Kontrollpunkte zwischen Süßigkeiten, Drohnen statt Geister. Und das alles, versteht sich, im Namen der Sicherheit.
Als Illinois’ Gouverneur J.B. Pritzker sie höflich bat, wenigstens an Halloween auf Razzien zu verzichten, antwortete Noem sinngemäß: „Nur über meine Leiche.“ Auf Fox News klang es dann noch kälter, noch kalkulierter – eine Mischung aus Pflichtgefühl, Pathos und der sadistischen Freude, Macht zu zeigen, weil man es kann. „Wir werden auf den Straßen sein, um sicherzustellen, dass die Kinder geschützt sind“, sagte sie, als ginge es um Seelenrettung, nicht um Einschüchterung. In Wahrheit geht es um Symbolik: Wer ICE in der Nacht der Masken marschieren lässt, braucht keine Monster mehr.
Halloween war einst der Abend der Unschuld, der Fantasie, des harmlosen Schreckens. Jetzt wird er zur Bühne einer Regierung, die selbst aus Zuckerwatte einen Haftbefehl basteln kann. Statt Hexen jagen Agenten Migranten, statt Süßem gibt es Sirenen, und der Satz „Trick or Treat“ klingt plötzlich wie eine juristische Drohung. Noem verkauft Angst als Fürsorge – das ist der neue amerikanische Horror. In den Vorstädten Chicagos sollen Kinder künftig lernen, dass der größte Schrecken nicht in der Maske steckt, sondern in der Uniform. Vielleicht wird das nächste Kostümtrend-Thema also gar nicht Barbie oder Batman heißen, sondern: ICE Agent Ken – mit Haftbefehl und Plastikplakette.
Süßes oder Handschellen – Wie ICE-Barbie das Fürchten lehrt
Das wirklich Bittere daran ist nicht die Lächerlichkeit der Szene, sondern ihre Kälte. Denn in einem Land, in dem Millionen Kinder an Hunger und Armut leiden, wird der Einsatz staatlicher Ressourcen zur Inszenierung eines Halloween-Schreckensszenarios genutzt – gegen genau jene Familien, die...