Wie ein Kapitulationsplan die Ukraine erschüttert und zugleich Hunderttausende in den USA in Gefahr bringt
In Bucha, dort wo Massengräber, Einschusslöcher und der Geruch von verbranntem Holz noch immer daran erinnern, was russische Soldaten im Frühjahr 2022 zurückließen, ringen die Menschen mit einer neuen Zumutung. Ein Kapitulationsplan, wir können es nicht als Friedensplan bezeichnen, der eine pauschale Amnestie für alle Kriegsverbrechen vorsieht, trifft die Überlebenden härter als viele politische Debatten der vergangenen Jahre. Wer Angehörige verloren, Leichen identifiziert oder Folterspuren aus Kellern getragen hat, sieht darin keinen Schritt in Richtung Frieden, sondern einen Schlag ins Gesicht. „Es ist ein grünes Licht“, sagt der Priester Andrij Halawin in seiner noch immer beschädigten Kirche. „Es bedeutet: Ihr könnt weiterbomben, weiter erschießen. Euch passiert nichts.“
Der Kapitulationsplan verlangt, dass die Ukraine Gebiet abgibt, ihre Armee verkleinert und auf einen NATO-Beitritt verzichtet. Für Menschen wie Vira Katanenko, deren Sohn im Donbass gefallen ist, klingt das nach einer Forderung, die man nur stellt, wenn einem das Leid anderer egal ist. „Sollen sie herkommen und es sich ansehen“, sagt sie am Grab ihres Sohnes. „Dann reden wir weiter.“
Die Wucht dieser Forderungen trifft ein Land, das seit fast vier Jahren gegen eine Invasion kämpft, aber sie trifft auch jene Ukrainerinnen und Ukrainer, die längst im Ausland leben. In den USA geraten fast 200.000 Geflüchtete in eine Lage, die sich täglich weiter zuspitzt. Ein nächstes Problem landet mehr und mehr auf unsere, bereits auch so überfüllten Schreibtischen, was zu einer humanitären Katastrophe zu werden droht. Viele kamen über humanitäre Programme ins Land, arbeiten, zahlen Steuern, schicken ihre Kinder zur Schule – und müssen nun feststellen, dass ihr Aufenthalt plötzlich ins Wanken gerät. Arbeitsgenehmigungen laufen aus, Verlängerungen verzögern sich oder werden abgelehnt. Rechtsberatungstellen berichten von Menschen, die völlig unverschuldet in einen gefährlichen Schwebezustand geraten.
kaizen-blog.org
In Bucha, dort wo Massengräber, Einschusslöcher und der Geruch von verbranntem Holz noch immer daran erinnern, was russische Soldaten im Frühjahr 2022 zurückließen, ringen die Menschen mit einer neuen Zumutung. Ein Kapitulationsplan, wir können es nicht als Friedensplan bezeichnen, der eine pauschale Amnestie für alle Kriegsverbrechen vorsieht, trifft die Überlebenden härter als viele politische Debatten der vergangenen Jahre. Wer Angehörige verloren, Leichen identifiziert oder Folterspuren aus Kellern getragen hat, sieht darin keinen Schritt in Richtung Frieden, sondern einen Schlag ins Gesicht. „Es ist ein grünes Licht“, sagt der Priester Andrij Halawin in seiner noch immer beschädigten Kirche. „Es bedeutet: Ihr könnt weiterbomben, weiter erschießen. Euch passiert nichts.“
Der Kapitulationsplan verlangt, dass die Ukraine Gebiet abgibt, ihre Armee verkleinert und auf einen NATO-Beitritt verzichtet. Für Menschen wie Vira Katanenko, deren Sohn im Donbass gefallen ist, klingt das nach einer Forderung, die man nur stellt, wenn einem das Leid anderer egal ist. „Sollen sie herkommen und es sich ansehen“, sagt sie am Grab ihres Sohnes. „Dann reden wir weiter.“
Die Wucht dieser Forderungen trifft ein Land, das seit fast vier Jahren gegen eine Invasion kämpft, aber sie trifft auch jene Ukrainerinnen und Ukrainer, die längst im Ausland leben. In den USA geraten fast 200.000 Geflüchtete in eine Lage, die sich täglich weiter zuspitzt. Ein nächstes Problem landet mehr und mehr auf unsere, bereits auch so überfüllten Schreibtischen, was zu einer humanitären Katastrophe zu werden droht. Viele kamen über humanitäre Programme ins Land, arbeiten, zahlen Steuern, schicken ihre Kinder zur Schule – und müssen nun feststellen, dass ihr Aufenthalt plötzlich ins Wanken gerät. Arbeitsgenehmigungen laufen aus, Verlängerungen verzögern sich oder werden abgelehnt. Rechtsberatungstellen berichten von Menschen, die völlig unverschuldet in einen gefährlichen Schwebezustand geraten.
Wie ein Kapitulationsplan die Ukraine erschüttert und zugleich Hunderttausende in den USA in Gefahr bringt
In Bucha, dort wo Massengräber, Einschusslöcher und der Geruch von verbranntem Holz noch immer daran erinnern, was russische Soldaten im Frühjahr 2022 zurückließen, ringen die Menschen mit einer neuen Zumutung. Ein Kapitulationsplan, wir können es nicht als Friedensplan bezeichnen, der eine...