Ein Angriff auf die Unabhängigkeit – Wie das Justizministerium die Notenbank unter Druck setzt und die Märkte reagieren
Als Jerome Powell am Sonntag vor die Öffentlichkeit trat, wählte er keine beschwichtigenden Worte. Der Vorsitzende der US-Notenbank erklärte, das Justizministerium habe die Federal Reserve mit Vorladungen belegt und zugleich mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht. Anlass sei seine Aussage vor dem Kongress im Sommer zu den laufenden Renovierungen des Fed-Hauptsitzes. Was auf den ersten Blick wie ein Streit über Baukosten wirkt, ist in Wahrheit ein offener Konflikt um Macht, Zuständigkeit und die Unabhängigkeit der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten.
„Die Drohung mit strafrechtlichen Vorwürfen ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf Grundlage unserer besten Einschätzung dessen festlegt, was dem öffentlichen Interesse dient, statt den Vorlieben des Präsidenten zu folgen.“
Nach Powells Darstellung dienen die Bauarbeiten lediglich als Vorwand. Die Drohung mit strafrechtlichen Schritten sei die Folge davon, dass die Notenbank ihre Zinsentscheidungen an dem ausrichte, was sie für das öffentliche Interesse halte – und nicht an den politischen Vorstellungen des Präsidenten. Es ist eine außergewöhnliche Eskalation in dem seit Monaten schwelenden Konflikt zwischen der Regierung und der Federal Reserve, die als unabhängige Institution bewusst außerhalb des parteipolitischen Tagesgeschäfts agieren soll.
Der politische Hintergrund ist klar. Präsident Donald Trump fordert seit Langem deutlich niedrigere Leitzinsen. Günstigeres Geld würde Kredite verbilligen, Konsum und Investitionen ankurbeln und kurzfristig wirtschaftliche Erfolge versprechen. Die Notenbank ist diesem Druck bislang nur begrenzt gefolgt. Zwar senkte sie im vergangenen Jahr ihren Leitzins dreimal und stellte weitere Schritte in Aussicht, tat dies jedoch vorsichtig und schrittweise. Für Trump war selbst dieses Tempo zu langsam; er verspottete Powell öffentlich und belegte ihn mit dem Beinamen „Too Late“.
kaizen-blog.org
Als Jerome Powell am Sonntag vor die Öffentlichkeit trat, wählte er keine beschwichtigenden Worte. Der Vorsitzende der US-Notenbank erklärte, das Justizministerium habe die Federal Reserve mit Vorladungen belegt und zugleich mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht. Anlass sei seine Aussage vor dem Kongress im Sommer zu den laufenden Renovierungen des Fed-Hauptsitzes. Was auf den ersten Blick wie ein Streit über Baukosten wirkt, ist in Wahrheit ein offener Konflikt um Macht, Zuständigkeit und die Unabhängigkeit der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten.
„Die Drohung mit strafrechtlichen Vorwürfen ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf Grundlage unserer besten Einschätzung dessen festlegt, was dem öffentlichen Interesse dient, statt den Vorlieben des Präsidenten zu folgen.“
Nach Powells Darstellung dienen die Bauarbeiten lediglich als Vorwand. Die Drohung mit strafrechtlichen Schritten sei die Folge davon, dass die Notenbank ihre Zinsentscheidungen an dem ausrichte, was sie für das öffentliche Interesse halte – und nicht an den politischen Vorstellungen des Präsidenten. Es ist eine außergewöhnliche Eskalation in dem seit Monaten schwelenden Konflikt zwischen der Regierung und der Federal Reserve, die als unabhängige Institution bewusst außerhalb des parteipolitischen Tagesgeschäfts agieren soll.
Der politische Hintergrund ist klar. Präsident Donald Trump fordert seit Langem deutlich niedrigere Leitzinsen. Günstigeres Geld würde Kredite verbilligen, Konsum und Investitionen ankurbeln und kurzfristig wirtschaftliche Erfolge versprechen. Die Notenbank ist diesem Druck bislang nur begrenzt gefolgt. Zwar senkte sie im vergangenen Jahr ihren Leitzins dreimal und stellte weitere Schritte in Aussicht, tat dies jedoch vorsichtig und schrittweise. Für Trump war selbst dieses Tempo zu langsam; er verspottete Powell öffentlich und belegte ihn mit dem Beinamen „Too Late“.
Ein Angriff auf die Unabhängigkeit – Wie das Justizministerium die Notenbank unter Druck setzt und die Märkte reagieren
Als Jerome Powell am Sonntag vor die Öffentlichkeit trat, wählte er keine beschwichtigenden Worte. Der Vorsitzende der US-Notenbank erklärte, das Justizministerium habe die Federal Reserve mit Vorladungen belegt und zugleich mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht.