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US-News

Wenn Schuld verschwindet und MAGA-Glauben alles erklärt
Es gibt Aussagen, die mehr über ein politisches Weltbild verraten als jede Wahlkampfrede. Die Worte des ehemaligen Schwiegervaters von Renee Good gehören dazu. Er sagt, er habe das Video gesehen, sagt, das Auto habe den Beamten vielleicht getroffen, und betont zugleich, niemand trage Schuld. Nicht ICE. Nicht Renee. Nicht ihre Partnerin. Schuld wird aufgelöst im MAGA-Wahn. Stattdessen rückt etwas anderes in den Mittelpunkt: der seelische Zustand der Getöteten. Dass sie „nicht bereit gewesen sei, dem Herrn zu begegnen“. Dass sie im falschen Moment im falschen Geist gehandelt habe. Der Tod einer Frau wird so nicht als Folge staatlicher Gewalt oder eskalierter Einsätze betrachtet, sondern als spirituelles Versagen umgedeutet.
Genau hier zeigt sich exemplarisch, was MAGA im Innersten ausmacht. Nicht Wut, nicht Lautstärke, sondern die Fähigkeit, reale Machtverhältnisse auszublenden und sie durch Glaubenssätze zu ersetzen. Wenn etwas schiefgeht, liegt es nie am System, nie an bewaffneten Behörden, nie an politischen Entscheidungen. Es liegt immer am Individuum, an seiner Haltung, an seinem Glauben, an seiner vermeintlichen Unzulänglichkeit. Diese Form der Deutung ist bequem. Sie entlastet den Staat, sie schützt die Täter, sie beruhigt das eigene Gewissen. Wer alles Gott übergibt, muss niemanden zur Rechenschaft ziehen. Wer Schuld spiritualisiert, muss keine Fragen mehr stellen. Der Ex-Schwiegervater von Renee Good steht damit nicht zufällig, sondern beispielhaft für eine Haltung, die Gewalt erträgt, solange sie sich religiös im Sinne der MAGA erklären lässt. Es ist eine Weltsicht, in der Mitgefühl endet, sobald Verantwortung beginnt. Und genau deshalb ist sie so gefährlich.
Es dürfte nicht überraschen, dass er nicht Teil der Klage der Familie ist – das ist MAGA.

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Begnadigung statt Urteil
Donald Trump will die frühere Gouverneurin von Puerto Rico, Wanda Vázquez, begnadigen. Das bestätigte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses. Vázquez hatte im vergangenen August in einem Bundesverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Wahlkampffinanzierungsrecht schuldig bekannt. Die Strafmaßverkündung war für Ende dieses Monats angesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von einem Jahr gefordert. Vázquez’ Verteidigung wies das zurück und warf den Ermittlern vor, eine frühere Einigung zu unterlaufen, in deren Folge schwerere Vorwürfe wie Bestechung und Betrug fallengelassen worden waren. Am Ende blieb der Vorwurf, sie habe die Zusage einer Wahlkampfspende angenommen, die nie geflossen sei.

Aus dem Umfeld Trumps heißt es, der Präsident sehe den Fall als politisch motiviert. Die Ermittlungen hätten kurz nach Vázquez’ öffentlicher Unterstützung Trumps im Jahr 2020 begonnen. Sie gehört der republikanischen, staatsnahen Neuen Fortschrittspartei an und galt lange als loyale Verbündete. Ob das Verfahren ohne Begnadigung in einer Haftstrafe geendet wäre, ist nun zweitrangig. Die Entscheidung folgt einem bekannten Muster: Nähe schützt, Loyalität zählt, Justiz wird zur Frage der Perspektive.
 
Vance spricht beim „Marsch für das Leben“
Das Büro von JD Vance hat bestätigt, dass der Vizepräsident am 23. Januar 2026 in Washington beim „Marsch für das Leben“ sprechen wird. Die jährliche Kundgebung von Abtreibungsgegnern auf der National Mall zieht regelmäßig Tausende an und dient konservativen Spitzenpolitikern als feste Plattform. Vance trat dort bereits im vergangenen Jahr persönlich auf. Auch Donald Trump wird präsent sein, allerdings per vorab aufgezeichneter Videobotschaft. Das erklärte er am Freitag gegenüber Journalisten. Damit setzt das Weiße Haus die enge politische Anbindung an die Bewegung fort. Der Auftritt des Vizepräsidenten unterstreicht, welchen Stellenwert das Thema für die Regierung hat. Der Marsch bleibt damit nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine klar politisch gesetzte Veranstaltung.

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Justiz als Druckmittel – Minneapolis im Visier!
Das US-Justizministerium prüft, ob Minnesotas Gouverneur Tim Walz und der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, die Durchsetzung von Einwanderungsrecht behindert haben sollen. Auslöser sind öffentliche Äußerungen beider, die sich kritisch zur aktuellen ICE-Offensive geäußert hatten. Konkret geht es um den Verdacht einer Verschwörung – ein Vorwurf, der schwer wiegt und politisch wirkt. Walz reagierte ungewohnt offen. Erst Slotkin, dann Powell, davor Mark Kelly – immer neue Namen, immer neue Ermittlungen. Für ihn ist das kein Zufall, sondern Einschüchterung. Frey spricht von einem klaren Versuch, ihn mundtot zu machen, weil er sich schützend vor seine Stadt und deren Bewohner gestellt habe.

Der Hintergrund ist eine massive ICE-Operation in Minneapolis und St. Paul, laut Heimatschutzministerium die größte ihrer Art. Mehr als 2.500 Festnahmen, Hausdurchsuchungen mit Rammböcken, bewaffnete Einsätze. Seit der tödlichen Erschießung von Renee Good hat sich die Lage weiter zugespitzt. Der Fall Garrison Gibson zeigt, wie willkürlich die Einsätze geworden sind. Obwohl der 37-jährige Liberianer seit Jahren legal in den USA lebt und unter behördlicher Aufsicht stand, brachen ICE-Beamte mit einem Rammbock seine Wohnungstür auf und nahmen ihn fest. Ein Bundesrichter erklärte die Festnahme für rechtswidrig und ordnete seine Freilassung an – nur damit Gibson kurz darauf bei einem routinemäßigen Termin erneut festgenommen und wieder freigelassen wurde. Selbst ICE räumte Fehler ein. In Minneapolis tragen Menschen inzwischen aus Angst ständig Ausweise bei sich, Native Americans werden sogar ausdrücklich dazu aufgerufen.

Trump drohte zwischenzeitlich mit dem Einsatz des Insurrection Act, ruderte später zurück, ließ die Drohung aber stehen. In Minneapolis wächst die Angst, dass Protest kriminalisiert und politischer Widerspruch juristisch verfolgt wird. Was hier passiert, ist mehr als ein Streit über Zuständigkeiten. Es ist ein Machtkampf – zwischen Bundesstaat und Washington, zwischen Recht und Trump, zwischen öffentlicher Kritik und Faschismus.
 
Ein Boulevard für den Präsidenten – und der Glaube an die eigene Unfehlbarkeit
In Palm Beach County hat man nun endgültig Ordnung geschaffen: Ein Abschnitt des Southern Boulevard trägt ab sofort den Namen des Präsidenten. Genau jener Abschnitt, der vom Flughafen direkt zu Trumps Anwesen Mar-a-Lago führt. Der Weg nach Hause, nun auch offiziell beschildert. Passender kann man die Vorstellung von eigener Bedeutung in der Welt kaum markieren.

Trump zeigte sich bei der Zeremonie im Ballsaal seines Clubs sichtlich gerührt. Es sei eine „sehr wichtige Strecke“, sagte er, genutzt von vielen Menschen – wichtigen und weniger wichtigen, wobei ihm das, wie er betonte, letztlich egal sei. Entscheidend ist offenbar etwas anderes: dass sie alle über seinen Namen fahren. Besonders stolz machte ihn das Straßenschild selbst. Nachts beleuchtet, gut sichtbar, „Donald J. Trump Boulevard“. Wer das sehe, werde erfüllt sein von Stolz, erklärte der Präsident. Nicht auf ihn, selbstverständlich nicht. Sondern auf das Land. Dass diese beiden Dinge in seiner Welt kaum zu trennen sind, blieb unausgesprochen.

 
In Florida gibt es jetzt den "President Donald J. Trump Boulevard"
Die Straße, die direkt zu seinem Privatclub Mar-a-Lago führt, ist jetzt nach dem US-Präsidenten benannt. Bisher hieß sie "Southern Boulevard"

Washington – US-Präsident Donald Trump hat nicht nur sein prunkvolles und goldglitzerndes Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida – nun ist auch die Straße, die direkt zu dem Privatclub führt, nach ihm benannt worden. In Florida wurde bei einer Zeremonie für Trump die neue Straßen-Plakette präsentiert: "President Donald J. Trump Boulevard".

Bisher hieß die Straße, die vom Flughafen direkt zum Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach führt, Southern Boulevard. Trump hält sich auf Mar-a-Lago häufig am Wochenende auf. "Ich liebe die Menschen aus Florida", sagte der Präsident. In dem Bundesstaat im Süden der USA genießt der Republikaner viel Rückhalt.

In Trumps zweiter Amtszeit ist schon einiges nach Trump benannt worden. Zum Beispiel trägt die legendäre Kultureinrichtung Kennedy Center in der US-Hauptstadt Washington seit einiger Zeit zusätzlich Trumps Namen, was allerdings auch viel Kritik hervorrief.

100 Millionen Dollar
Für Irritationen sorgt ebenso, dass Trump von Mitte November bis Ende Dezember Anleihen im Wert von rund 100 Millionen Dollar erworben hat. Dies geht aus seiner jüngsten Vermögensaufstellung hervor, die Donnerstag und Freitag veröffentlicht wurde. Darunter waren auch Unternehmensanleihen von Netflix und Warner Bros Discovery im Wert von bis zu zwei Millionen. Diese kaufte er nur wenige Wochen, nachdem die beiden Unternehmen ihre Fusion angekündigt hatten.

 
Donnis Äußerungen über den Kauf Grönlands am 27. März 2025 stellte MAGA-Anhänger damals vor ihre größte Herausforderung – die Geografie.

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Provozierte Eskalation in Minneapolis – die Jagd auf Jack Lang
Ein tiefer Riss ging an diesem Samstag durch die Straßen von Minneapolis, sichtbar, roh und unübersehbar. Auf der einen Seite Menschen, die sich der Eskalation der Abschiebepolitik entgegenstellen, auf der anderen eine kleine Gruppe, die offen für ICE, für Abschottung und für Ausgrenzung mobilisierte. Als sich beide Lager nahe dem Rathaus begegneten, blieb es nicht bei Worten. Es kam zu Handgreiflichkeiten, zu Verfolgungen, zu Verletzten, auch unter den Journalisten. Die pro-ICE-Gruppe wurde aus dem Zentrum gedrängt, einzelne Teilnehmer mussten Kleidungsstücke ablegen, die als Provokation gelesen wurden. Die Stadt erlebte einen Moment, in dem politische Gegensätze nicht mehr abstrakt waren, sondern körperlich.

Im Mittelpunkt stand der Organisator der pro-ICE-Kundgebung, Jake Lang, der die Versammlung unter dem Titel „March Against Minnesota Fraud“ angemeldet hatte. Lang verließ den Ort mit sichtbaren Verletzungen am Kopf. Zuvor hatte er öffentlich angekündigt, vor dem Rathaus einen Koran verbrennen zu wollen. Ob er diesen Plan umsetzte, blieb unklar. Bekannt ist hingegen seine Vorgeschichte: Lang war wegen schwerer Delikte angeklagt, darunter der Angriff auf einen Polizeibeamten beim Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Lang erhielt jedoch im vergangenen Jahr im Rahmen einer umfassenden Begnadigung durch Donald Trump Straffreiheit. Davor verbrachte er mehrere Jahre im Gefängnis. Inzwischen kündigte er an, für den US-Senat in Florida kandidieren zu wollen.

Minneapolis machte Jagd auf Jake Lang, und die Wut kochte über. Lang ist aufgrund des Kapitolsturms eine Reizfigur, und dass von ihm diese Pro-ICE-Kundgebung ausging, erscheint sehr gezielt und trägt die Handschrift von Stephen Miller. Lang und Miller sind seit Jahren enge Vertraute.

 
Republikanischer Bruch nach Norden
Der republikanische Senator Thom Tillis geht öffentlich auf Distanz zur Linie des Weißen Hauses. Auslöser ist der Umgang mit Verbündeten, die eine kleine Zahl von Soldaten zu Trainingszwecken nach Grönland entsandt hatten. Tillis nennt die Reaktion schlecht für Amerika, schlecht für amerikanische Unternehmen und schlecht für Amerikas Partner. Profiteure seien nicht die USA, sondern Wladimir Putin, Xi Jinping und andere Gegner, die ein gespaltenes NATO sehen wollen. Besonders scharf kritisiert er einen engen Kreis von Beratern, der auf Zwang setzt. Diese würden aktiv darauf drängen, Territorium eines Verbündeten unter Druck zu bringen. Das sei nicht nur falsch, sondern dumm. Tillis macht deutlich, dass hier rote Linien überschritten werden. Es gehe nicht um Stärke, sondern um Selbstschädigung. Die Kritik kommt aus den eigenen Reihen. Sie richtet sich nicht gegen Trump persönlich, sondern gegen den Kurs, der verfolgt wird. Grönland wird so zum Symbol eines größeren Konflikts. Bündnistreue steht gegen Machtgehabe. Der Riss verläuft sichtbar durch die republikanische Partei.

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Provokation in Uniform
In Minneapolis trat Grenzschutzchef Gregory Bovino bei den Protesten öffentlich auf, umringt von bewaffneten Einheiten und begleitet von einer demonstrativen Machtdarstellung. Seine Uniform und sein Auftreten lösten bei Demonstrierenden sofort Assoziationen aus, die weit über aktuelle Politik hinausreichen und historisch belastete Bilder wachrufen. Vor Ort wurde dies nicht als Sicherheitsmaßnahme gelesen, sondern als gezielte Einschüchterung gegen eine protestierende Zivilgesellschaft. Bovino ordnete weitere Repression an, während sich die Lage ohnehin bereits angespannt zeigte. Die Szene wirkte weniger wie Einsatzleitung, mehr wie politische Inszenierung. Staatliche Autorität präsentierte sich nicht zurückhaltend, sondern demonstrativ. Minneapolis hat Erfahrung mit solcher Symbolik und reagiert sensibel. Geschichte kehrt nicht identisch zurück, aber sie hinterlässt Muster. Erst war sie Tragödie. Dann wird sie zur Farce.

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Da marschiert Korruption und Mordlust pur
 

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