Wenn Schuld verschwindet und MAGA-Glauben alles erklärt
Es gibt Aussagen, die mehr über ein politisches Weltbild verraten als jede Wahlkampfrede. Die Worte des ehemaligen Schwiegervaters von Renee Good gehören dazu. Er sagt, er habe das Video gesehen, sagt, das Auto habe den Beamten vielleicht getroffen, und betont zugleich, niemand trage Schuld. Nicht ICE. Nicht Renee. Nicht ihre Partnerin. Schuld wird aufgelöst im MAGA-Wahn. Stattdessen rückt etwas anderes in den Mittelpunkt: der seelische Zustand der Getöteten. Dass sie „nicht bereit gewesen sei, dem Herrn zu begegnen“. Dass sie im falschen Moment im falschen Geist gehandelt habe. Der Tod einer Frau wird so nicht als Folge staatlicher Gewalt oder eskalierter Einsätze betrachtet, sondern als spirituelles Versagen umgedeutet.
Genau hier zeigt sich exemplarisch, was MAGA im Innersten ausmacht. Nicht Wut, nicht Lautstärke, sondern die Fähigkeit, reale Machtverhältnisse auszublenden und sie durch Glaubenssätze zu ersetzen. Wenn etwas schiefgeht, liegt es nie am System, nie an bewaffneten Behörden, nie an politischen Entscheidungen. Es liegt immer am Individuum, an seiner Haltung, an seinem Glauben, an seiner vermeintlichen Unzulänglichkeit. Diese Form der Deutung ist bequem. Sie entlastet den Staat, sie schützt die Täter, sie beruhigt das eigene Gewissen. Wer alles Gott übergibt, muss niemanden zur Rechenschaft ziehen. Wer Schuld spiritualisiert, muss keine Fragen mehr stellen. Der Ex-Schwiegervater von Renee Good steht damit nicht zufällig, sondern beispielhaft für eine Haltung, die Gewalt erträgt, solange sie sich religiös im Sinne der MAGA erklären lässt. Es ist eine Weltsicht, in der Mitgefühl endet, sobald Verantwortung beginnt. Und genau deshalb ist sie so gefährlich.
Es dürfte nicht überraschen, dass er nicht Teil der Klage der Familie ist – das ist MAGA.
Es gibt Aussagen, die mehr über ein politisches Weltbild verraten als jede Wahlkampfrede. Die Worte des ehemaligen Schwiegervaters von Renee Good gehören dazu. Er sagt, er habe das Video gesehen, sagt, das Auto habe den Beamten vielleicht getroffen, und betont zugleich, niemand trage Schuld. Nicht ICE. Nicht Renee. Nicht ihre Partnerin. Schuld wird aufgelöst im MAGA-Wahn. Stattdessen rückt etwas anderes in den Mittelpunkt: der seelische Zustand der Getöteten. Dass sie „nicht bereit gewesen sei, dem Herrn zu begegnen“. Dass sie im falschen Moment im falschen Geist gehandelt habe. Der Tod einer Frau wird so nicht als Folge staatlicher Gewalt oder eskalierter Einsätze betrachtet, sondern als spirituelles Versagen umgedeutet.
Genau hier zeigt sich exemplarisch, was MAGA im Innersten ausmacht. Nicht Wut, nicht Lautstärke, sondern die Fähigkeit, reale Machtverhältnisse auszublenden und sie durch Glaubenssätze zu ersetzen. Wenn etwas schiefgeht, liegt es nie am System, nie an bewaffneten Behörden, nie an politischen Entscheidungen. Es liegt immer am Individuum, an seiner Haltung, an seinem Glauben, an seiner vermeintlichen Unzulänglichkeit. Diese Form der Deutung ist bequem. Sie entlastet den Staat, sie schützt die Täter, sie beruhigt das eigene Gewissen. Wer alles Gott übergibt, muss niemanden zur Rechenschaft ziehen. Wer Schuld spiritualisiert, muss keine Fragen mehr stellen. Der Ex-Schwiegervater von Renee Good steht damit nicht zufällig, sondern beispielhaft für eine Haltung, die Gewalt erträgt, solange sie sich religiös im Sinne der MAGA erklären lässt. Es ist eine Weltsicht, in der Mitgefühl endet, sobald Verantwortung beginnt. Und genau deshalb ist sie so gefährlich.
Es dürfte nicht überraschen, dass er nicht Teil der Klage der Familie ist – das ist MAGA.