Austritt mit offenen Rechnungen
Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation formal abgeschlossen, ein Jahr nach der Ankündigung durch Trump. Doch der Bruch ist alles andere als sauber. Mehr als 130 Millionen Dollar an Beiträgen stehen weiterhin offen, während der Zugang zu internationalen Gesundheitsdaten verloren geht. Genau diese Daten lieferten bisher frühe Warnungen vor neuen Pandemien. Fachleute warnen, dass der Schritt die globale Reaktion auf Ausbrüche schwächt und zugleich die eigene Forschung in den USA ausbremst. Impfstoffentwicklung, Medikamentenforschung, internationale Abstimmung geraten ins Hintertreffen. Trump begründete den Austritt mit Fehlern der Organisation während der Corona-Pandemie und angeblichem politischen Einfluss. Tatsächlich räumt auch die WHO Fehlentscheidungen ein, etwa bei Masken und der Frage der Übertragungswege. Doch nahezu alle Staaten der Welt bleiben Mitglied, während die USA sich aus Gremien, Arbeitsgruppen und Frühwarnsystemen zurückziehen. Die Regierung verspricht bilaterale Abkommen, nennt aber kaum konkrete Partner. Kritiker halten das für unrealistisch, gerade mit Ländern, die Washington zuletzt politisch oder wirtschaftlich unter Druck gesetzt hat. Unklar ist zudem, ob der Präsident den Austritt ohne Zustimmung des Kongresses überhaupt rechtmäßig vollziehen durfte. Zurück bleibt ein Vakuum – finanziell, politisch und gesundheitlich.
Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation formal abgeschlossen, ein Jahr nach der Ankündigung durch Trump. Doch der Bruch ist alles andere als sauber. Mehr als 130 Millionen Dollar an Beiträgen stehen weiterhin offen, während der Zugang zu internationalen Gesundheitsdaten verloren geht. Genau diese Daten lieferten bisher frühe Warnungen vor neuen Pandemien. Fachleute warnen, dass der Schritt die globale Reaktion auf Ausbrüche schwächt und zugleich die eigene Forschung in den USA ausbremst. Impfstoffentwicklung, Medikamentenforschung, internationale Abstimmung geraten ins Hintertreffen. Trump begründete den Austritt mit Fehlern der Organisation während der Corona-Pandemie und angeblichem politischen Einfluss. Tatsächlich räumt auch die WHO Fehlentscheidungen ein, etwa bei Masken und der Frage der Übertragungswege. Doch nahezu alle Staaten der Welt bleiben Mitglied, während die USA sich aus Gremien, Arbeitsgruppen und Frühwarnsystemen zurückziehen. Die Regierung verspricht bilaterale Abkommen, nennt aber kaum konkrete Partner. Kritiker halten das für unrealistisch, gerade mit Ländern, die Washington zuletzt politisch oder wirtschaftlich unter Druck gesetzt hat. Unklar ist zudem, ob der Präsident den Austritt ohne Zustimmung des Kongresses überhaupt rechtmäßig vollziehen durfte. Zurück bleibt ein Vakuum – finanziell, politisch und gesundheitlich.